Charlie+Lola
Hallo,meine Tochter hatte in der Kigaeingewöhnung(ab 3 Jahre) erhebliche Schwierigkeiten, war auch zwischendurch über 3 Monate zu Hause. Jetzt mit fast 7 Schule, im Unterreicht keine Probleme, soweit zu Hause auch nicht außer das sie ganz stark Rituale vermehrt einfordert. Alles muß genau gleich ablaufen(gleicheWorte/Handlungen,wenn was anders ist weinte sie), kommt mit neuen Situationen in der Schule gut klar aber nicht wenn wir dabei sind. Sie mag uns auch nicht in der Schule haben.Weint schnell bei uns, in der Schule nicht.Nur morgens macht ihr das Aufstellen Probleme(weint will nicht von mir weg,manchmal geht es auch ohne Probleme) wenn ich sie der Lehrerin übergebe, geht es.Sollte ich nochmal Hilfe vor Ort einholen? oder ist es üblich das "sowas" einfach noch mal hochkommt und legt sich das auch von alleine? Lehrerin geht gut auf sie ein,mit ihr werde ich jetzt erst mal ein Gespräch suchen. Danke schonmal vorab für ihre Einschätzung, C&L
Hallo, auch wenn es nicht gleich klar ersichtlich ist, es handelt sich bei Ihrer Tochter um eine versteckte Form der Schulphobie. Die Schulphobie ist Folge einer nicht bewältigten Trennungsangst im Kleinkindalter. Am häufigsten werden harte Ablösungen im Ki-ga Ursache dafür sein. Ihre Tochter hat es nun gelernt, ein vermeidende Haltung einzunehmen (wir war seinerzeit das Bindungsmuster?) und klammert ihre Gefühle in der Schhule selbst dann aus. Damit kann sie leichter leben. Aber der Moment der Trennung von Ihnen auf dem Schulhof am Morgen, der ist nicht zu vermeiden. Ihrer Tochter hilft dann die direkte Übergabe an die Lehrerin, die offenbar schon einen Ersatzbezugsperson-Status für sie besitzt. Darauf können Sie jetzt bauen und sich mit der Lehrerin besprechen. Garantieren Sie Ihrer Tochter zunächst einmal, sie immer nur an die Lehrerin dirket zu übergeben, die sie von mir aus auch am Anfang an die Hand nehmen darf. Ihre Tochter sollte dann die Zunahme von Distanzierungsmaßnahmen entscheiden. Also Sie warten noch, bis alle Kinder im Schulgebäude sind. Dann geht Ihre Tochter in der Gruppe mit und Sie warten. Dann geht Ihre Tochter vom Parkplatz(?) unter Blickkontakt zum Schulgebäude usw. Warten Sie mit jedem Schritt so lange, bis Ihre Tochter das Signal für den nächsten gibt, den Sie Ihr ankündigen. Würde man jetzt die Trennung Ihrer Tochter von Ihnen erneut erzwingen, käme wieder nur eine vermeidende Haltung zustande oder sogar eine Totalverweigerung. Dann wird es richtig schwierig und die Belastung für das spätere Leben wäre unvermeidbar. Viele Grüße
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