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Die 14. Schwangerschaftswoche - 14. SSW

Urlaub mit Babybauch

Sie sind jetzt in der 14. Schwangerschaftswoche (SSW). Zwischen dem 4. und dem 7. Schwangerschaftsmonat ist die optimale Zeit, nochmal in den Urlaub zu fahren. Die Beschwerden der ersten Monate sind vorbei und damit steigen die Unternehmungslust und das Wohlbefinden. Gleichzeitig ist der Bauch in diesen Schwangerschaftswochen noch nicht so groß, dass er Sie stark beeinträchtigt. Sie sollten jedoch einige Dinge beachten: so sollten Sie bei Autofahrten alle zwei Stunden eine Pause machen und die Beine vertreten. Durch die hormonell bedingte Veränderung der Venentätigkeit ist die Gefahr, eine Thrombose, also ein Blutgerinnsel, zu bekommen erhöht. Zusätzlich sollten Sie viel zu trinken und regelmäßig die Blase entleeren, um Harnwegsinfekte zu vermeiden. Wenn Sie mit der Bahn reisen, sollten Sie viel herumlaufen.

Flugreisen, auch Langstreckenflüge, sind normalerweise bis zum 7. Monat unproblema-
tisch, sofern Sie nicht unter hohem Blutdruck leiden und keine Gefahr für eine Fehlgeburt oder Frühgeburt erkennbar ist. Durch die eingeengte Sitzposition ist aber auch hier die Gefahr einer Thrombose gegeben. Versuchen Sie also, möglichst viel aufzustehen, herumzulaufen und Beingymnastik zu machen.

Schwangerschaftswoche 14 Sie sollten einen Urlaub wählen, der Ihnen ausreichend Möglichkeiten zum Entspannen und Kraft schöpfen gibt. Reisen in andere Klimazonen, in Länder mit schlechten hygienischen Bedingungen und Länder mit schlechter ärztlicher Versorgung können für Schwangere sehr anstrengend sein.

Auch Länder, für die Impfungen notwendig sind, sollten nicht die erste Wahl sein. Dennoch kann Sie Ihr Frauenarzt oder ein Tropeninstitut darüber beraten, welche Impfungen in der Schwangerschaft möglich sind.

So richtig schön: die Liebe mit Babybauch

Nach den ersten anstrengenden Schwangerschaftswochen steigt bei vielen Schwangeren nun auch die Lust auf Sex wieder an. Gerade beim ersten Kind sind jedoch viele Paare verunsichert. Dürfen wir uns lieben, wie es uns gefällt? Nimmt das Baby dabei bestimmt keinen Schaden? Vor allem werdende Väter haben häufig Sorge, Sie könnten Ihrer Partnerin oder dem Ungeborenen weh tun. Unbegründet ist auch die Angst mancher Frauen, mit den neuen, runden Formen nicht gut anzukommen. Die meisten Männer finden Ihre schwangeren Frauen sehr erotisch!

Geschlechtsverkehr schadet dem Baby nicht. Im Gegenteil: alles, was keine Schmerzen bereitet und Ihnen und Ihrem Partner Spaß macht, ist erlaubt. Und wenn es Ihnen gut geht, bekommt auch das Baby die positive Energie mit! Durch den weiblichen Orgasmus können Kontraktionen der Gebärmutter ausgelöst werden; die Geburt wird dadurch aber nicht beginnen.

Wenn bei Ihnen das Fehlgeburtsrisiko erhöht ist, Blutungen, vorzeitige Wehen oder andere Komplikationen auftreten, wird Ihnen Ihr Arzt vielleicht vom Geschlechtsverkehr abraten.

Allerdings werden Sie vermutlich feststellen, dass jetzt einiges anders ist. Sie sind in einer neuen Lebensphase, das zeigt sich auch im Bett. Viele Frauen haben in der Schwangerschaft sogar mehr Lust auf Sex, da Unterleib und Genitalbereich stärker durchblutet sind. Andere fühlen sich zu schlapp und müde, wollen lieber viel kuscheln.
So geht es auch manchen werdenden Vätern. Vor allem, wenn Stress im Job und gemischte Gefühle zur neuen Rolle zusammenkommen. Drängen Sie sich selbst oder den anderen also nicht: Jetzt ist Zärtlichkeit angesagt. Ist der Babybauch so groß, dass er im Weg ist, zeigen Sie Erfindungsreichtum und probieren Sie neue Positionen aus. Viele Kissen in Reichweite zu haben, erweist sich dann meist als sehr hilfreich.

Körper & Seele der werdenden Mama geht’s gut

Die Entwicklung Ihres Babys macht einen erheblichen Schritt voran: Seine Sinnesorgane, beispielsweise der Tast- und Gleichgewichtssinn sind schon entwickelt. Das Baby lutscht ausgiebig am Daumen und spielt mit der Nabelschnur.

In der 14. Schwangerschaftswoche hat das Baby noch reichlich Platz in der Gebärmutter und turnt und bewegt sich beinahe unentwegt. Die meisten Frauen können den Fetus noch nicht spüren - umgekehrt funktioniert das schon: drückt man von außen gegen die Gebärmutter, bewegt sich das Baby von der Druckstelle weg.

Wo sitzt die Plazenta?

Normalerweise sitzt die Plazenta irgendwo im oberen Bereich der Gebärmutter. Sitzt sie an der Vorderwand der Gebärmutter, also der zum Bauch zeigenden Richtung, kann es sein, dass die Schwangere die Bewegungen des Babys etwas später merkt, weil die Tritte etwas gedämpft werden. Ihr Frauenarzt hat vermutlich bei der Ultraschalluntersuchung im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge festgestellt, wo sich die Plazenta momentan befindet. Bei einer von etwa 150 Schwangerschaften sitzt der Mutterkuchen jedoch nicht im oberen Teil der Gebärmutter, sondern tiefer. An sich ist das kein Problem. Doch in seltenen Fällen wird der innere Muttermund teilweise oder vollständig von der Plazenta verdeckt. Man spricht von einer Plazenta praevia. Oftmals wandert die Plazenta in den folgenden Wochen durch das Wachstum der Gebärmutter noch weiter nach oben, so dass der Muttermund nicht mehr versperrt ist. Bleibt die Plazenta jedoch so tief, so ist eine spontane Geburt nicht möglich.

14. SSW: Letzte Chance für das Ersttrimesterscreening

Das Ersttrimesterscreening dient der Abschätzung, mit welcher Wahrscheinlichkeit Ihr Baby an einem Down-Syndrom (Trisomie 21) leiden wird. Es kann während der 12. bis 14. Schwangerschaftswoche (also spätestens SSW 13+6) durchgeführt werden. Bei der Untersuchung wird mit Ultraschall die Nackenfalte des Fetus gemessen, bestimmte Blutwerte bestimmt und das Altersrisiko erfasst. Aus diesen 3 Werten errechnet sich die Wahrscheinlichkeit für eine Fehlbildung. Es ist ein nicht-invasives Verfahren, also kein Eingriff, der mit einem gesundheitlichen Risiko verbunden sein könnte. Lassen Sie sich die jeweiligen Chancen und Risiken erklären.

Alternativ kann im gleichen Zeitraum (12. bis 14. SSW) eine Chorionzottenbiopsie durchgeführt werden. Die Chorionzellen - Zellen mit Erbgut des Kindes an der Plazenta - werden entweder mit einem Katheter durch die Scheide oder mit einer Nadel durch die Bauchdecke entnommen. Mit dieser Untersuchung kann zweifelsfrei festgestellt werden, ob das Kind gesund ist oder an einer nachweisbaren Chromosomenveränderung leidet. Da der Eingriff invasiv ist, liegt das Risiko für eine Fehlgeburt bei etwa einem Prozent.

Was passiert bei einer Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese)?

Mit Hilfe der Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) kann man feststellen, ob ein Baby genetisch gesund ist. Durch Ihre Bauchdecke hindurch entnimmt der Arzt/die Ärztin mit einer Art Spritze 10-15 ml Fruchtwasser. Der Eingriff wird per Ultraschall überwacht, damit das Kind nicht verletzt wird. Die im Fruchtwasser enthaltenen kindlichen Zellen werden in einem Fachlabor untersucht. Nach zwei bis drei Wochen erhalten Sie dann den Bescheid. Eine Amniozentese kann, wenn auch nur sehr selten, eine Fehlgeburt auslösen. Das Risiko liegt bei 0,5 bis 2 Prozent.

Der richtige Zeitpunkt für eine Fruchtwasseruntersuchung liegt zwischen der 14. und 20. Schwangerschaftswoche. Bei besonderen Fragestellungen kann sie auch vor der 14. SSW durchgeführt werden. Das Risiko für eine Fehlgeburt und andere Komplikationen (Verlust von Fruchtwasser, Verletzungen der Gebärmutter, der Plazenta oder des Kindes) ist bei einer Untersuchung vor der 14. SSW jedoch erhöht. Empfohlen wird daher einer Untersuchung des Fruchtwassers zwischen der 16. und der 18. Schwangerschaftswoche. Nach dem Eingriff sollte sich die Schwangere einen Tag lang konsequent schonen.
 

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So entwickelt sich Ihre Schwangerschaft:

- Sie befinden sich jetzt in der 14. Schwangerschaftswoche (14. SSW) nach dem 1. Tag der letzten Periode.
- Anders gesagt: 13 Schwangerschaftswochen + 1 bis 7 Tage (ärztliche Berechnung).
Im Mutterpass steht beispielsweise SSW 13+5 (Woche 13, Tag 5).
- Sie sind in der 12. Schwangerschaftswoche nach der Befruchtung, d. h. 78. - 84. Tag der Entwicklung.
- Am Ende dieser Woche ist das Baby ca. 7,5 cm (Scheitel-Steiß-Länge) lang. Der Kopfdurchmesser beträgt etwa 28 mm und das Baby wiegt ungefähr 45 g.
Bitte beachten Sie, dass sich die Größe und das Gewicht des Babys nun immer individueller entwickeln können. Wenn Ihr Baby größer oder kleiner sein sollte, ist das noch kein Grund zur Beunruhigung.

 
von Dr. Christine Hutterer
 

Zuletzt überarbeitet: Januar 2015

 




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