Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Posth, unser Sohn (2,5) ist seit dem KiGa ein kleiner Rüpel. Er war vorher 1,5 Jahre bei einer TaMu und seit September im KiGa. Die Eingewöhnung verlief bestens und auch so gibt es keine Probleme. Er spricht absolut gut und hat sofort große Kinder als Freunde gewinnen können. Leider ist sein liebstes Wort „Kacker“. Alles und jeden benennt er so. Beim Einkaufen ist es schon mal ziemlich peinlich und es nervt auch. Wir versuchen ihm klar zu machen, dass es nicht schön ist und dass es uns ärgert – aber es hilft alles nichts. Wir sind uns auch einig, dass er auch gar nicht versteht, was er da sagt. Wie verhält man sich hier richtig? Wenn wir ihm sagen, dass es nicht schön ist, kommt hinterher ein böser Papa oder böse Mama. Da wir hier traurig und sauer reagieren, kommt er meist nach kurzer Zeit und entschuldigt sich. Häufig versuchen wir das Ganze und auch ihn zu ignorieren, denn das trifft ihn dann schon. Danke für Ihre Antwort & viele Grüße, Kati
Liebe Kati, sobald Eltern ihr Kind in die Kinderkrippe oder in die Ki-ta geben, fängt der Einfluss diurch die Gruppe und die außerhäusige Erziehung an. Das eine geht eben nicht ohne das andere. Und in den Gruppe, in denen auch größere Kinder sind, werden Schimpfworte gerne provokativ eingesetzt. Worte können Macht ausüben. Ihr kleiner Sohn weiß zwar nicht, was er sagt, lässt sich aber gerne wie jedes andere Kind auch beeinflussen. Er spürt, dass er mit diesen Worten ein Verhalten bei den anderen Menschen aulöst. Das genügt ihm. Je stärker Sie nun reagieren, desto häufiger setzt er dieses Wort ein. Folglich reagieren Sie am besten überhaupt nicht. Oder sie sagen wie gelangweilt. "das ist ein blödes Wort, kennst du keine schöneren?" Mit Induktion (s. gezielter Suchlauf) können Sie vorläufig noch nicht soviel ausrichten. Viele Grüße
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