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Jungs in der Schule richtig fördern

Jungs in der Schule richtig fördern

Jungen entwickeln sich später als Mädchen, sind weniger angepasst, fügen sich schlechter in Gruppen ein, stören häufiger den Unterricht, bleiben häufiger sitzen. Kurz gesagt: Jungs tun sich mit dem System Schule schwerer als Mädchen.

Als Eltern können Sie auf unterschiedlichen Gebieten Ihren Jungen unterstützen, damit er mit der Schule besser klar kommt.

Jungs einschulen

Bei Jungs fängt die Förderung schon damit an, dass man ganz genau hinschauen sollte, wenn es um die Einschulung geht - auch wenn das Kind bereits sechs Jahre alt ist. Da Buben in den ersten Lebensjahren gleichaltrigen Mädchen oft in Sachen Ausdrucksvermögen, Feinmotorik und Konzentrationsfähigkeit unterlegen sind, tut es vielen Jungs erstaunlich gut, wenn sie im Kindergarten noch ein Jahr "nachreifen" und erst mit sieben in die Schule kommen. Falls das Thema Rückstellung vom Schulbesuch aktuell sein sollte, ist es gut darüber auch mit dem behandelnden Kinderarzt zu sprechen. Er kennt das Kind und kann eine ärztliche Empfehlung ausstellen.

Stärken betonen - Schwächen fördern

Schule macht mehr Spaß, wenn man Erfolg hat. Was kann der Junge besonders gut? Wofür interessiert er sich? Und wie kann man das im Unterricht einbringen? Das könnte auch eine Frage sein, die Sie am nächsten Elternsprechtag mit der Lehrkraft besprechen: Vielleicht darf Ihr Sohn seine Modellbauflugzeuge mitbringen und sie seinen Mitschüler erklären, oder sein Angelzeug, sein Haustier oder andere Dinge, die ihn faszinieren und bei denen er der Experte ist.

Andererseits dreht sich in der Grundschule alles ums Lesen, Schreiben, Rechnen. Auch wenn das nicht gerade die Lieblingsdisziplinen von Jungs sind, ist es auch hier wichtig, am Ball zu bleiben. Am besten gelingt das bei Kindern, wenn man spielerisch an die Sache herangeht: Mit einem Würfel kann man das Einmaleins üben, das Addieren oder Subtrahieren. Mit einem Quartett kann man zum Lesen animieren - vorausgesetzt das Quartett hat ein interessantes Thema.

Gehen Sie gemeinsam mit Ihrem Sohn in die Bücherei oder einen Buchladen und suchen Sie gemeinsam ein interessantes Buch aus. Abends oder nach der Schule lesen Sie zur Entspannung immer abwechselnd einen Absatz oder eine Seite. So wird das Lesen auch ein bisschen zum Vorlesen und ist weniger anstrengend. Und was das Schreiben angeht - den nächsten Einkaufszetteln schreibt Ihr Sohn und dafür darf er sich im Laden eine Kleinigkeit aussuchen.

Tipp: Wichtig ist, dass die Lernförderung die Jungs nicht überfordert, sondern in überschaubaren Einheiten von zehn bis fünfzehn Minuten geschieht - dafür aber regelmäßig.

Multi-Media-Regeln für Jungs

Wenn es um virtuelle Welten und den täglichen Fernseh- und Internetkonsum geht, bleiben Jungs besonders häufig und auch besonders lange an den Geräten kleben. Leider wirkt sich das nachweislich negativ auf die schulischen Leistungen aus. Da TV, Smartphones und Internet jedoch zum Alltag von uns allen gehören, sollte man diese Dinge nicht verteufeln, sondern vernünftig kontrollieren. Vereinbaren Sie mit ihrem Kind feste Regeln für die Nutzung von Handy, TV und Computer. Legen Sie fest, welche Sendungen angesehen und welche Internetseiten besucht werden dürfen. Tabu sollte ein Fernseher im Kinderzimmer sein, genauso wie regelmäßiges Mittag- oder Abendessen vor dem TV- oder Computerbildschirm.

Auch die Dauer der Nutzung sollte festgelegt werden. Schließlich sollten Jungs die meiste Zeit mit ihren Freunden draußen Spielen und Toben - und nicht vor einem Endgerät sitzen. Vereinbaren Sie auch Konsequenzen, damit das Kind weiß, was bei Nichteinhaltung der Multi-Media-Regeln passiert. Und damit das ganze System auch Sinn macht: Kontrollieren Sie die Einhaltung der vereinbarten Regeln und zeigen Sie von Anfang an Interesse für die Netz-Aktivitäten Ihres Kindes. Dazu gehört auch, dass man mal ein Internetspiel mitspielt, einen Lieblingssong anhört oder ein witziges Video kommentiert. Denn nicht nur die schulischen Leistungen muss man unterstützen - besonders wichtig ist, eine breite Basis aus Zuneigung und Vertrauen zu fördern.

Lesen Sie hier, warum viele Experten sagen, dass wir ein Schulsystem für Mädchen haben.

von Dagmar Fritz

Zuletzt überarbeitet: Februar 2015

   

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