Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Fremdbetreuung: morgendliches Weinen / Wechsel

Frage: Fremdbetreuung: morgendliches Weinen / Wechsel

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Nach wie vor, weint mein Sohn morgens öfters, wenn ich ihn zur Tagesmutter gebe und sieht schon sehr traurig aus. Auf Nachfrage möchte er nicht zur Tagesmutter. (Bei Oma ist alles gut - geht gerne und freiwillig hin.) Wenn ich ihn nachmittags abhole, freut er sich ganz doll, aber zeigt mir auch sofort mit was er gerade gespielt oder was er gerade entdeckt hat. Er lacht die Tagesmutter an, ist nicht abweisend. Dieses Verhalten stimmt mich wieder positiv, aber wie gehe ich mit seinem morgendlichem Weinen um? Im Herbst 2012 kommt er in einen Waldkindergarten und dann nehme ich mir alle Zeit der welt, die er für die Eingewöhnung benötigt (mit AG schon abgesprochen). Ist es ratsam für ihn, zwischen dem Betreuungswechsel eine Pause zu machen und ihn z.B. 1 oder 2 monate nur von Oma betreuen zu lassen? Jetzt 20 M. sensibel, offen, neugierig, Mama fixiert, kuschelig, Tagesmutter mit 9 Monaten - aber zu früh für ihn, aber musste arbeiten. DANKE


Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, mit 9 Monaten zur Tagesmutter ist schon eine große Herausforderung für so ein kleines Kind. Gab es denn da eine sanfte Ablösung? Man muss ja bedenken, dass die Kinder in diesem Alter noch nicht einmal die Loslösung über den Vater begonnen haben. So kommt für die Tagesmutter eigentlich nur der Status der Ersatzbezugsperson infrage, den auch die Großmutter hat. Offenbar ist das aber nicht richtig gelungen. Kann denn die Tagesmutter Ihren Sohn wirklich trösten und beruhigen? Das wäre wünschenswert, wenn schon der Abschied mit der Trennung von Ihnen nicht ohne Tränen abgeht. Nur, wenn Sie unbedingt mit arbeiten gehen müssen, können Sie ja den Zustand gar nicht ändern. Im kommenden Sommer wäre eine Pause zwischen TM und Ki-ga sicher gut zur inneren Stabilisation ihres Sohnes. Viele Grüße


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