Einfach - und einfach lecker: Früchte auf Biskuit

Einfach - und einfach lecker: Früchte auf Biskuit

© fotolia, Möwe

Süße, saftige Sommerfrüchte auf einem leichten Boden aus Biskuit - das ist im Sommer ein einfacher, aber perfekter Kuchen-Genuss.

Vor allem ist solch ein Obstkuchen mit einem Teig aus Biskuit eine leichte Leckerei, schnell gemacht - und eine nahezu sichere Sache. Hier wird bestimmt jeder begeistert zugreifen.

Außerdem können Sie bei einem Obstkuchen fast nichts falsch machen, der luftig, lockere Teig sollte selbst Backeleven gelingen - vorausgesetzt man beherzigt einige kleine Feinheiten. Dazu werden nur noch klein geschnittene Früchte benötigt und eine Creme, etwa aus Pudding, Joghurt oder Mascarpone und ein Tortenguss zusammen gerührt - fertig ist der Kuchen.

In den Biskuit gehören: Mehl, Eier und viel Luft

Verwenden Sie für einen Bikuitteig am besten das ganz normale Weizenmehl 405. Es sollte wie bei jedem Kuchen - hier aber unbedingt! - zuvor gesiebt werden. Ein Biskuitboden kommt besonders gut an, wenn er schön locker ist, dafür sorgt gesiebtes Mehl und fest geschlagenes Eiweiß. Der Eischnee wird in aller Regel zuletzt unter die Teigmasse gehoben. Damit er gut fest wird, sollte das Eiweiß in einer Rührschüssel geschlagen werden, die keinesfalls Fettrückstände aufweisen darf - sonst wird der Schnee nicht fest. Experten wenden eine recht zuverlässige Methode an, sie reiben die Schüssel mit einer Zitrone aus. Das Eigelb wird zuvor kräftig verquirlt, so wird ebenfalls viel Luft in den Teig "hinein gerührt", manche schwören auch auf eine besonders lange Rührzeit. Verwenden Sie generell möglichst frische Eier der Größe "M". Außerdem fehlt noch eine Prise Salz, die gehört prinzipiell in jedes süße Backwerk. Fett kommt in den Biskuitteig nicht hinein, dadurch kann der Kuchen auch nicht viele Kalorien aufbieten.

Beliebte Grundrezepte für Biskuitteig

Ein dünner Boden wird daraus: Verrühren Sie drei Eigelb mit einer Prise Salz, 90 g Zucker und einem Päckchen Vanillezucker. Drei Eiweiß werden zu festem Eischnee geschlagen. Anschließend rührt man 90 g Mehl in die Ei-Zuckermasse und hebt zum Schluss das Eiweiß vorsichtig unter.

Einen dickeren Boden erhalten Sie bei diesem Rezept: Vier Eigelb mit einer Prise Salz, 125 g Zucker, einem Päckchen Vanillezucker und 4 EL warmen Wasser verrühren. Vier Eiweiß steif schlagen. Insgesamt 65 g Mehl abmessen, sieben und mit 65 g Speisestärke und einem halben TL Backpulver mischen. Die Mehlmischung zur Ei-Zuckermasse geben, unterrühren und zum Schluss den Eischnee unterheben.

Für einen Biskuit, der halbiert und somit als Tortenboden herhalten kann: Sechs Eier trennen, Eigelbe mit einer Prise Salz, 200 g Zucker und einem Päckchen Vanillezucker verrühren. Die Eiweiße steif schlagen.160 g Mehl abmessen, sieben, mit 1 TL Backpulver mischen und unter die Eimasse rühren. Der Eischnee kommt wie immer zum Schluss erst vorsichtig darunter. Übrigens, ist es nicht von Nachteil, wenn das Eiweiß in der Teigmasse sich nicht vollkommen gelöst hat.

Nicht lange trödeln: schnell verrühren und schnell in den Ofen schieben

Wichtig: Biskuitteig muss schnell verarbeitet und schnell gebacken werden. Langes Rumstehen bekommt ihm nicht gut, so entschwindet die eingeschlossene Luft und der Teig sinkt zusammen. Fetten Sie also die Backform bevor Sie mit der Zubereitung des Teigs beginnen und streuen Sie sie mit Paniermehl aus, so löst sich der Kuchen später leicht aus der Form. Manche verzichten auch auf das Prozedere und verwenden lieber Backpapier oder eine Silikon-Backform.
Anschließend füllen Sie die Teigmasse in die Form und schieben sie sofort in den Ofen. Ein Biskuit braucht etwa 10 bis 15 Minuten bei 175 bis 180 Grad auf mittlerer Einschubleiste, dies ist wie immer abhängig vom Ofen. Ob der Kuchenboden durchgebacken ist, sehen Sie bei der "Garprobe". Dazu stechen Sie mit einem Holzstäbchen in die Mitte der Backform, beim Herausziehen darf kein Teigrest am Stäbchen kleben bleiben, ansonsten muss der Kuchen weiterbacken.

Nachdem der Biskuit fertig gebacken ist, sollte er aus dem Ofen genommen und möglichst auf einem Rost in der Form abkühlen. So kann von allen Seiten Luft an die Backform und der Biskuit zieht keine Feuchtigkeit. Erst nach dem Abkühlen wird der Kuchen dann aus der Form und/ oder vom Backpapier gelöst und auf die Kuchenplatte gesetzt. Einige Kuchenbäcker streuen den Boden nun, bevor sie überhaupt Creme und Früchte einfüllen, mit süßem Paniermehl aus, um ein Durchweichen des Bodens zu verhindern.

Die Füllung: Creme, Joghurt oder Pudding

Anschließend streicht man beispielsweise Vanillepudding, Vanillejoghurt oder eine Mascarponecreme als Unterlage auf den Boden. Hier können auch Schokoraspel oder gehobelte Mandelblättchen enthalten sein. Wer Lust auf ein besonderes Backwerk hat, teilt den Boden waagerecht und bestreicht eine Hälfte mit Fruchtmus, Gelee, Buttercreme, Schokoaufstrich, Marmelade etc. und setzt den zweiten Boden darauf.

Von dieser Füllung werden die Kuchenesser begeistert sein: Einfach 250 g Mascarpone mit einem Fläschchen Bittermandelaroma und einer Flasche Buttervanille-Aroma und 50 g Zucker verrühren.

Ein Quarkaufstrich gibt dem Kuchen einen erfrischenden Pfiff: 200 g Quark mit 200 g Frischkäse und 80 g Zucker oder Honig nach Belieben mischen, etwas Zitronensaft zufügen und 100 g steif geschlagene Sahne unterziehen.

Früchte der Saison: ein bunter Kuchen schmeckt Kindern am besten

Dann werden die Früchte aufgelegt: Hier gibt es wirklich kaum Einschränkungen, ob Himbeeren und Aprikosen, Brombeeren und Pfirsiche, Heidelbeeren, Kiwi und Banane, Kirschen und Ananas oder Erdbeeren - erlaubt ist alles, was Ihnen und Ihrer Familie schmeckt. Am besten sind aber weiche Obstarten geeignet, Äpfel und Pflaumen beispielsweise schmecken auf Hefeteig oder Mürbeteig besser. Denn die Früchte werden auf dem Biskuitboden nicht gebacken.
Waschen Sie die frischen Früchte einfach sorgfältig und schneiden Sie sie gegebenenfalls in Stücke. Sie können auf dem Kuchen auch schöne Muster auflegen, lassen Sie Ihrer Kreativität ruhig freien Lauf. Kleiner Tipp: Ein bunter Kuchen schmeckt Kindern immer um Längen besser als ein einfarbiger Kuchen.
Zum Schluss kommt eigentlich nur noch ein Tortenguss, zubereitet nach Packungsanleitung, auf den Kuchen. Nicht vergessen: Unbedingt vorher einen Tortenring aufstellen, damit nichts davon fließt.

Mal eine andere Variante: Wer mag probiert den Kuchen auch einmal in einer anderen Reihenfolge. Es werden erst die Früchte auf den Biskuitboden aufgelegt und darauf kommt eine Creme aus Pudding, Quark oder Joghurt. Diese sollte aber zuvor mit Gelatine angereichert werden, damit sie nachher schön fest wird.

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