Mitglied inaktiv
Ich habe nochmals 2 Fragen. Mit Oma streitet man sich leider sehr oft. Ich bleibe eher ruhig, Opa flippt aus. Wenn das der Fall ist, nehme ich Sohn auf den Arm, erkläre ihm ruhig, dass das nichts mit ihm zu tun hat, bringe ihn vom Geschehen weg und später, wenn sich die beiden beruhigt haben, sollen die nett zum Sohn sein. Richtig so? Seit 1 Monat (jetzt 13 Monate)klebt Sohn vermehrt an mir.Zu den anderen will er auf dem Arm, wenn er mich sieht und zum Trösten aber zu mir. Keiner ist bei uns "komplett abgemeldet". Da er uns alle kennt, kommt das kleben daher, dass ich für die Loslösung da bin? oder primäre Bindung? Können wir alle zusammen Loslösungsvorbilder sein auch wenn wir alle auch primäre Bindungsanteile haben?
Hallo, das Problem mit den Großeltern können Sie so im Griff halten, eine andere Lösung sehe ich im Moment auch nicht. Dass Sie noch die wichtigste Person für Ihren Sohn sind und nur Sie ihn im Moment trösten können, liegt daran, dass Sie die primären Bezugsperson sind. Ihr Sohn befindet sich jetzt am Anfang der Loslösung (idealerweise über den Vater) und reagiert auf alle Verunsicherungen noch sehr empfindlich. Daher flüchtet er sich immer noch direkt zu Ihnen zurück. Also am Anfang der Loslösung steht erst einmal auch wieder eine versärkte Anhänglichkeit. Das hat die Natur so vorgesehen. Im Laufe des zweiten Jahres geht es dann mit einer Unterbrechung noch einmal mit etwa 1 1/2 in Richtung Loslösung weiter, was dann mit zunehmender Willenskraft zum Trotzen führt. Das Kind erkämpft sich regelrecht ein Stück Loslösung und Selbstständigkeit. Sie werden es erleben. Viele Grüße
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