Mitglied inaktiv
Lieber Herr Dr. Posth, da unser Termin bei Ihnen verschoben wurde, bitte ich Sie hier um einen Rat. Nachdem unsere Tochter (4 a 2 m) ja beim ersten Versuch, in den Kindergarten zu gehen, daran gescheitert ist, dass der Kindergarten nach 11 Tagen meinte, das genüge für eine sanfte Eingewöhnung, weicht sie auch jetzt noch nicht von meiner Seite. (nach 2 Monaten) Mit dem Vater allein zu bleiben ist immer noch unmöglich. Die Psychologin (drei Mal zur Anamnese) ist der Meinung, wir müssten dennoch so schnell wie möglich einen Kindergartenplatz finden und es dieses Mal mit wirklich sanfter Eingewöhnung versuchen. Sonst würde unsere Tochter in 2 Jahren den Schuleintritt nicht schaffen. Da sie jetzt schon alles in nur 2 Jahren nachholen müsste, was andere in 6 Jahren lernen (v.a. Sozialisation). Unsere T. mag andere Kinder einfach nicht. Evtl. hat sie das von meinem Mann geerbt. Halten Sie einen KiGa-Besuch auch für so dringend erforderlich, dass sie JETZT starten sollte? Danke!!
Hallo, im Prinzip hat die Psychologin, die Ihre Tochter untersucht und beobachtet hat, wohl recht, nur das mit der Rechnung von 2 auf 6 Jahre stimmt nicht. Es wäre sicher gut, wenn Ihre Tochter jetzt zügig in den Ki-ga käme, aber ein Kind, das Trennungsangst hat, braucht unbedingt eine viel längere Zeit der Ablösung. In meinem neuen Buch erkläre ich, wie ich mir die Überwindung von Trennungsangst auf den Gruundlagen der Tiefenpsychologie und Psychodynamik vorstelle. Aber auch hier im Forum habe ich schon immer wieder die einzelnen Schritte den Eltern erklärt (Stichwort Trennungsangst im gezielten Suchlauf). Gibt es denn für Ihre Tochter die Möglichkeit eines Starts in einem anderen Ki-ga mit fortschritllicherem Eingewöhnungskonzept? Viele Grüße
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