Mitglied inaktiv
Mein Kleiner ist jetzt richtig in der Loslösung. Solange alles ok ist , ist die Mama abgeschrieben. Ich nutze jetzt die Zeit auch um vermehrt mal was alleine mit Freunden zu machen, wenn die 2 Loslösungsvorbilder da sind. Klappt gut. Nur meine Frage ist, abgesehen davon, dass ich natürlich versuche immer da zu sein wenns brenzlig wird, Was ist ein gutes Mass um nicht zu sehr zu glucken, aber auch nicht zu wenig da zu sein? Ich werde ab nächsten Monat für 4 Stunden arbeiten gehen täglich. Finde ich in Ordnung und habe auch schon mal geübt, indem ich ein paar Vormittage alleine shoppen war. Klappt gut, Kleiner bleibt bei Grosseltern. Allerdings habe ich schon gemerkt, dass ich ihn total vermisst habe. Ich richte mich nach ihm, wenn er zur Person X will lass ich das zu, ich bin aber auch da, vor allem wenn ich ihn vormittags nicht gesehen habe. Daher die Frage nach dem gesunden Mass. Der Kleine sucht mich nach einer Weile, es reicht aber mich kurz zu drücken und schon ist er wieder weg.
Hallo, es ist schwer, für solche zutiefst psychologischen Vorgänge im Menschen ein gesundes Maß zu finden. Denn erstens ist jeder Mensch unterschiedlich in seinen Ansprüchen und Verallgemeinerung kaum möglich. Zweitens sind solche Vorgänge auch von Tagesformen abhängig und damit ziemlich wandlungsfähig. Wird ein Kind z.B. krank, ist es auf einmal wieder viel anhänglicher als sonst. Oder gibt es einen Konflikt mit dem Loslösungsvorbild, braucht das Kind wieder seine primäre Bezugsperson. Eigentlich kann man nur das feststellbare Wohlbefinden des betroffenen Kindes als Maßstab nehmen für das, was für es richtig ist. Dazu kommt, dass auch die Mutter Zuversicht ausstrahlen muss, dass die Loslösung funktioniert, und nicht selber unter dem scheinbaren Verlust leidet. So etwas spüren die Kinder, manchmal noch vor der Mutter selbst. Solange Sie sich für Ihren Sohn wirklich nur bereithalten und ihn nicht ständig versuchen, an sich zu ziehen, glucken Sie jedenfalls nicht. Viele Grüße
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