Katl1506
S. g. H. Dr. Posth! Meine To. (7 Monate) fremdelt seit einigen Wochen.Wir akzeptieren ihre Gefühle immer,zumal es auch hin und wieder den Papa trifft,d.h. ich bin immer parat wenn sie zu mir als Hauptbezugsperson möchte.Habe sie in dieser Hinsicht wirklich noch nie enttäuscht oder gezwungen,bei einer ihr fremden Person z.B. auf dem Arm zu bleiben.Im Gegenteil,gebe sie nicht aus der Hand,wenn sie skeptisch guckt und sich an mir festhält.Jetzt zu meiner Frage.Ich bin tagsüber immer allein mit ihr zu Hause.Bis vor einiger Zeit hat sie im Laufgitter oder auf einer Spieldecke 2 bis 3 Mal am Tag ca. 10 bis 15 min allein gespielt.Dabei war es egal ob ich daneben sitze oder auch mal aus dem Zimmer gegangen bin u etwas im Haushalt erledigt habe.Seit ihrer "Fremdelei" ist das schlagartig vorbei,sie fängt sobald ich aufstehe u raus gehe ein herzzerreißendes Geschrei an u beruhigt sich erst wenn ich wieder da bin.Gehört dieses Verhalten zum Fremdeln?Mach ich etwas falsch?Vielen Dank!
Hallo, ja, das gehört zum Fremdeln dazu, denn Fremdeln bedeutet Angst, und zwar Angst vor einer nicht vertrauten Person oder in einer nicht vertrauten Umgebung. Angst löst beim Säugling aber eine Fluchtimpuls aus, der auf die Mutter als primärer Bezugsperson gerichtet ist. Bis etwa zu einem halben Jahr war ihrer Tochter dieses Erleben noch nicht bewusst und so verhielt sie sich scheinbar gleichgültig, wenn Sie außer Sichtweite gerieten. Jetzt aber ist ein geistiger Sprung eingetreten und Ihre Tochter registriert auf einmal genau, wo Sie hingehen. Fremdeln ist also ein geistiger Fortschritt und der emotionale Beweis der eingegangenen Bindung. Zugegeben nicht alle Kinder reagieren gleich ängstlich. Ein bisschen Veranlagung kommt dazu. Aber das Fremdeln lässt wieder nach, wenn das Kind verstanden hat, dass die Mutter zuverlässig ist und es beschützt. Viele Grüße
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