Mitglied inaktiv
Guten Morgen und danke für die Antwort von letzter Woche. Mein Sohn (jetzt 2 J) geht seit August für max 4 Std in die KITA. Eingewöhnung holprig, zweiter Versuch auf mein Drängen besser, aber es hat lange gedauert, bis ich ihn nicht klammernd und weinend zurücklassen musste. Eine Zeit lang nahm er mir das übel, schaute kurz weg wenn ich ihn abholte und war zuHause sehr wütend. Seit kurz vor Weihnachten wieder morgens weinen. Leider durch SChichtdienst KITA morgens in Bringphase wechselnde Erz. da. Wenn ich ihn abhole, ist er übermüdet (sh andere Frage), aber gut gelaunt. Nur mache ich mir Vorwürfe, weil ich ihn weinend und oft an mich klammernd zurücklassen muss. Die Erzieherinnen sagen, solle mich schneller verabschieden. Was ist richtig? Ich muss dazu sagen, bin alleinerziehend, habe ein aufgeschlossenes Kind, das sich im Privaten auch anderen Menschen gerne zuwendet, wenn ich dabei bin. Vielen Dank schon einmal.
Hallo, es ist ein bislang ungelöstes Problem zwischen Psychologie und Pädagogik, wie man mit der Ki-ga-aufnahme von U3-jährigen vorzugehen hat. Die Pädagogik hatte dafür kein Konzept, muss es jetzt aber (meist ohne zusätzliche Mittel) durchführen. Die Entwicklungspsychologie hat dagegen ein Konzept, das aber umfangreich und anstrengend ist, nämlich die sanfte Ablösung (s. gezielter Suchlauf). Das hängt damit zusammen, dass die Kinderpsychologie immer das ganze Kind sehen muss und nicht nur den Einzelaspekt des "Übergangs". Denn die Auswirkungen der "Zwangsanpassung" betreffen dann das Kind zu Hause und seine weitere psychosoziale Entwicklung und damit vor allem die Eltern. In der Einrichtung aber ordnet sich das Kind unter, und das reicht scheinbar der Pädagogik. Aus dem Gesagten leitet sich ab, dass eine Mutter ihr Kleinkind erst dann in der Einrichtung alleine lassen kann, wenn es ohne Angst und mit offenkundiger Freude dorthin geht. Viele Grüße
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