Christiane Schuster

Verhalten NACH dem Kindergarten

Antwort von Christiane Schuster

Frage:

Liebe Frau Schuster,

meine Tochter geht nun die 3. Woche in den Kindergarten und es klappt soweit super. Sie geht sehr gern dort hin, freut sich morgens, weint nicht, sondern "schmeißt den Papa raus, damit er arbeiten gehen kann". Und wenn ich sie abhole freut sie sich auch, wenn sie mich sieht.

Die Erzieherinnen meinen, sie wäre noch relativ stark in der Beobachter Rolle - aber sie spielt natürlich auch mit den Kindern, allerdings isst und trinkt sie derzeit noch nichts und auf Toilette geht sie auch nicht. Das holen wir dann nach, wenn ich sie um 12 Uhr abhole. Das klappt gut.

Meine Frage ist allerdings aus dem Bereich "wie gehts nun weiter".
Wenn ich sie abhole, ist sie einerseits hundemüde, aber findet selbst bei 25 Min. Autofahrt nicht zur Ruhe. Manchmal weint sie dann sogar, weiß aber eigentlich nicht warum. Selbst der heißgeliebte Nunu oder ein Kuscheltier helfen nicht, daß sie sich unterwegs entspannt. ICh frage sie nicht aus, sondern lasse sie in Ruhe - sie kommt von allein, wenn sie reden möchte.

Zu Hause essen wir dann gemeinsam Mittag und dann sagt sie sofort "Wollen wir Kindergarten spielen? Du bist Ute, ja?" okay, das mache ich dann auch, weil es scheinbar ihre Art und Weise ist, das Erlebte zu verdauen. Dann machen wir einen Sitzkreis, singen Lieder, dann erzählt sie mir sehr viel "xy war Kreiskind, ich habe mit xy gespielt, mit xy bin ich über den Zebrastreifen gegangen etc.". Das finde ich durchweg positiv, oder?

Aber: sie ist nachmittags sehr weinerlich, ich habe den Eindruck, daß sie so angespannt ist. Sie will fast ausschließlich Kindergarten spielen. Einerseits ist das ja süß, andererseits finde ich es auch ziemlich eintönig (für mich). Möchte aber nicht egoistisch sein, sondern versuche, sie zu unterstützen.

Am Freitag ist dann halt das passiert, was irgendwann klar war: der erste Streit zwischen den Kindern... Ihre Cousine geht dort auch in den Kiga. Sie sehen sich aber immer nur die letzten 30-45 min. auf dem Außengelände. Die 5 1/2 Jährige Cousine wartet schon immer auf meine Tochter... an dem Tag hatte meine Tochter aber keine Lust mit ihr zu spielen, sondern wollte bei ihrer Gruppe bleiben. Da war die Cousine wohl etwas beleidigt und zog ab. Als wir dann gingen wollte sich meine Tochter von ihrer Cousine verabshcieden. Als sie sie drücken wollte, schubste die Cousine sie weg. Da war meine natürlich total traurig und weinte so bitterlich. Alle Tröstversuche schlugen fehl. Die Erz. meinte "so hab ich ihre Tochter ja noch nie erlebt - oh je...". Die ganze Fahrt über weinte sie jämmerlich. Ich denke, weil sie auch einfach müde war...
Ich erklärte ihr halt, was da passiert ist (zu Hause, als dann bißchen Zeit verging) und das war auch okay.

Meine Frage ist halt nur: was kann ich nachmittags mit ihr machen,d amit sie das Erlebte verdaut? Ist es okay, wenn wir täglich Kiga-Spielen (wenn es ihr scheinbar hilft) oder wäre das ein falscher Ansatz? Ich frage sie nicht aus, sondern warte, was sie von sich aus erzählt. Mittags ausruhen will sie sich nicht. Weder mit Hörspiel, noch auf dem Sofa oder sonst wo.

Es ist halt sehr anstrengend, weil man nachmittags nichts mit ihr machen kann. Kein Einkaufen oder sonstige Dinge - weil sie so nölig ist und nur weint, und das ist für mich total anstrengend, weil ich ja auch den Vormittag arbeite und somit nicht Zeit für Einkäufe, Vorkochen, Aufräumen o.ä. habe... klar, ich versuche für sie da zu sein, ich versuche, auf ihre Bedürfnisse einzugehen, verwöhne sie dabei aber nicht (es gibt deshalb also nicht "Geschenke", "Süßes" o.ä.) - sondern einfach ZEIT MIT MAMA.
Aber ist das so okay?

ich bin etwas verunsicher. Vielleicht auch, weil ich eher mit Probleme IM Kiga gerechnet habe und nicht zu Hause.

Schlafen geht sie abends zwischen 19 und 20 Uhr - vorher schläft sie nicht. Und steht 6.30 h auf.

DANKE für die Einschätzung
Mira

von Ayana&Mira am 08.09.2008, 12:31 Uhr

 

Antwort auf:

Verhalten NACH dem Kindergarten

Hallo Mira
Meiner Meinung nach ist es für Ayana besser, sie gleich schon im Auto nach ihren Erlebnissen im Kiga zu fragen, damit sie nicht die Erlebnisse vor ihrem "inneren Auge" revue-passieren lässt und sie in sich "hineinfrißt". Ist erst einmal Alles aus ihr herausgesprudelt, was sie beschäftigt, wird sie hoffentlich offener für einen abwechslungsreichen Nachmittag sein und vielleicht auch mittags genug Ruhe finden, um sich ein Hörspiel anzuhören und "aufzutanken".
Auf die Reaktion warte ich gespannt.-

Liebe Grüße und:-)) bis bald!

von Christiane Schuster am 08.09.2008

Antwort:

Nochmal nachfragen...

... falls Sie natürlich im Auto dann so doll weint, kann ich ja neben dem Fahren nicht wirklich "Trost" spenden, außer das, was ich verbal kann. Wäre es dann ggf. sinnvoll dort mit ihr irgendwo spazieren zu gehen um erstmal alles rauszulassen, oder wäre das übertrieben? Ich berichte sicherlich;-)

von Ayana&Mira am 08.09.2008

Antwort:

Nochmal nachfragen...

Hallo Mira
Trost zu spenden während der Autofahrt wird vermutlich gar nicht nötig sein, wenn Ayana auf ein Nachfragen hin erst mal alles Erlebte "heraussprudelt". Bis zuhause ist dann Ruhe eingekehrt (hoffentlich).
Wie heißt es doch so schön: probieren geht über studieren! Also los!:-))

Liebe, gespannte Grüße und: bis bald!

von Christiane Schuster am 08.09.2008

Antwort:

Nochmal nachfragen...

Hallo Frau Schuster,
nun ja, ich probiere es aus. Wobei die Erzieherin immer meinte "bloß nicht nachfragen - warten, ob sie von sich aus erzählt". Von sich aus erzählt sie erst dann, wenn sie "sitzkreis spielt". Aber ich probier es aus. Probieren geht über studieren und ich berichte dann;-)
LG
Mira

von Ayana&Mira am 08.09.2008

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