Das lieben die Kids - Vögel füttern im Winter

Das lieben die Kids - Vögel füttern im Winter

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Die meisten Kinder lieben es: Eingekuschelt in eine Decke am Fenster sitzen und die Vögel am Vogelhaus draußen im Garten, auf dem Balkon oder am Fensterbrett zu beobachten.

Selbst sehr aktive, unruhige Kids können dabei eine längere Zeitspanne verweilen und genau zuschauen, wie Amseln, Finken oder Rotkehlchen angeflogen kommen und das Vogelfutter aufpicken.

Vogelfütterung im Winter - ein Nutzen für Mensch und Tier

Die Vögel im Winter zu füttern, ist aus verschiedenen Gründen eine nützliche Sache: Zuerst einmal können Spatzen, Meisen und Co nach eisigen Nächten ihre Energiereserven wieder auffüllen. Die Vögel gewöhnen sich an die Futterstelle und wissen, dass sie hier auch bei Schnee und Frost immer etwas finden. Zwar sind die Vögel nicht in ihrem Bestand gefährdet, trotzdem kommt ihnen die Fütterung im Winter zugute. Darauf weist auch ausdrücklich der Landesbund für Vogelschutz (LBV) hin. Nach Angaben der Experten profitieren insgesamt 10 bis 15 Vogelarten von der Vogelfütterung.

Außerdem ermöglicht ein Vogelhäuschen oder ein Meisenring, Kindern und ihren Eltern die Tiere zu beobachten. Man kann verfolgen, welche Vogelarten an der Futterstelle eintreffen, lernt zu unterscheiden zwischen einzelnen Vögeln, die Kleinen erkennen wie eine Blaumeise aussieht und wie ein Stieglitz, ein Zaunkönig oder eine Drossel und wie sich die Vögel verhalten.

Ein Vogelhaus - wie soll die Futterstelle aussehen?

Bunt bemalte oder naturbelassene Vogelhäuschen sehen hübsch aus, begabte Hobby-Handwerker bauen vielleicht sogar selbst ein Exemplar. Prinzipiell ist bei der Futterstelle das Aussehen aber Nebensache, wichtig ist, dass die Vögel nicht im Futter umher hüpfen können. Sonst könnten auf diese Weise Keime ins Futter gelangen und die Vögel würden sich gegenseitig anstecken. Zu empfehlen sind Häuschen, die man leicht reinigen kann und bei denen in der Mitte ein Futterbehälter ist, die Vögel sitzen außen am Rand auf einer kleinen Stange. Auch Futtersäulen mit einzelnen Futterlöchern, an denen die Vögel außen davor sitzen, sind als Futterstelle geeignet.

Selbstverständlich darf das Futter in dem Häuschen nicht feucht werden, sonst kann es schimmeln. Regelmäßig sollte man die Futterstelle deshalb auch säubern. Und ganz wichtig: Die Futterstelle muss in einiger Höhe an einer prominenten Stelle aufgestellt werden, die gut einsehbar ist, damit sich nicht unbemerkt Katzen oder andere Feinde der Vögel anschleichen können.

Übrigens werden auch Nistkästen gern genutzt im Winter, und zwar als Schlafplatz. Dazu sollte man aber altes Nistmaterial besser vorher herausnehmen, denn hier verstecken sich Parasiten.

Dazu ist es ratsam, den Vögeln zusätzlich zum Futter eine Wasserschale hinzustellen. Daraus können sie zum einen trinken und zum anderen ihr Gefieder baden. Wichtig ist natürlich, dass das Wasser regelmäßig gewechselt wird.

Tipps zum Vogelfutter: Billigfutter ist oft mit Sand gestreckt

Welches Futter ist für die Vogelfütterung zu empfehlen? Am besten greifen Sie zu einer Futtermischung. Manche Körnermischungen werden sogar direkt in einem passenden Futterspender angeboten. Achten Sie aber darauf, dass Sie kein Billigprodukt wählen. Diese Futtermischungen sind meist mit Sand oder Ähnlichem gestreckt, diese Füllstoffe sind zwar nicht gefährlich, landen aber einfach als Abfall unter der Futterstelle.

Übrigens bestimmen Sie mit der Art des Futters, welche Vögel angezogen werden: Amseln und Rotkehlchen mögen, laut LBV Weichfutter, sie fressen gern Äpfel, Rosinen oder Getreideflocken. Dagegen bevorzugen Finken wie Stieglitz, Dompfaff und Zeisig lieber Körner und Meisen sowie Spatzen fressen fast alles.

Ganz beliebt unter den gefiederten Freunden ist auch Fettfutter, wie beispielsweise die Meisenknödel. Jedoch sind diese meist in ein feines Netz eingehüllt, in dem die Tiere leicht hängenbleiben und sich verheddern können. Aus diesem Grund raten Experten eher zu Meisenringen. Aber auch hier muss man auf einen guten Mix aus Fett und Körneranteil schauen. Bei Vogelfutter aus dem Vorjahr werfen Sie bitte zuerst auch einen Blick auf das Mindesthaltbarkeitsdatum, denn natürlich kann Vogelfutter auch verderben, die Vögel bekommen gesundheitliche Beschwerden davon, wie der Deutsche Tierschutzbund mitteilt.

Bitte nicht - diese Dinge sollte Ihr Vogelfutter nicht enthalten!

Kaufen Sie zum Füttern der Vögel nur Futter auf dessen Packung ausdrücklich vermerkt ist: "Frei von Ambrosia-Samen!" Diese Pflanze ist bei uns nicht heimisch, breitet sich aber zusehends hier aus - dabei kann der Samen schwere Allergien auslösen, die Pollen gehören zu den schlimmsten bekannten Allergieerregern!

Streuen Sie auch keine Brotkrümel oder Kuchenreste in die Futterstelle. Gewürze und Kräuter schaden der Gesundheit der Tiere, Salz bringt etwa den Mineralienhaushalt der Tiere durcheinander. Auch bei fertigen Futtermischungen sollte kein Brot enthalten sein. Ebenso sind Käsestücke und Wurstwürfel als Vogelfutter genauso wenig geeignet wie reines Fett. Überdies schimmeln Lebensmittel schneller.

Selbst gemacht: auch Vogelfutter kann man selbst herstellen

Wer mag kann mit seinen Kindern zusammen auch Vogelfutter selbst herstellen: Dazu gibt man etwa 300 g Kokosfett oder Rindertalg in einen Topf und erwärmt das Fett, es sollte dabei aber nicht kochen. Dann geben Sie zwei Esslöffel Speiseöl dazu und rühren 300 g Körnerfutter-Mix in das heiße Fett. Nun erhalten Sie eine zähe, körnige Masse.

Sie benötigen weiter einen kleinen Tontopf mit Loch am Boden und einen mittelgroßen Zweig mit einer Astgabel. Diesen stecken Sie von unten durch das Bodenloch in den Topf, denn er dient später als Anflughilfe. Das Vogelfutter gießen Sie in den Topf hinein. Am besten legen Sie zuvor etwas Folie und einen großen Untersetzer unter den Topf. Sobald die Futtermischung erkaltet, wird sie hart. Mit der Öffnung nach unten können Sie den Topf dann an einer gut sichtbaren Stelle aufhängen - so dass Sie und Ihr Kind einen guten Blick haben, wenn sie zusammen am Fenster sitzen und die Vögel beobachten.

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