Zeit für Tee - Tipps für die richtige Zubereitung

Nasskaltes Herbstwetter – da freut sich jeder über eine wohltuende Tasse heißen Tee! Mhm, der Tee wärmt von innen und schmeckt dazu noch lecker! Ob Kräutertee, Früchtetee, grüner Tee oder Rooibosh-Tee, die Tee-Kultur bietet eine reiche Palette an verschiedenen Teesorten.

Die Engländer schwören fünf Uhr am Nachmittag auf Darjeeling, die Chinesen schlürfen lieber Yasmintee während die Inder einen würzig-süßen Chai genießen. Mit einer großen Auswahl und der perfekten Zubereitung kann auch bei uns die gemütliche Teezeit beginnen.

Tee ist - neben Wasser - das weltweit gefragteste und eines der ältesten Getränke der Welt, schon vor 5000 Jahren wurde im Mutterland des Teeanbaus, in China, Tee getrunken. Anfangs als Arzneimittel wurde er später als Genussmittel verwendet. Derzeit hat Indien, vor Sri Lanka, die Nase vorn bei der Teeproduktion, knapp ein Drittel des gesamten Weltbedarfs stammt aus Indien. Die Teeblätter werden gepflückt, gewelkt, manchmal geröstet oder gedämpft, fermentiert, getrocknet, sortiert, verpackt und verschifft - viele Zwischenschritte bevor der Tee dann zu uns in den Handel kommt. Damit er bestmöglich schmeckt und sein Aroma richtig entfalten kann, sollte man einiges beachten.

Die Tee-Aufbewahrung: Licht, Feuchtigkeit, Wärme und Luft vermeiden

Tee ist empfindlich - er sollte unbedingt trocken, luftdicht und dunkel, am besten in festverschließbaren Dosen und nicht neben Kaffee oder starken Gewürzen aufbewahrt neben. Denn Tee kann schnell fremde Aromen annehmen. Außerdem sollte der Tee vor Wärme geschützt werden, in der Nähe von Herd oder Heizung ist kein guter Platz, um Tee aufzubewahren. Falls die Teemenge sehr viel kleiner als die Teedose ist, sollte der Tee nicht umgeschüttet, sondern mit der Teetüte in der Teedose aufbewahrt werden. Wird der Tee auf diese Weise gelagert, kann er sich ein bis zwei Jahre halten.

Für die Zubereitung des Tees verwenden die meisten Teetrinker gern zwei Kannen, eine in der die losen Teeblätter ohne Sieb, Netz oder Filter aufgebrüht werden und eine zweite Kanne, in welcher der durch ein Sieb abgegossene Tee serviert wird. Das ist die klassische Teezubereitung. Der Vorteil: Die getrockneten Teeblätter können frei schwimmen und sich ausdehnen, werden von allen Seiten mit Wasser umgeben und ihr Aroma kann sich voll entfalten. Damit die Teeblätter genügend Platz haben, empfiehlt sich dazu eine bauchige Form der Kanne.

Der Handel bietet aber auch diverse Zwischenlösungen, Kannen in denen integrierte Siebe die Teeblätter aufnehmen und später nach unten gedrückt werden oder Kannen mit Filterkorb, die später herausgenommen werden. Grundsätzlich sollte man vor allem darauf achten, dass die Teekanne ausschließlich für Tee verwendet wird.

Dosierung: Wie der Tee abgemessen wird

Üblicherweise rechnet man pro Tasse einen Teelöffel Tee, soll das Getränk besonders kräftig schmecken, gibt man zusätzlich einen Löffel in die Kanne. Da der Teelöffel eine ungenaue Maßangabe ist, kann auch ein spezieller Maßlöffel aus dem Teefachgeschäft zur Dosierung verwendet werden. Es soll auch Experten geben, die ihren Tee grammgenau mit der Haushaltswaage abwiegen.

Generell kann man sich beim Abmessen der Teemenge aber nach dem eigenen Geschmack und nach den persönlichen Vorlieben richten und sollte hier ruhig ausprobieren. Denn Volumen und Gewicht sind bei den einzelnen Teesorten verschieden. Bei manchen Sorten mit kleinen Blattgraden sollte man weniger Tee einfüllen, bei leichten Blättern sind viel größere Portionen angebracht, damit der Tee schön vollmundig schmeckt.

Papierfilter, Baumwollnetz, Tee-Eier - und was ist mit Teebeuteln?

Papierfilter eignen sich insbesondere wenn viele verschiedene Teesorten oder nur eine kleine Portion, also nur eine Tasse Tee, zubereitet werden sollen. Der Hinweis geschmacksneutral sollte auf der Verpackung zu lesen sein. Papierfilter sind hygienischer als Baumwollnetze, da sie nur einmal verwendet und dann einfach entsorgt werden.
 
Baumwollnetze haben meist eine ausreichende Größe, damit die Teeblätter sich gut entfalten können. Aber jeder Tee hinterlässt seine Geschmacksspuren und kann das Aroma beeinträchtigen, so dass für jede Sorte ein eigenes Netz verwendet werden sollte. Ein Baumwollnetz sollte stets gepflegt und regelmäßig ausgewaschen werden.
 
Tee-Eier oder Zangen aus Metall sollten nur verwendet werden, wenn nur sehr wenig Tee eingefüllt wird. Andernfalls sind diese Utensilien für die Teezubereitung eher nicht geeignet, da die Teeblätter sehr eingeengt werden und sich darin nicht voll entfalten. Außerdem kann der Kontakt mit dem Metall den Geschmack beinträchtigen.
 
Ein Wort zu Tee in Beuteln: Teebeutel müssen nicht von minderwertigerer Qualität sein als lose Teeblätter. Hier werden dagegen nur die feinen und feinsten Blattstückchen verwendet, da große Blattstücke im Teebeutel nicht gut aufquellen können.
 

Übergießen: Welche Rolle die Wasserqualität spielt

Einen großen Anteil an einem wohlschmeckenden Tee hat das Wasser. Grundsätzlich sollte es immer frisch gezapft werden und beispielsweise nicht seit längerer Zeit in der Wasserleitung gestanden haben. Darüber hinaus spielt die Wasserhärte eine Rolle: Ist das Wasser sehr hart, also ist es sehr kalkhaltig, schmeckt der Tee nicht optimal. Dann kann es hilfreich sein, einerseits die Teemenge zu erhöhen, andererseits das Wasser vor dem Aufgießen drei Minuten kochen zu lassen, damit sich der Kalk absetzt, oder einen Wasserfilter zu benutzen. Eventuell kann es auch ratsam sein, zu geschmacksneutralem, stillem Wasser aus Flaschen zu greifen.

Das weiche Wasser sollte, wenn es sprudelnd kocht, sofort auf schwarzen Tee, auf Kräutertee, auf Früchtetee und Rooibosh-Tee aufgegossen werden. Bei grünem Tee und weißem Tee muss das Wasser nach dem Aufkochen erst auf etwa 70 Grad abkühlen und wird erst dann aufgegossen.

Ziehen lassen: Der Tee benötigt etwas Zeit

Nachdem das Wasser aufgegossen wurde, benötigt der Tee Zeit, damit sich die Inhaltstoffe lösen können. Schwarzer und grüner Tee geben in den ersten zwei bis drei Minuten das anregende Teein ab. Anschließend werden nach und nach die beruhigenden Stoffe freigesetzt. Somit gilt: Je länger der schwarze Tee zieht, desto beruhigender ist die Wirkung. Je kürzer der Tee zieht, desto belebender ist die Wirkung. Aber Vorsicht, die beruhigenden Gerbstoffe lassen den Tee auch bitter schmecken lassen, deshalb sollte schwarzer Tee nicht länger als fünf Minuten ziehen. Dagegen können Kräutertees, Rooibosh-Tee und Früchtetees etwa fünf bis zehn Minuten ziehen.

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