Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Posth, Ich finde weder in Ihrem Archiv, noch bei den Suchmaschinen eine Antwort. Mein Sohn (knapp 19 Mon.) war immer schon ein guter Schläfer.Seit Dez. 09 hat er in der Nacht regelrecht Panik alleine zu sein.Er steht in seinem Bett und schreit (nach ca. 4 Std. Schlaf) Wenn ich zu Ihm gehe und leise rede, legt er sich hin und schläft sofort weiter.Allerdings schaut er nach ein paar Minuten und horcht, ob ich noch da bin.Könnte die ganze Nacht bei Ihm sitzen, dann würde er in seinem Bett schlafen.Nehme ihn jetzt immer mit in unser Bett und da schläft er meist bis zum Morgen durch, mit ein paar "Aufschrecker" dazwischen.Ist es (immer noch) die Wiederannäherungskrise, von der Sie schreiben?Wie lange kann diese dauern? Sein Schlafbedarf hat sich innerh. 1 Wo. sehr verändert.Von Mittags 2-3 Std. sind noch 30 Min. übrig, er ist danach nicht fit, kann aber nicht weiterschlafen, weil ich in dem Moment nicht bei Ihm bin, durchs schreien wird er aber zu wach um weiterzuschlafen.
Hallo, denkbar, dass die Wiederannäherungskrise die Verlustängste bezogen auf die Mutter mit auslöst. In der Nacht wachsen die Ängste aber auch allein schon auf natürliche Weise, denn der Schlaf lässt im Traum alle Ängste erscheinen, die im Menschen ursprünglich drin stecken. Und die Angst, von der Bzugsperson verlassen zu werden, ist eine Grundangst des Menschen. Denn ohne die Bezugsperson ist das Leben des Säuglings und Kleinkindes bedroht. Diese in der Evolution des Menschen begründete Sorge um das eigene Wohl ist u.a. mit der Grund, warum Säuglinge und Kleinkinder im Zimmer bei ihren Eltern schlafen sollten. Was da also bei Ihrem Sohn im Moment passiert, ist so gesehen ganz normal, nur eben etwas gesteigert. Da durch die Sicherheit bei den Eltern beim Kind das Urvertrauen wächst, geben Sie mit Ihrem Verhalten der Entwicklung Ihres Sohnes den richtigen Impuls. Viele Grüße
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