Löwenmutterr
Hallo, meine Tochter ist 3 und wir starten nun erstmalig mit dem Kindergarten, halbtags. Ein erster Kennenlernbesuch hat gemeinsam stattgefunden. Dort habe ich das Regelwerk der Kindergartengruppe kennen gelernt. Ich habe verstanden, dass das Ziel von Erziehern wohl eher die ,,Händelbarkeit" einer Horde von 20 Kindern ist. Diese Regeln finde ich zu anspruchsvoll : Im 15-minütigen Morgenkreis und in der direkt darauf folgenden 20-mimütigen Frühstückspause ruhig sitzen (die Kinder wurden immer wieder angeranzt, dass sie nicht zappeln oder sich weg bewegen sollen). Zweitens, sie sollen bei der Frühstückspause nicht albernes Zeug reden. Das hat mich innerlich sehr erschrocken. Tatsächlich haben aber auch die 4- oder 5-Jährigen, also die schon länger da sind, die Regeln immer wieder gebrochen. Was mich einerseits beruhigt hat. Denn ich glaube, dass es sich um kaum schaffbare Vorgaben handelt und sie ein Kind in dem Alter überfordern. Ich frage mich: Können solche Regeln einer fröhlichen freien Kinderseele schaden? Ich habe Angst, dass diese Vorgehensweise mein Kind einschüchtern könnte und ihr aktives Naturell sich nicht weiter entfalten kann. Was sagen Sie dazu?
Guten Tag, was Sie beschreiben, hört sich nicht nach einer guten Athmosphäre im Kiga an. Es klingt aber durch, dass zwar viel geschimpft wird, die Kinder das es nicht so ernst nehmen. Sonst hätten die Älteren ihr Verhalten vermutlich schon angepasst. Natürlich ist häufiges "Anranzen" nicht schön für ein Kind, aber auch Dreijährige können schon sehr gut differenzieren. Der Kiga ist für Ihre Tochter emotional nicht so nah wie Sie als Eltern. Zuhause wäre diese Athmosphäre sicher belastend, aber in der Kindergruppe muss das bei Ihrer Tochter nicht so ankommen. Vielleicht können Sie sich bei anderen Kigaeltern erkundigen, ob es dort immer so zugeht. Zur Zeit gibt es ja in Kindergärten häufig großen Personalmangel, so dass die Erzieher/innen wohl oft nur versuchen können, den Betrieb notdürftig aufrecht zu erhalten. Wenn Sie auf den Kigaplatz angewiesen sind und keinen anderen Platz haben, können Sie Ihre Tochter vermutlich nur einfühlsam begleiten und das Geschehen beobachten. Dann können Sie immer noch das Gespräch mit den Erzieher/innen suchen. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes
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