Mitglied inaktiv
Mein 7 1/4 jaehriger Sohn naesst immer noch jede Nacht sein Bett. Tagsueber gibt es keinerlei Probleme mit dem Toilettengang. Eine zeitlang haben wir ihn immer einmal nachts auf die Toilette gebracht, so hatte er manchmal ein Erfolgserlebnis. Unser Kinderarzt meinte jedoch, dass er auf diese Weise nicht trocken wuerde, und hat uns zur Einnahme einer Hormontablette geraten. Ich stehe einer Hormoneinnahme grd sehr kritisch ggue. Meinen Sie, dass das Bettnaessen phsychisch bedingt sein kann? Was raten Sie mir?
Hallo, man geht heute davon aus, dass das verspätete Trockenwerden ein Veranlagungsproblem ist. Mit der Psyche hat das wenig zu tun. Nur bei den Wiedereinnässern im Rahmen einer starken seelischen Belastung ist dieser Rückschluss erlaubt. Das verspätete Trockenwerden ist meistens in der Familie bekannt. Oft wird darüber aber Stillschweigen gewahrt. Es gibt zwei Möglichkeiten, das Problem zu beseitigen. Nach dem 6. Geburtstag ist von der einen oder anderen Möglichkeit Gebrauch zu machen. 1. Ergänzung des Antidiuretischen Hormons (ADH) durch Nasenspray (Tablette nur bei chronischem Schnupfen). 2. "Klingelhose", die heute nur noch eine kleine Einlage für das Unterhöschen ist. Im ersten Fall soll die Niere auf ausreichende Urinreduktion in der Nacht programmiert werden, was in ca. 80% bei ausgetüftelter Behandlung geht. Im zweiten Fall, soll das Erwachen in der Nacht bei voller Blase erzeugt werden. Auch das funktioniert in 80-90% bei richtiger Anwendung. Letzteres vorausgesetzt sind beide Verfahren ungefährlich. Viele Grüße
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