Im Kerzenlicht: Alles rund um Kerzen

Im Kerzenlicht: Alles rund um Kerzen

Für eine gemütliche Stimmung ist schummriges Kerzenlicht ein Muss. Im Schein von Kerzen und Teelichtern stellt sich vor allem in der dunklen Jahreszeit schnell ein Wohlgefühl ein. Doch welche Kerzen sind wirklich empfehlenswert und worin unterscheiden sie sich?

Kerzen und Teelichter zaubern eine romantische Atmosphäre, sei es an lauen Sommerabenden, beim Candle-Light-Dinner oder bei einem Schaumbad. Natürlich gehören Kerzen unbedingt zur Vorweihnachtszeit und auf die Geburtstagstorte genauso wie zum neuen Hygge-Trend. Doch worauf achtet man beim Kauf neuer Kerzen?

Verschiedene Materialien: große Auswahl an Kerzen

Entscheidend für die Auswahl der Kerzen ist zunächst das Material. So gibt es Kerzen aus Paraffin, aus Ceresin, aus Stearin, sogenannte Kompositionskerzen und welche aus Bienenwachs, dazu Duft-Kerzen, Gel-Kerzen und LED-Echtwachs-Kerzen.

  • Die günstigsten Kerzen sind aus Paraffin, das ist ein Nebenprodukt aus der Erdölindustrie. Sie sind weich und leicht verbiegbar.
  • Sauber raffiniertes Paraffin nennt man Ceresin, das sind also hochwertigere Paraffin-Kerzen.
  • Stearin-Kerzen zeichnen sich dadurch aus, dass sie zu 90 Prozent aus pflanzlichen und tierischen Fetten gewonnen werden, dabei handelt es sich um Palmöl, Soja oder Raps. Sie behalten ihre Festigkeit bis 55 Grad und halten selbst bei Sonneneinstrahlung ihre Form, aber dafür brechen sie leicht. Im Vergleich zu Paraffin-Kerzen rußen sie weniger und brennen länger.
  • Oft bestehen Kerzen aus einem Gemisch, das sind dann Kompositionskerzen, meist liegt das Verhältnis bei 80 Prozent Paraffin und 20 Prozent Stearin.
  • Kerzen aus Bienenwachs gelten als besonders umweltschonend, jedoch ist Bienenwachs ein teurer Rohstoff. Das Wachs ist sehr zähflüssig und das Material brennt dadurch nur mit kleiner Flamme. Achtung: Hier muss man beim Kauf darauf achten, dass das Bienenwachs nicht mit Pestiziden belastet ist.
  • Bio-Kerzen bestehen voll und ganz aus heimischen und nachwachsenden Pflanzenölen, die ohne Gentechnik erzeugt wurden.
  • Gel-Kerzen sind mitunter auch sehr beliebt, sie sind aus Paraffinölen und Verdickungsmittel gefertigt. Kennzeichnend für diese Kerzen ist, dass sie langsamer brennen, billige Gelkerzen können aber unangenehm riechen.
  • Duftkerzen sind immer aus Palmöl, denn die gehärteten Fette binden Duftstoffe gut.
  • Absolut sicher in einem Haushalt mit kleinen Kindern sind LED-Echtwachs-Kerzen. Sie haben einen Ausschalter und können keinen Brand verursachen. Trotzdem sehen sie bei Betrachtung aus der Ferne aus wie echte Kerzen. Dafür sorgen Batterien, manche Produkte haben sogar eine bewegliche Flamme, eine Zeitschaltfunktion und lassen sich auspusten.

Die Gütesiegel - für unbedenkliches Kerzenlicht

Man kann beim Kauf der Kerzen auf zwei Gütesiegel achten:

  • Das Gütezeichen RAL zeigt an, dass die Kerzen geprüft wurden, sie sind nicht gesundheitsgefährdend und man kann sich der schadstoffarmen Verbrennung gewiss sein.
  • Das RSPO- Siegel bezieht sich auf das Palmöl. Das Siegel belegt, dass das Palmöl aus kontrollierter, umweltfreundlicher und nachhaltiger Produktion stammt. Das Kürzel RSPO steht dabei für "Runder Tisch für nachhaltiges Palmöl" in englischer Sprache, an dem auch der WWF beteiligt ist.

Die richtige Verwendung: Worauf ist beim Anzünden der Kerzen zu achten?

Schauen Sie, dass der Docht nicht zu lang ist, eine Länge von 10 bis 15 mm ist völlig ausreichend. Andernfalls kann die Kerze rußen, genauso wenn der Brennteller schmutzig ist oder Zugluft einströmt. Qualmt die Kerze sollte man sie sofort ausmachen und lüften. Am besten löscht man Kerzen übrigens mit einem kleinen Hütchen an einem Stab, so kann auch kein heißes Wachs aufspritzen und der Docht raucht auch nicht nach. Generell sollten dicke Kerzen und solche, die mehrere Dochte haben, immer so lange brennen bis der ganze Brennteller insgesamt flüssig ist, damit die Kerze nicht mit einem tiefen Loch abbrennt. Sonst muss der Rand mit einem Messer abgeschnitten werden.

Übrigens hängt die Brenndauer nicht nur vom Material und der Herstellung ab, sondern auch vom Umfeld wo die Kerze brennt. Keinesfalls sollte man Kerzen brennen lassen, wenn niemand oder gar nur Kinder im Raum sind! Das Risiko ist zu hoch. Stellen Sie Kerzen auch nicht in die Nähe von brennbaren Gegenständen oder Stoffen und platzieren Sie sie immer auf einem kippsicheren, nicht brennbaren Untersetzer. Beachten Sie auch die Sicherheitsinformationen und Warnhinweise, die auf der Verpackung aufgedruckt sind. Vermeiden sollte man es weiter, mehrere Kerzen dicht zusammen zu stellen und anzuzünden. Andernfalls können sie sich gegenseitig zum Schmelzen bringen. Haben sich Kerzen so etwa verbogen, kann man sie übrigens, indem man mit einem kleinen Holzbrettchen darüber rollt, wieder formen.

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