Frisches Brot - selbst gebacken schmeckt‘s am besten

Frisches Brot - selbstgebacken schmeckt‘s am besten

© fotolia, Tom Biker

Frisch gebackenes Brot duftet einfach unglaublich lecker. Hmmm, da können wir kaum widerstehen! Der feine Duft und vor allem aber der Genuss - nur zwei Gründe, warum wir ein wenig Zeit einplanen sollten, um unser Brot selbst zu backen.

Damit wir leicht warmes Brot frisch aus dem Backofen mit einer krossen Kruste genießen können, backen wir unser Brot gern selbst. Ein anderer Punkt, der fürs Selbst backen spricht, ist die große Auswahl an Brot-Rezepten, man kann sein Brot ganz nach Lust und Laune mit allerlei verschiedenen Zutaten und Ingredienzien, wie Nüssen, Zwiebeln, Kernen und Gewürzen mit Kümmel, Koriander oder Schinkenwürfeln, Reibekäse oder Paprikastückchen backen. Und nicht zuletzt kann das Kneten des Teiges eine beruhigende Wirkung entfalten.

Teigarten: Brot aus Hefeteig, Sauerteig, Backpulver

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Brotarten. Diese beruhen auf den drei Teigarten - Brot aus Hefeteig, aus Sauerteig oder Brot bzw. Brötchen, die mit Hilfe von Backpulver aufgehen und deshalb besonders schnell fertig sind. Hefebrote benötigen natürlich etwas mehr Zeit, da der Teig erst aufgehen muss. Sauerteig kann man beim Bäcker fertig kaufen, das ist eine lohnenswerte Alternative, da das Ansetzen von Sauerteig viel Zeit und Mühe kostet.

Mit Hefe werden häufig Weißbrot, französisches Baguette oder Ciabatta bereitet. Mit Backpulver gelingen Rosinenbrötchen, Scones und Quarkbrötchen. Aus Sauerteig sind Roggenbrote, Mischbrote, Dinkelbrote und andere.

Übrigens für eine knusprige Kruste legt man das Brot in eine gefettete und ausgestreute Form: Hier können Sie beispielsweise Haferflocken, Sesam, gehackte Nüsse einstreuen. Eine andere Möglichkeit ist, Sie streichen die Oberfläche erst mit einem Pinsel mit etwas verquirltem Ei ein und geben dann grobes Salz aus der Mühle, Mohn oder Kümmel darauf. Bei einem süßen Brot kann man die Oberfläche auch erst mit Ei oder wahlweise mit Milch einstreichen und dann Hagelzucker darüber streuen.

Schmeckt jetzt besonders gut: Kürbisbrot aus Hefeteig

Perfekt für den Herbst ist Kürbisbrot: Schneiden Sie 300 g Hokkaido-Kürbis klein, wenn die Schale sehr dick ist, dann schälen Sie diese zuvor einfach ab. Das Fruchtfleisch wird in 3 EL Wasser schön weich gedünstet, so dass es dann püriert werden kann. Während das Kürbis-Püree abkühlt, messen Sie 500 g Weizenmehl ab, mischen 1 Päckchen Trockenhefe darunter und fügen danach in die Rührschüssel noch 100 ml Sonnenblumenöl, 2 EL Honig und 3 EL lauwarme Milch sowie 1 TL Salz hinzu. Wer mag kann auch eine Handvoll Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten und diese mit in den Teig geben. Dann kommt das Kürbis-Püree dazu und alles wird gut durchgeknetet. So lange kneten bis ein gleichmäßiger Teig entstanden ist. Nun muss er erst einmal gehen. Dazu formen Sie eine Kugel, legen sie zurück in die Rührschüssel, die mit einem Tuch abgedeckt wird und stellen diese für etwa 30 Minuten an einen warmen Ort. Er sollte sein Volumen in dieser Zeit verdoppeln, ansonsten kneten Sie ihn kurz durch und lassen ihn erneut eine Zeit lang gehen.

Zum Schluss wird der Hefeteig noch einmal gut durchgeknetet und dann zu einem Brotlaib geformt. Eine Kastenform fetten, mit etwas Mehl ausstäuben und den Teig hineinlegen. Schneiden Sie die Brotoberfläche mit einem Messer in regelmäßigen Abständen ein und decken Sie es noch einmal für 15 Minuten ab. Währenddessen können Sie den Ofen auf 180 Grad Ober/Unterhitze vorheizen und dann muss das Brot etwa 30 bis 35 Minuten backen. Dekorativ sind natürlich auch angeröstete Kürbiskerne die nach der Backzeit auf die Kruste gedrückt werden.

Würziges Bauernbrot aus Sauerteig

Brote aus Sauerteig benötigen mehr Zeit, aber erfahrene Brotbäcker schwören auf den Geschmack und nehmen den Aufwand gern in Kauf: Zuerst wird für den Sauerteig 210 g Roggenmehl 1370 mit 210 g Wasser (Temperatur etwa 50 Grad), 42 g Anstellgut und 4 g Salz verrührt. Der Teig muss etwa 12 bis 16 Stunden bei Zimmertemperatur (etwa 20 Grad) reifen.

Dann wird auch der Vorteig angesetzt: Dazu verrühren Sie 120 g Weizenmehl 550 mit 60 g kaltem Wasser und 0,1 g Frischhefe. Der Vorteig muss zugedeckt auch etwa 12 bis 16 Stunden ruhen, aber an einem kühleren Ort, nämlich bei 12 bis 16 Grad. Der dritte Bestandteil dieses Brotes ist ein Malzstück. Dazu mischt man 30 g Roggenmehl 997, 60 g Wasser von etwa 60 Grad und 2,5 g Malzmehl aktiv. Diese Mischung muss zugedeckt im Ofen bei 65 Grad 4 Stunden ruhen, dazwischen regelmäßig umrühren. Sobald die Zeit abgelaufen ist, legt man Klarsichtfolie direkt darauf und lässt das Malzstück abkühlen.

Jetzt benötigt man eine große Rührschüssel: Hier gibt man das Malzstück hinein und verrührt es mit 115 g kochendem Wasser, dann kommen 100 g Roggenmehl 997, 120 g Weizenmehl 550, 8,5 g Salz und 6 g gemischte Gewürze, nämlich fein gemahlener Fenchel, Kümmel und Koriander dazu, außerdem der Vorteig und der Sauerteig. Alles mit den Händen gut mischen und schön durchkneten, das kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Wer lieber die Küchenmaschine nutzt, ist schneller. Der Teig muss noch einmal abgedeckt etwa 90 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen, wird dann zum Brotlaib geformt und kann bei 250 Grad 10 Minuten und dann langsam reduziert auf 210 Grad noch 35 bis 40 Minuten fertig backen. Am besten mit etwas Dampf backen oder man stellt beim Backen eine Schale mit Wasser in den Ofen.

Bauernbrot aus Hefe und Sauerteig - die schnellere Variante

Dieses Bauernbrot besteht nur aus zwei Mehlsorten, wir brauchen 500 g Weizenmehl (Type 1050) und 500 g Roggen-Vollkornmehl. Das Mehl wird in einer Schüssel mit 1 EL feinem Meersalz, 1 Päckchen Trockenbackhefe und 1 Päckchen Sauerteigpulver zu 15 g vermischt. Dazu gießen Sie nach und nach 700 bis 800 ml lauwarmes Wasser und verrühren alles, bevor Sie mit den Händen einen weichen, klebrigen Teig kneten. Der Teig muss abgedeckt an einem warmen Ort etwa zwei Stunden gehen, so dass er sein Volumen verdoppeln kann. Nach dieser ersten Ruhezeit kann man noch 150 g gemischte Kerne, etwa Sonnenblumen- oder Kürbiskerne oder auch Leinsamen, Nüsse und dergleichen, dazugeben. Sie sollten nicht direkt gleich in den Teig kommen, da er sonst zu trocken wird. Kneten Sie den Teig auf einer bemehlten Fläche gut durch, dann halbieren Sie den Teig und formen zwei runde Brotlaibe. Diese werden mit Mehl bestäubt und kommen auf ein mit Backpapier belegtes Blech. Abgedeckt müssen die Brote noch einmal etwa zwei Stunden gehen, bevor sie auf der untersten Schiene bei 200 Grad Ober-/ Unterhitze etwa 45 bis 55 Minuten gebacken werden.

Schnelle Sonntagsbrötchen aus einem Quark-Öl-Teig

Für diese Brötchen benötigt man nur wenige Zutaten und da der Teig keine extra Ruhezeit braucht, kann man die Brötchen auch schnell spontan noch vor dem Sonntagsfrühstück backen. Zuerst sieben Sie 300 g Mehl und mischen es mit 1 Päckchen Backpulver, 1 TL Salz und 1 TL Zucker. Jetzt kommt zunächst ein Ei dazu und wird verrührt, dann 60 ml Sonnenblumenöl und wenn dieses verrührt ist 60 ml Milch und als Letztes 150 g Magerquark. Alles miteinander verrühren und dann mit den Händen zu einem Teig kneten. Nun braucht man nur noch 12 kleine Kugeln zu formen, die auf ein mit Backpapier ausgelegtes Rost gelegt und flachgedrückt werden. Achtung, lassen Sie genug Platz dazwischen, die Brötchen gehen schön auf. Mit dem Messer oben ein Kreuz einschneiden, dann insgesamt 1 EL Milch aufstreichen und sechs Brötchen mit Mohn und sechs Brötchen mit Sesam bestreuen. Im Ofen werden sie dann bei 175 Grad etwa 25 Minuten gebacken - und dann können sie mit einer leckeren Marmelade verspeist werden.

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