Mitglied inaktiv
S.g.Hr.Dr.Posth M. Mann ist z.Zt. noch immer depressiv u. ich merke, wie Sohn meinen Vater als 1.Ersatzbez.pers. angenommen hat. Da das Leben zu Hause sehr schlecht möglich ist, bin ich den Tag über bei meinen Eltern.(wohnen nebenan). Mein Mann kann sich mit letzter Kraft aufraffen, unsere Existenz zu retten u. sich auf Sohn nicht einlassen. Spielt nur kurz m. ihm u. ist in Gedanken ständig bei sich u. den Sorgen. Ehe steht dadurch leider auch auf dem Spiel. Nun schläft Sohn manchmal sehr schlecht oder sieht aus dem Fenster u. zeigt in Richtung d. Großeltern. Manchmal gehe ich dann rüber, dass Opa ihn "müde spielt". Ist es okay, wenn ich so oft bei meinen Eltern bin. Habe bereits alles versucht, meinen Mann mit einzubinden u. habe keine Kraft mehr, zu kämpfen. Mache ich es mir zu leicht u. schade ich unserem Sohn. Kann Vater später noch akzeptiert werden? Soll ich "hart" bleiben u. an manchen Abenden nicht mehr zu Opa rüber. (kommt alle 4-5 Tage mal vor.). Wie am Besten handhaben?
Hallo, vielleicht sollten Sie auch einmal mit dem Psychothrapeuten Ihres Manns sprechen, wie er die Situation sieht und welche Belastung er seinem Patienten zutraut. Mit medikamentöser Unterstützung könnte es ja mit der Zeit wieder gehen, und für Ihren Mann wäre es eine große Bestärkung, ganz ins Leben zurückzukehren, wenn er sieht, dass sein Sohn ihn braucht. Vorher aber ist es für einen depressiven Menschen besser, von Aufgaben und Pflichten entbunden zu sein, und sich ganz auf die innere Stärkung zu konzentrieren. In dieser Zeit kann der Großvater gute Dienste leisten. Insofern ist es richtig, wie Sie derzeit vorgehen. vorerst bleibt der Großvater Ersatzbezugsperson, darüber brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen. Ihr Mann wird schnell wieder Loslösungsvorbild werden, wenn er sich in seinen Stimmungen besser fühlt. Viele Grüße
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