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Sport

Sportliche Betätigung ist auch in der Schwangerschaft empfehlenswert - jedoch immer unter Berücksichtigung des individuellen Schwangerschaftsverlaufs wie der individuellen, körperlichen Leistungsfähigkeit. Überanstrengungen sollten unbedingt vermieden werden - Leistungssport in 1. Trimester nur nach Absprache mit dem Facharzt.

Im 3. Trimester sollten alle große Kraftanstrengungen unterbleiben. Mit viel Bewegung an der frischen Luft oder leichtem Sport lässt sich eine ausreichende Fitness erzielen bzw. erhalten, mit der sich die Belastungen des Alltags besser verkraften lassen.

Ein Trainingsstop ist bei jedem Unwohlsein angesagt! Generell zu vermeiden sind Sportarten mit hohem Sturz-, Verletzungs- oder Erschütterungsrisiko.

Gezielte Gymnastik - vor allem zur Stärkung des Beckenbodens - ist dagegen immer erlaubt und zur Vorbereitung auf die Geburt auch sehr zu empfehlen. Auch im Hinblick auf die in der Schwangerschaft häufig auftretenden Rückenschmerzen bieten sich geeignete, gymnastische Übungen an - sowohl vorbeugend als auch im akuten Fall.


von Sandra Kunze
* Hier finden Sie Infos zu den häufigsten Beschwerden in der Schwangerschaft
* Stichwort Sport
Eine Frage dazu stellen an:
Dr. med. Bluni Schwangerschaftsberatung
Prof. Dr. Costa Ernährung in der Schwangerschaft
Dr. med. Paulus Medikamente / Schwangerschaft
Dr. med. Kniesburges Geburt, Kaiserschnitt, Baby
Martina Höfel Hebamme, Schwangerschaft, Baby
Expertenantwort Antworten von Frauenarzt Dr. med. V. Bluni zu dem Stichwort  Sport
 
Frage: Sport in der Schwangerschaft

Hallo!

Ich gehe nun seit ca. 2 Jahren regelmäßig joggen (3x wöchentlich; 55-75 Minuten) und mein Puls ist immer etwas hoch (teilweise 168).
Mein Freund und ich haben uns jetzt dazu entschieden, dass ich die Pille absetze und ich möchte auch während der Schwangerschaft so lange als möglich mit dem Sport weiter machen. Könnten sie mir ein paar Tipps geben bzgl. Schwangerschaft und Sport bzw. welchen Pulswert man nicht überschreiten sollte???

Danke!


Antwort

Liebe Sammy,

Allgemein gilt Sport unter Berücksichtigung gewisser Einschränkungen für werdende Mütter als durchaus empfehlenswert. Nicht nur im Zusammenhang mit der Bewältigung des Geburtsschmerzes hat sich physische Aktivität sowohl in präventiver als auch in therapeutischer Hinsicht als sinnvoll und positiv bewährt. Neben der deutlich verringerten Häufigkeit an typischen, schwangerschaftsbedingten Unterbauchbeschwerden zeigt sich eine schmerzunterdrückende Wirkung bei Wehen und es gibt eine positive Wirkung auf den späteren Geburtsverlauf-und fortschritt.

Welche Sportart für welche Schwangere ist zu empfehlen?

Die Beantwortung dieser Frage orientiert sich neben medizinischen und allgemeingültigen Kriterien am subjektiven Wohlbefinden der Schwangeren. Grundsätzlich sollte die Schwangere nicht an ihre persönliche Leistungsgrenze gehen ("suboptimale Leistungsgrenze" Prof. Dr. Jung, Sportmediziner)und sollte immer wieder kurze Pausen einlegen. Die Herzfrequenz sollte nicht über 140/Minute steigen.

Dieses dient dazu, die Sauerstoffbilanz nicht zu ungunsten des Kindes zu verschlechtern, die Körperkerntemperatur nicht übermäßig zu erhöhen und nicht in eine Unterzuckerung des mütterlichen Organismus zu gelangen. Vor und nach der sportlichen Belastung sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden, um eine Austrocknung zu verhindern.

Zur Frage, welche Sportarten allgemein zu empfehlen sind kann man sagen, dass insbesondere körpergewichtsentlastende Sportarten wie das Schwimmen und das Radfahren eher zu empfehlen sind als Sportarten, bei denen das Körpergewicht selbst getragen werden muss (Laufen, Aerobics).Bei letzteren ist der Energieverbrauch und die Gelenkbelastung höher. Darüber hinaus sind aerobe (positiv für die Sauerstoffbilanz der Mutter) Sportarten, bei denen große Muskelgruppen beansprucht werden, und die rhythmischer Natur sind, vorzuziehen.

Das Schwimmen stellt nach dem Spazierengehen und dem Radfahren die am meisten zu empfehlende Sportart während der Schwangerschaft dar, da sie alle großen Muskelgruppen beansprucht, die Gelenke und Bänder schont, ein günstiges thermisches Medium bereitstellt und ein geringes Verletzungsrisiko birgt.

Wie ist es mit Krafttraining?

Untersuchungen der I. Münchener Universitätsfrauenklinik (LMU) zufolge wurden für ein leichtes bis moderates Krafttraining mit freien Gewichten oder an Geräten keine negativen Effekte beschrieben. Deren Untersuchungen konnten hier im Gegenteil belegen, dass Krafttraining in Verbindung mit Stretching zu einer Verbesserung der Kraft und Beweglichkeit führen, was der schwangeren Frau den Umgang mit dem erhöhten Körpergewicht und dem veränderten Schwerpunkt erleichtert. Außerdem beugt die Stärkung der Rückenmuskulatur Rückenschmerzen vor. Schwere Gewichte oder maximale isometrische Kraftanstrengungen sollten allerdings gemieden werden und Anfängerinnen sollten bezüglich der Atemtechnik angeleitet werden, um Atemanhalten zu vermeiden.

Bei unauffällig verlaufender Schwangerschaft ohne Frühgeburtsrisiko gilt für Bauche-Beine-Po, dass die Bauchübungen sukzessive reduziert werden sollten, um sie spätestens - je nach Wohlbefinden - nach dem 7. Monat ganz wegzulassen.

Welche Sportart ist für die schwangere Frau nicht zu empfehlen?

Kampf- oder Kontaktsportarten mit hoher Wahrscheinlichkeit von Körperkontakten, so z. B. Hockey oder Basketball. Abgeraten wird auch von Sportarten mit erhöhtem Sturzrisiko (Reiten, Mountainbiking) und auch von Abenteuersportarten wie Bungeejumping, Drachenfliegen und Fallschirmspringen. Auch Gerätetauchen ist in der Schwangerschaft tabu. Schnorcheln gelten dagegen als relativ ungefährlich.



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