Aurora1979
Hallo Hr. Dr. Posth, ich beziehe mich auf og Posting wg der Kiga Eingewöhnung unseres Sohnes, gerade 3, mit 4 Wochen altem Geschwisterkind. Unser Sohn ist wg. der Geburt des Bruders noch "sehr von der Rolle" u. weist derzeit verstärkt regressive u. agressive Verhaltensweisen auf. u.a. beissen, schlagen, wenn ich das Baby auf dem Arm habe, nächtl. Einnässen etc. Will nach wie vor nicht in den Kiga, starke Ablehnung. Ohnehin eher sensibles Kind, tastet sich schwer an Gruppen ran. Beziehe verstärkt Vater und Oma ein, unternehme auch mal was alleine mit ihm. Gehen 3 mal pro Woche in Kindergruppe und sichern Kontakt zu Kindern. Kinderarzt hat uns geraten, trotzdem den Kiga zu forcieren (Sohn "klammere" nur). Ich denke, wir brauchen hier noch Geduld, Zeitpunkt passt mE nicht, möchte Sohn nicht überfordern und Vertrauen riskieren. Kiga vermutlich nur bis Januar aufschiebbar -wenn überhaupt- sonst wäre Platz weg. Wie beurteilen Sie die Situation ?Lieben Dank!!
Hallo, Sie empfinden ihre momentane Situation vollkommen richtig und wenn Sie den Ki-ga-eintritt noch bis zum Jahresende aufschieben könne, dass tut das Ihrem Sohn sicherlich gut. bis dahin hat er die Geburt seines Bruders ein wenig "verdaut" sprich akzeptiert, und es gibt in seinem Kopf nicht mehr so eine starke Kollision zwischen Geschwisterchen und Ki-ga-beginn. so etwas ist psychologisch immer problematisch. Mit "Klammern" hat das überhaupt nichts zu tun. Das ist Laienpsychologie. Aber sie können neben der freien Kindergruppe immer mal wieder Besuche im Ki-ga stattfinden lassen, damit er sich an die örtlichen und personalen Verhältnisse dort schon ein bisschen gewöhnt. Das müssten Ihnen die Erzieherinnen eigentlich gestatten. Viele Grüße
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