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Müde, schlapp... Eisenmangel?
So kann man vorbeugen

Eisenmangel bei Kindern vorbeugen

Wieder keine Lust auf Lernen oder Spielen? Wenn Kinder häufig antriebslos und müde erscheinen - oder auch keinen Spaß an der Schule haben, weil es ihnen schwer fällt, sich im Unterricht oder bei den Hausaufgaben zu konzentrieren, dann könnte vielleicht ein Eisenmangel dahinter stecken.

Dieses wichtige Spurenelement braucht der Körper für die Energieversorgung. Fehlt es, kann sich das in einem Mangel an Energie äußern. Energie, die Kinder zum Spielen und Toben, zum Lernen und zum Wachsen - kurzum für alles benötigen.

Wofür braucht der Körper eigentlich Eisen?

Eisen gehört zu den essentiellen Spurenelementen. Nachdem der Körper es nicht selber bilden kann, muss es durch die Nahrung aufgenommen werden. Es ist wichtig für die Blutbildung und damit für die Sauerstoffversorgung, für die Zellatmung und für den Energiestoffwechsel. Einfach gesagt: Fehlt dem Körper Eisen, bekommt er zu wenig Sauerstoff. Muskeln, Organe und Gehirn werden nicht ausreichend damit versorgt. Als Folge ist man müde, antriebslos und die Leistungsfähigkeit lässt nach. Das Gehirn braucht in erster Linie Sauerstoff, um richtig arbeiten zu können. Deswegen schlägt sich Eisenmangel bei Kindern oft in mangelhafter Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeitsproblemen nieder. Und nicht zuletzt spielt Eisen - gemeinsam mit anderen Spurenelementen wie Zink und Selen - eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Krankheitserregern.

Typische Anzeichen für Eisenmangel

Neben Anzeichen wie Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Kopfschmerzen, mangelnde Ausdauer, Kraft und Energie, schlechte Konzentrationsfähigkeit und allgemeine Infektanfälligkeit zeigt sich ein Eisenmangel oft durch folgende Symptome: Fahle, blasse und trockene Haut, rissige Lippen oder eingerissene Mundwinkel, brüchige Nägel oder sprödes, glanzloses Haar. Ein Besuch beim Kinderarzt bringt Klarheit. Mit einer einfachen Blutuntersuchung kann er bestimmen, ob tatsächlich eine Unterversorgung an Eisen vorliegt.

Wie kommt es zu Eisenmangel bei Kindern und Jugendlichen?

Kinder benötigen, da sie im Wachstum sind, allgemein viel Eisen. Doch vor allem mit der beginnenden Pubertät steigt der Bedarf noch einmal ganz besonders an und liegt dann zum Teil höher als bei Erwachsenen. Das liegt an der hormonellen Umstellung, der Zunahme an Muskelmasse und bei Mädchen am Einsetzen der Monatsblutung. Dabei beginnt die Pubertät im "Stillen" oft früher als man denkt - bei Mädchen schon ab 9 und bei Jungen ab 10 Jahren. Leider lässt aber gerade in dieser Entwicklungsphase die Ernährung gern zu wünschen übrig. Fastfood-Liebhaber und Gemüsemuffel haben in punkto Eisenversorgung oft schlechte Karten. Dasselbe gilt auch für Kinder, die wenig oder gar kein Fleisch essen.

Übrigens, auch wer viel Blut verliert, kann vorübergehend einen Eisenmangel bekommen. Daran sollten Sie denken, falls Ihr Kind eine Operation hinter sich hat, z.B. gerade die Mandeln entfernt wurden. Bei Mädchen in der Pubertät kann zudem durch eine starke Regelblutung Eisenmangel entstehen.

Wo steckt Eisen drin?

Eisen steckt in vielen Lebensmitteln, allen voran in Fleischprodukten, und dort vor allem in Leber oder Leberwurst. Außerdem in grünem Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüssen, Vollkornprodukten, Sojabohnen und Weizenkeimen. Oh je, werden jetzt viele Eltern sagen: Das sind genau die Nahrungsmittel, die mein Kind gar nicht gerne isst. Das muss aber im Umkehrschluss nicht heißen, dass Ihr Kind nun einen Mangel an Eisen bekommt. Falls Sie allerdings aufgrund der genannten Symptome den Verdacht haben, Ihr Kind könnte Eisen-unterversorgt sein oder ein Eisenmangel vom Arzt festgestellt wurde, sollten Sie versuchen, dieses Defizit schnellstmöglich und gezielt auszugleichen. Gerade bei Kindern ist es allerdings oft schwierig, die Eisenaufnahme allein über gesunde Ernährung zu erhöhen. In diesem Fall sollte man auf ein gutes, für Kinder geeignetes Nahrungsergänzungsmittel mit Eisen zurückgreifen. Das kann auch ergänzend bei vegetarischer oder veganer Ernährung des Kindes gegeben werden.

Tipps für bessere Eisenaufnahme

Der Körper kann Eisen besonders gut in Verbindung mit Vitamin C aufnehmen. Deshalb sollten Sie ins Frühstücksmüsli ein paar Stückchen Obst geben, über das Fleisch etwas Zitrone träufeln oder ganz allgemein zu den Mahlzeiten ein Glas Apfel- oder Orangensaft reichen. Generell sollte man eisenhaltige Lebensmittel übrigens möglichst nicht zusammen mit Milch, Kaffee, schwarzem oder grünem Tee einnehmen, da das die Eisenaufnahme behindern kann.

von Maxi Christina Gohlke

Zuletzt überarbeitet: Dezember 2015

   

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