Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Einschlafen

Frage: Einschlafen

Mitglied inaktiv

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Sehr geehrter Dr. Posth, ist es möglich, dass ein erst 4 Monate alter Säugling gegen den Schlaf ankämpft aus Angst vielleicht etwas zu verpassen??? Unser Sohn Luke legt seit ca. 2 Wochen ein regelrechtes Schreikonzert an den Tag, wenn er anfängt müde zu werden. Dabei ist es egal ob es tags oder abends ist. Zu Anfang habe ich gedacht, er wolle vielleicht noch etwas essen, aber dem war nicht so. Er ist so müde, dass ihm die Äuglein fast von alleine zufallen...tun sie das dann, scheint es so, als ob er bemerkt, dass er in den Schlaf fällt und dann geht ein fürchterliches Schreikonzert los. Das dauert nie lange, meist so 20 Minuten. Ich rede dann beruhigend auf ihn ein, wobei er das bei seiner Lautstärke meist gar nicht hört, und irgendwann schläft er dann tief und ruhig. Es hat den Anschein, als sei dies wirklich nur eine "Masche" von ihm, da er ansonsten ein sehr fröhliches Kerlchen ist. Was meinen Sie dazu??? Danke und liebe Grüße, Nicole


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Nicole, der Fehler, den viele begehen, oft wegen falscher Ratschläge, ist der, den kleinen Säugling beim Müdewerden, irgendwo abseits ins Bettchen zu legen und zu meinen, er müsse dort schlafen. Das wird ständig mit der Vokabel Überreizung begündet. Überreizung ist ein geflügeltes Wort in deutschen Kinderstuben geworden. Es gibt aber neurophysiologisch überhaupt keine Beweise für ein solches Geschehen. Was es natürlich gibt, ist das unachtsame oder unerfahrene Mißachten der Müdigkeit eines Säuglings, der dann in so etwas wie Schlafentzug gerät und hypernervös wird. Das sollte man tunlichst vermeiden. Die Erfahrung lehrt es alle Eltern. Aber den müden, einschlafenden Säugling darf man gerade in dieser Phase nicht ablegen oder aus seiner gewohnten Umgebung herausnehmen, es sei denn, es fände dort gerade eine Party statt. Wiegen, schaukeln, herumtragen, anschmiegen sind die geeigneten Handlungen mit einem einschlafenden Säugling. Wenn er dabei schreit, stimmt irgendetwas anderes nicht. Entweder ist man selbst überreizt und will nicht "herumtragen", oder es quälen ihn köperliche Nöte, vom Hunger bis zu den nassen Windeln. 20 Minuten sind schon langes Schreien. Sich in den Schlaf zu schreien ist schlicht ungesund! Ist man selbst mit den Nerven fertig, sollte man sich beizeiten um Hilfe kümmern, v.a. Väter müssen unbedingt einspringen. Oder jemand aus der Familie fährt den Säugling eine Runde im Kinderwagen, etc. Viele Grüße


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Hallo Nicole, meine kleine Tamara ist jetzt 13 Wochen alt und zelebriert dieses schon seit 2-3 Wochen. Seit dem Sie an Ihrer Umwelt mehr teilhaben kann, möchte Sie dieses auch mit allen Mitteln. Sie ist manchmal so Müde, doch sobald ihr dann die Augen zufallen, reißt sie sie sofort wieder auf und schreit auch recht heftig, so nach dem Motto "Was war das denn ich bin doch gar nicht müde". Sie möchte am liebsten den ganzen Tag herumgetragen werden und alles anschauen und unterhalten werden. Ich glaube fast, das unsere Kinder nur zu neugierig sind, bin aber gespannt auf die Antwort von Dr. Posth. Viele liebe Grüße Kerstin


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Hallo, meine Tochter ist jetzt 10 M. und hatte ziemlich genau dasselbe ... Ich hatte damals auch den Eindruck, dass sie zuuuu neugierig und lebenslustig ist. Ich denke, so ähnlich verhält es sich auch. Dazu kommen immer wieder Entwicklungsphasen, die das Schlafverhalten total verändern. Gerade wenn sie anfangen sich zu drehen, zu sitzen oder zu laufen sind sie dann so aufgeregt, dass sie das alles nicht so schnell verarbeiten können. Ich glaube, sie brauchen diese "Quälerei" um richtig müde zu werden und die Erlebnisse und Gefühle auf "ihre Art" zu verdauen. Das geht wieder vorbei, bis es -wegen einem anderen Entwicklungsschritt - wieder anfängt.... Aber das Gute ist .... Man lernt ja dazu und wird zunehmend "cooler" ! Alles Gute Andrea


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Hallo, Yannik (21 Mo.) hatte genau das selbe Problem. Einschlafen ohne Schreien ging überhaupt nicht. Der KA meinte damals, dass zu viele Reize auf einmal auf ihn einwirken, die nicht alle sofort verarbeitet werden können. Und wegen der Überreizung schreien die Kinder. Weiterhin riet er mir, sobald ich die ersten Anzeichen merkte, wenn Yannik müde war - sofort ins Bett. Er konnte nicht von alleine abschalten. Sicher wollen die Kleinen nichts verpassen, da ja alles sooooooooo aufregend ist. Aber ich habe gemerkt, haben Yannik die Augen und die Nase gekrabbelt, habe ich ihn ins Bett geschafft - und Ruhe war. LG yannikmama


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Hallo, Mia ist 5 Monate und bei uns ist es, seit sie ca. 2 Monate ist, genauso. Sie ist hundemüde, reibt sich die Augen, aber wenn ich sie ins Bett lege, fängt sie an zu weinen. Ich lege sie dann trotzdem hin. Allerdings auf die Seite, dann sieht sie nicht mehr so viel und kann auch nicht so wild herumwedeln mit ihren Armen. Dann bekommt sie den Schnulli und ich mache die Spieluhr an. Dann streichel ich ihr noch ein bischen über den Kopf und lasse sie dann allein. Manchmal klappt das und sie schläft ein, manchmal muß ich das ganze auch noch bis zu 5mal wiederholen. Ich nehme sie aber nicht mehr raus. Sie ist ja müde, wenn sie sich die Augen reibt. Auf den Rücken rollt sie sich dann von alleine. Das mache ich seit ca. 2 Monaten immer so, wenn sie müde wird, ob tags oder abends. Bloß nicht zu lange warten, gleich ins Bett, wenn sie die Anzeichen von Müdigkeit zeigt. Vielleicht hilfts bei Euch auch? Schreien lassen tue ich sie nicht...


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