Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Posth, erst einmal vielen Dank für Ihre Arbeit in diesem Forum hier. Mein Baby hat sich nach einer etwas anstrengenden (ist natürlich relativ) Anfangsphase zu einem sehr fröhlichem gesundem Kleinkind entwickelt (ganz viel Tragen und Kuscheln, nie schreien lassen). Jetzt ist sie 14 Monate alt und in letzter Zeit gab es einige wenige Ereignisse, die mich doch ein bisschen erschreckt haben. Zum Einen ist da ihre Angst vor Insekten - ich wollte eigentlich darauf achten, dass ich ihr keine unbegründete Furcht vor Krabbeltierchen (Spinnen) oder anderen kleinen Viechern "anerziehe" - aber jetzt muss ich feststellen, dass diese Angst offenbar doch "angeboren" ist!? Demletzt erschreckte sie sich so sehr vor einer Libelle (die zugegebenermaßen recht laut durch die Wohnung schwirrte), dass sie am ganzen Körper zitterte und nicht weinte, sondern eher herzzerreissend wimmerte. Ich wüsste nicht, dass sie schon mal schlechte Erfahrungen mit Insekten gemacht hat, im Gegenteil, ich zeige ihr die "Krabbeltierchen" und sage ihr, dass man diese ganz zart behandeln muss. Bei der Libelle habe ich sie auf den Arm genommen und sie gemeinsam mit ihr weiterbeobachtet, es dauerte jedoch eine ganze Weile, bis sie sich beruhigt hatte - ist das richtig so? In letzter Zeit hatte sie gelegentlich merkwürdige "Tobsuchtsanfälle" (so stellt es sich zumindest dar), denen ich absolut nicht auf den Grund gehen konnte. Das Einzige, was mir auffiel, ist, dass diese Wut auf "ich-weiß-nicht-was" nach ihrem Mittagsschlaf (sie ist jeweils von selbst aufgewacht) auftrat. Gestern warf sie unter lautem Gebrüll ihr Essen vom Tisch und wenn sie wütend ist, dann beisst sie mit voller Kraft in den nächst besten Gegenstand - oder auch mal in meinen Finger. Wie kann ich hier nur angemessen reagieren, wenn ich noch nicht mal herausfinden kann, was eigentlich der Auslöser für eine solche Wut ist? Es irritiert mich ausserdem, dass diese Ausbrüche irgendwie gar nicht zu ihrem Charakter zu passen scheinen. Beginnt bei meiner Kleinen jetzt etwa schon die Trotzphase? Vielen Dank für Ihre Antwort!
Liebe Charlotte, in meinen Antworten zum Thema Angst und Furcht (Suchlauf!) habe ich erklärt, wie Furcht zustande kommt. Insekten werden grundsätzlich viel leichter als Objekte der Furcht angesehen, als z.B. Pferde, obwohl es das auch gibt. Die Unberechenbarkeit des hinundher schwirrenden Insekts scheint es zu sein, die die Kinder das fürchten lehrt. Wie Sie reagiert haben, ist völlig korrekt. Die "Wutanfälle" gehören bestimmt schon in den Gesamtbereich des Trotzes. Die Situation nach dem Schlaf ist emotional generell instabil, so daß hier solche "unerklärlichen" Anfälle vermehrt auftreten. Sie entbehren jeder Vernunft, so daß man hier über Sinn und Unsinn nicht zu debattieren braucht. Am besten schützt man Kind und Gegenstand vor Schäden und wartet geduldig ab und tröstet vielleicht ein bißchen, wenn das Kind es sich gefallen läßt. Viele Grüße
Ähnliche Fragen
Guten Tag, mein Kind 4 Jahre, hatte heuer sein erstes Kindergartenjahr. Leider hat es sehr lange Zeit kaum etwas über den KG erzählt. Die Eingewöhnung war schwierig, dazu kommt, dass es in den ersten Wochen von zwei verschiedenen Kindern Gewalt erfuhr. Im zweiten Halbjahr fand mein Kind Freunde und wollte zuhause Kindergartenfreunde spielen. Da ...
Sehr geehrte Frau Henkes, mein Sohn ist 17 Monate alt und wurde heute das erste Mal für 4 Std. Durch seine Großeltern betreut. Tatsächlich sehen wir die Großeltern nicht besonders häufig (vielleicht einmal in 3 Wochen). Mein Sohn ist ein sehr aufgeschlossenes Kind und hat bis jetzt so gut wie garnicht gefremdelt. Er ist heute sofort mit den ...
Hallo Frau Henkes, unsere Tochter ist 21 Monate alt und wir kämpfen derzeit mit starken Wutanfällen, von denen ich dachte, dass es normal sei, mittlerweile aber zu zweifeln beginne. Unsere Tochter steckt mitten in der Autonomiephase und weiß ganz genau was sie möchte und was nicht. Leider endet fast alles, was sie nicht möchte in einem Wutan ...
Schönen guten Abend Frau Henkes, unsere 4,5 Jährige Tochter hat seit ein paar Wochen Angst vor Akkus. Es fing damit an, dass sich der Akku ihrer Toniebox entleert hat, während sie sie mit zu ihrer Oma hatte. Die Toniebox sagt dann: "oh oh, mein Akku ist leer, bitte stelle mich auf die Ladestation". Die hatte sie leider nicht dabei. Als ich ...
Schönen guten Abend Frau Henkes, unsere 4,5 Jährige Tochter hat seit ein paar Wochen Angst vor Akkus. Es fing damit an, dass sich der Akku ihrer Toniebox entleert hat, während sie sie mit zu ihrer Oma hatte. Die Toniebox sagt dann: "oh oh, mein Akku ist leer, bitte stelle mich auf die Ladestation". Die hatte sie leider nicht dabei. Als ich ...
Guten Tag Mein Sohn ist 5 Jahre alt. Er hat tagsüber noch eine Windel und bald die u9. Langsam mache ich mir Sorgen. Sobald man nur einen Slip anzieht bewegt er sich nicht mehr, weint bitterlich und verdrückt. Auch wenn man ihn auf die Toilette setzt hat er richtige Angstzustände. Ich begene ihm natürlich weiterhin mit Verständis und setze n ...
Guten Tag, mein Sohn ist drei Jahre und seit September startete er in den Kindergarten. Die Eingewöhnungsphase war schwer, er möchte in der frueh nicht in den Kindergarten, heute wars zum ersten mal anders und er ging lachend in den Kindergarten. Er ist windelfrei seit Anfang Juli und hat keine Pannen mehr zu Hause, geht sowohl aufs Toepchen als a ...
Hallo von einer echt verzweifelten Mama. Meine Tochter wird bald 5 Jahre alt. Seit sie ca 2 ist kann sie ansagen, dass sie groß muss. Mittlerweile kann sie seit ca zwei Jahren komplett über viele Stunden einhalten, wenn es ungeschickt ist (wenn sie bei den Großeltern übernachtet von 17-13.30 Uhr am nächsten Tag zB oder wir tagsüber den ganzen Tag ...
Guten Tag Frau Henkes, weil der Text damit einfacher wird, nenne ich meine Kinder Max und Moritz. Max ist gerade 4 geworden und sein kleiner Bruder Moritz ist 7 Monate alt. Anfangs hat sich Max sehr auf Moritz gefreut, seit das Baby aber da ist, hält er größtmöglichen Abstand. Max hat Moritz aber wirklich lieb und fragt auch immer was Moritz gerad ...
Hallo Frau Henkes, mein Sohn hat Angst vor Schnee, genauer gesagt davor, auf Schnee zu laufen. Wir haben dieses Problem seit Jahren. Er ist mittlerweile vier. Wir haben schon in den letzten Jahren immer wieder versucht, ihm die Angst zu nehmen. Den Schnee untersucht, kindgerechte Videos dazu geschaut, Lieder gesungen, anderen Kindern zugeschaut ...