Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Posth, mein Sohn ( 1 Jahr 2 Mon.) soll mit 1.5 Jahren in den Kindergarten kommen (6 Stunden pro Tag). Ich bin mir nicht sicher, ob das zu früh ist, aber ich muss dann leider in meinem Job wenigstens Teilzeit arbeiten, um nicht ganz den Anschluß zu verpassen. Schließlich muss ich für unseren Lebensunterhalt alleine sorgen. Kann er Schaden nehmen? Vielen Dank für Ihre Antwort! Tana
Liebe Tana, s. erst einmal letzte Frage.
Mitglied inaktiv
Hallo, es gibt Leute und Ärzte und Psychologen die sind der althergebrachten Meinung, daß ein Kind mindestens 3 Jahre zu Hause betreut werden sollte. Dr. posth scheint mir eher dieser Fraktion anzugehören. Es gibt seit tausenden von Jahren Familien, die keine andere Möglichkeit haben. Meine rein persönliche Meinung (oh jetzt fressen mich sicher ein paar auf) daß "Fremdbetreuung" die natürlichste Form der Erziehung ist. Oder wie regelt das die Mutter der dritten Welt mit 6-10 Kindern? Eines der älteren (oft selber keine 10 Jahre alt) paßt mehr oder minder auf die jüngeren auf, bzw. die Nachbarin, bzw. die Oma oder sogar gar keiner. Die Erzieherin ist nach einer entsprechenden Eingewöhnung dem Kind gegenüber nicht fremder als die Oma oder der Papa. In Krippen gibt es 2 Erzieherinnen auf max. 12 Kinder (sind eh nie alle anwesend wegen Krankheit und Urlaub) - also 1:6. Eine Erzieherin muß kaum Hausarbeit nebenher erledigen (kein Bügeln, Wäsche waschen, kein Kochen). Somit eine Quote die viel besser ist als wenn eine 100prozentige Hausfrau sich um ihre Großfamilie kümmert. Ich habe allerdings noch nie einen Arzt oder Psychologen gehört, der meinte es würde den Kindern schaden, wenn sie mehrere Geschwister haben. Ganz im Gegenteil. Außerdem ist eine Erzieherin eine Fachfrau - ganz im Gegesatz zu Dir oder mir. Ich persönlich verstehe also die Meinung vieler Leute überhaupt nicht und finde sie (wenn man mal wieder die Situation vieler Naturvölker heranzieht, die wahscheinlich die natürlichste Form der Erziehung seit tausenden von Jahren praktizieren) geradezu unlogisch. Wenn man "meine Theorie" weiterspinnt, müßte man sogar davon ausgehen, daß die Kinder eher Schaden nehmen als einen Nutzen davon ziehen, wenn sie 3 oder sogar 4 Jahre mit einer einzigen Hauptbezugsperson leben. Meine Erfahrung ist allerdings, daß die Erziehungssituation irrelevant ist, sondern lediglich die Zufriedenheit der Eltern zählt. Sind die Eltern mit ihrer Situation zufrieden (wie auch immer diese aussehen mag), dann sind es die Kinder meistens auch. Es nützt überhaupt nichts, wenn eine Muter arbeitet und ihr Kind in eine gute Einrichtung gibt, wenn sie dabei todunglücklich ist. Es nützt auch nichts wenn eine Mutter auf Druck der Umgebung ihren Job aufgibt und zu Hause entnervt und mit Depressionen versucht ihr Kind zu bereuuen. ich kann Dir also nur raten - gehe in Dich was DU für DICH gut hälst. Und achte bei "Fremdbetreuung" auf eine langsame Eingewöhnung - falls Du bei dieser Lösung bleibst. EIngewöhnung bei einem 1-3 jährigen dauert normalerweise 2-4 WOchen( je nach Kind und auftretenden Krankheiten). Kinder werden am anfang eher häufig krank (durch den Kontakt mit vielen anderen Personen und somit Erregern). Meine Tochter ist 8 Monate von mir, 6 Monate von meinem Mann und seit dem 13. LM (während mein Mann noch 1 Monat zu Hause was für die Eingewöhnung) in der Krippe. Zu Hause genießt sie die Vorteile eines (noch) Einzelkindes, in der Krippe (inzwischen Kindergarten) die Vorteile einer Großfamilie. Selbst der skeptischste Freund der Familie mujßte zugegeben "daß das Kind seltsamerweise keinen Schaden genommen hat" (ich habe da aber sehr lachen müssen). Alles Gute bei Deiner Entscheidung - so weit es überhaupt bei Dir liegt. Servus Karin
Mitglied inaktiv
Also mein kleiner kommt im Juni zur Welt und wird nach einen Jahr ganztags in die Krippe kommen. Heutzutage muss der Mann schon sehr viel Geld verdienen, wenn eine Frau 3 Jahre zu Hause bleiben will. Und dann finde ich, das Kinder auch andere Kinder zum Spielen brauchen und haben möchte und nicht immer nur die Mama um sich rum. Also ich finde es gut.
Mitglied inaktiv
Hallo, ich bin eher der Meinung, daß ein Kind nicht zu früh in Fremdbetreuung gegeben werden sollte. Ich werde meinen Sohn wohl nicht vor seinem 3. Geburtstag "allein" weggeben. Das heißt aber doch nicht daß er nur bei mir ist, er hat zum Glück noch einige andere "engere" Bezugspersonen, zu denen er gerne geht, allerdings fragt er nach einiger zeit nach mir und sucht meine Anwesenheit um sich dann wieder zu entfernen. Ich denke um wirklich loslassen zu können braucht er dringend diesen Rückhalt, das ich für ihn da bin wenn er mich braucht. Wenn er reif für "mehr" ist, werde ich das sicher merken. Allerdings sind diese person auch seit seiner geburt bei ihm, anders als eine Erzieherin. Und das ist auch bei Naturvölkern der Punkt, diese anderen Bezugsperson sind von Anfang an dabei. Aber die Kinder sind da ja auch recht unterschiedlich. Mach was das beste für DEIN KIND ist, sie sind doch nur so kurz so klein. Was sind schon 2-3 Jahre im Vergleich zu einem Leben. LG SAndy
Mitglied inaktiv
Hallo, also meine Kleine wird im Juli ein Jahr und kommt im Mai zu Eingewöhnung in die Krippe. Ich kann es mir nicht leisten zu Hause zu bleiben. Natürlich gibt es da Vorteile, wenn man sie leicht doasiert über Jahre an Fremde gewöhnt. Nur wer kann sich das leisten NUR AN DAS KIND zu denken. Was nützt es, wenn es immer bei Mama ist und der Kühlschrank irgendwann leer ist??? Du mußt alles abwägen. Wenn Du so klar kommen würdest, kannst Du Dir ja noch Zeit lassen. Brauchst Du mehr Geld um Euch was zu gönnen, dann geh arbeiten. Geld regiert heute eben erst recht die Welt. Es ist leider so.Dein Kind wird es schaffen, wie viele Tausend andere auch. Meist haben die Mütter eher ein Problem mit dem weggeben. Du wirst Dich schon richtig entscheiden!!! LG Kati
Mitglied inaktiv
Hallo Minni, ja, da hast du schon recht mit dem geld und das ist schon schade daß man aufgrund dessen nicht so kann wie man gerne möchte. Ich bin immer wieder sehr dankbar daß ich in der glücklichen Lage bin das so regeln zu können wie ich es möchte. LG Sandy
Mitglied inaktiv
Vielen Dank für eure Beiträge. Es ist ja eine bunte Meinungsmischung. Auf jedenfall werde ich mir viel Zeit für die Eingewöhnung nehmen, denn ich denke, es ist für die Kinder sehr wichtig, sich nicht ohnmächtig und ausgeliefert zu fühlen. Ich möchte ihm den Anfang in fremden Händen so angenehm wie möglich gestalten und habe mir fest vorgenommen, dass wir es ohne Tränen schaffen (damit meine ich auch mich ;-) Danke nochmal :-) Tana
Mitglied inaktiv
Ja, bin ich. Hab mich nur mit den Überschriften vertan, weil ich in Gedanken schon beim Kindergarten war :-)
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