flip
Meine Tochter (27 Monate) spricht schon sehr viel & gut, aber vertauscht noch "ich" & "du" (auch "mich" "mir" etc.), d.h., wenn sie sagt "Du willst das" meint sie sich und mit "Ich komme" meint sie mich. Sie hatte bisher auch nicht die sog. "Meins-Phase", hängt das zusammen? Und kommt das noch oder ist das irgendwie auffällig? Und wie gehen wir sprachlich am besten mit "ich" & "du" um, wenn sie so spricht? Reagieren wir auf "Du willst eine Banane", indem wir sagen "Nein, ich will keine" oder geben wir ihr eine, weil wir ja wissen, dass sie sich meint und weil sie es irgendwann auch so verstehen wird? Vielen Dank für Ihren Rat, Claudia
Liebe Claudia, es mag einerseits an der noch unzureichenden Sprachentwicklung liegen, andererseits an dem mangelhaften Logikverständnis in diesem Alter, dass "ich" und "du" noch verwechselt werden. Viele Kinder sind offenlichtlich der Auffassung, dass die Anrede "Du" auch eine Namensgebung ist. Aber an der Verwendung desselben Wortes für den jeweils anderen in der allgemeinen Unterhaltung müssen sie erlesen, dass es mit dem Wort etwas anderes auf sich hat, als mit der Bennenung einer Person. Es macht sicher Sinn, bei der Anrede solcher Kinder das "Du" immer mit dem Namen zu versehen und sie beim Sprechen in der 1. Person immer an das "Ich" erinnern. Dasselbe können Sie beim Betrachten von Fotos machen, auf denen das Kind sich selbst erkennt. Sie fragen Ihre Tochter: "wer ist das ?". Sagt sie "du", korrigieren Sie es und nennen ihren Namen. Zeigen Sie ihr eigenes Foto und fragen "wer ist das?", sagt Ihre Tochter "Mama", und Sie antworten "ich". Dann soll Ihre Tochter (was sie wahrscheinlich automatisch macht) die Bilder zeigen, und sie sagen, wenn sie sich selbst wieder "du" nennt´"ich", und bei sich selbst "du". Mit der Zeit wird Ihre Tochter den Unterschied erkennen. Viele Grüße
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