Mitglied inaktiv
Lieber Dr. Posth,mein Sohn (fast 1 J) lässt sich motorisch Zeit und ist deswegen eigentlich in jeder U aufgefallen.Obwohl ich vorher schon immer gefragt hatte,ob man nicht allmählich sanft eingreifen sollte,wurde ich immer vertröstet.Jetzt nach der U6 ist er schon deutlich zurückgefallen.Robbt nicht,krabbelt nicht,kann sich nicht selbstständig aufsetzen,zieht sich höchstens bis auf die Knie am Bett hoch.Nun bekommt er KG,die allerdings für ihn sehr sehr anstrengend ist,schreit eigentl nur.Ich halte mich zu Hause nicht 100% an die Vorgaben der Physioth.,da er sonst auch nur schreien würde und ich Angst um das Vertrauensverh. des Kleinen zu mir hätte (nie schreien gelassen)!Ich versuche es spielerisch,durch Anleitung,viel üben,schwimmen.Er macht auch schon tolle Fortschritte.Mache ich mir zu viele Gedanken um eine mögliche Belastung des Vertrauensverh.?Er soll es natürlich lernen,über die Erfolge freut er sich auch,aber muss es die "harte Tour" sein?Es wäre doch völlig verwirrt.Danke!!
Hallo, ja, Sie haben recht, das Kind versteht überhaupt, warum mit ihm so etwas gemacht wird. Die sichere Bindung kann natürlich leiden, aber das wird bei der Säuglingsgymnastik auf entwicklungsphysiologischer Basis kaum beachtet. Notorisch kommt das Argument, die motorische Entwicklung ist wichtiger als alles andere. Aber das Ehepaar Bobath hat sich seinerzeit in Großbritannien doch Gedanken dazu gemacht, die zu einer etwas anders gearteten Therapie geführt hat, als sie von Voyta in Leben gerufen worden ist. Seitdem konkurrieren beide Methoden miteinander bis zu weltanschaulichen Auseinandersetzungen. Nie konnte aber bewiesen werden welche Methode nun die erfolgversprechendere von beiden ist. Sprechen Sie also die Physiotherapeutin auf die Bobath-Methode an. Viele Grüße
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