AnneB79
Sehr geehrter Herr Posth, Da sie uns schon einmal das Verhalten unseres Sohnes erklaert haben, wende ich mich erneut an sie. Zur Zeit scheint unser Sohn zu fremdeln, nicht sehr stark, im Schutz unserer Arme entdeckt er die Welt sehr interessiert und nimmt auch Kontakt zu anderen Menschen auf, allerdings moechte er nicht von den Anderen angefasst oder gar getragen werden. Gleichzeitig hierzu hat sich folgendes Verhalten entwickelt: sobald mein Mann oder ich aus dem Zimmer/Tuer gehen, faengt er panisch an zu schreien, auch wenn er uns noch sieht (er ist dabei natuerlich nicht allein, sondern wird vom Vater o. mir gehalten), gleichzeitig erschrickt er aber immer extrem, er zuckt regelrecht zusammen, wenn wir wieder durch die Tuer das Zimmer betreten. Ausserdem darf ich mich keinen Schritt von ihm entfernen. Ist das Verhalten auch mit dem Fremdeln zu erklaeren? Herzlichen Dank fuer Ihre Einschatzung, Anne.
Liebe Anna, es klingt danach, als sei im Rahmen des Durchschreitens der Tür oder überhaupt im Zusammenhang mit der Tür einmal ein stark beängstigendes Erlebnis aufgetreten. Nun ist das Phänomen Tür für Säuglinge und auch noch im 2. Lebensjahr ein bedeutsames. Tür bedeutet Übergang von einem Raum in den anderen, wobei Raum beim Säugling für Weltabschnitt steht. Hier geht ein bekannter Ort zu Ende, dort fängt ein vielleicht ganz neuer an. Menschen verschwinden hinter der Tür und tauchen wieder auf. Für uns Erwachsnen alles banal, weil wir die Aufteilung der Wohnung kennen und auch die Gleichzeitigkeit verschiedener Orte in der Wohnung begreifen. Ein Säugling und ein Kleinkind müssen das alles erst begreifen lernen. So kann Angst entstehen, wenn eine Bindungsperson den Raum verlässt. Der Säugling weiß ja nicht, dass die Person nicht in einem anderen Weltabschnitt verschwindet, sondern vielleicht nach 2 Minuten unverändert wiederkehrt. Anhänglich ältere Säuglinge und junger Kleinkinder krabbeln oder laufen ihrer Bindungsperson hinterher, um zu sehen, wohin sie geht. Das kann Ihr Sohn noch nicht, und so entwickelt er Angst. Das heißt aber auch, dass er überhaupt eher der ängstliche Typ ist. andere Säugling sorgen sich da nicht so sehr. Auch die Intensität des Fremdelns sagt etwas über eine Veranlagung zu Angst aus. Aber mit richtigem Umgang kann man diese Veranlagung schon eine bisschen reduzieren. Viele Grüße
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