Beeren sorgen für süß-säuerlichen Sommerspaß

In kräftigen Farben verführen jetzt herrlich leckere Beerenfrüchte zum Naschen. Zuckersüße Himbeeren, dunkle Brombeeren und knall-blaue Heidelbeeren, dazwischen Stachelbeeren und Johannisbeeren in dreierlei Nuancen – die kleinen Kügelchen schmecken toll und verschwinden schnell im Mund.

Noch bis in den September hinein werden die Früchte auf Märkten und im Obstregal angeboten. Greifen Sie ruhig zu. Denn so herrlich erfrischend wie die Beeren sind, so viele gute Inhaltsstoffe sind auch enthalten. Beeren sind nicht nur lecker sondern auch gesund: Heidelbeeren und vor allem Johannisbeeren enthalten viel Vitamin C und E. In den blauen Beeren stecken dazu Gerbstoffe, die Entzündungen hemmen, bei der Wundheilung und bei Durchfall helfen. Himbeeren gelten als Schutz gegen Krebs. Die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe, tragen zur Krebsprävention bei, beeinflussen körpereigene Schutzmechanismen und stärken die Immunabwehr. In Brombeeren ist viel Kalzium, Magnesium und Kalium.

In Joghurt, Quark, Sahnecreme, zu Eis oder als Grütze mit Speisestärke gebunden, als Kuchen, Muffin oder als Marmelade – die Palette an Zubereitungen ist groß. Auch als Hauptgericht, etwa zu Hefeklößen oder als Blaubeersuppe sind die Sommerfrüchte gefragt. Am besten Sie achten beim Einkauf auf regionale Freilandware, bevorzugt natürlich aus Bio-Produktion. Wählen Sie unbeschädigte Früchte, die leicht glänzen und bereiten Sie die Beeren baldmöglichst zu. Denn sie können doch recht bald verderben. Im Kühlschrank halten sie sich bis zu zwei Tage. Nur Stachelbeeren und Heidelbeeren kann man im gemüsefach des Kühlschranks etwas länger aufbewahren. Achtung, waschen Sie alle Beeren bevor die Kinder naschen dürfen, aber behandeln Sie die Früchte vorsichtig. Schwenken Sie sie nur vorsichtig in einem Behältnis mit Wasser, damit das Fruchtfleisch nicht zerplatzt. Dann können Sie sich an die Zubereitung folgender Köstlichkeiten wagen: Viel Spaß!

Beerentraum mit Mascarpone: frisch gekühlt einfach lecker!

Lassen Sie 75 g Butter oder Margarine in einem Topf auf einer warmen Herdplatte schmelzen und zerbröseln Sie 125 g Löffelbiskuits hinein. Stellen Sie einen Springformrand mit 24 cm Durchmessern auf eine Tortenplatte und verteilen Sie die Keksmasse gleichmäßig darin, dann stellen Sie die Platte für eine Viertelstunde in den Kühlschrank, damit der Boden fest werden kann. In dieser Zeit weichen Sie zwei Blatt weiße Gelatine in etwas Wasser ein. In einer Schüssel verrühren Sie 250 g Magerquark, 375 g Mascarpone, ein Päckchen Vanillezucker, 75 g Puderzucker, drei EL Zitronensaft und die abgeriebene Schale einer Zitrone zu einer Masse. Nun lösen Sie die Gelatine erst in etwas von der Masse auf, dann verrühren Sie das Gemisch in der Schüssel und streichen die gesamte Quarkcreme auf dem Boden glatt. Die Tortenplatte muss dann wieder in den Kühlschrank, dieses Mal für mindestens zwei Stunden. Als fruchtiger Belag kommen buntgemischte Beeren auf die Torte. Waschen Sie 150 g Heidelbeeren, 100 g Himbeeren und 500 g Johannisbeeren, etwa zur Hälfte schwarze und rote Beeren. Wer mag, kann aber auch gern weiße Johannisbeeren verwenden. Falls Sie nicht die entsprechenden Beeren frisch bekommen können, ist das kein Problem, nehmen Sie dann einfach Tiefkühlware, die Sie nur frühzeitig auftauen lassen müssen. Verteilen Sie die Beeren nach Ablauf der Kühlzeit, wenn die Quarkmasse fest geworden ist, einfach in Form einer kleinen Kuppel auf der Torte. Erwärmen Sie zum Schluss noch drei Esslöffel Erdbeer-Fruchtaufstrich oder rotes Johannisbeer-Gelee, geben Sie es in einen Gefrierbeutel, bei dem Sie eine Ecke abschneiden und spritzen Sie die Masse als Glasur darauf. Fertig ist der Beerentraum!

Himmlisch süß-sahnige Nachspeise: Heidelbeer-Makronen-Parfait

Reiben Sie von einer Zitrone die Schale ab und pressen Sie die Frucht anschließend aus. Dann geben Sie drei Esslöffel vom Saft mit 50 g Zucker und 400 g Heidelbeeren in eine Schüssel und pürieren das Ganze bis Sie ein dunkles Fruchtmus erhalten. Die Hälfte der Masse verrühren Sie mit 150 g Sahne-Naturjoghurt. Den restlichen Zitronensaft und die Schale geben Sie in eine metallene, zweite Schüssel, außerdem fügen Sie hier noch dazu: fünf Eigelb, 90 g Zucker und zwei Päckchen Vanillezucker. Nun benötigen Sie zwei Töpfe mit Wasser, den einen Topf erhitzen Sie. Hier wird die Schüssel darüber gestellt und die Masse cremig gerührt. Das kann etwa 5 bis 10 Minuten dauern. Im zweiten Topf mit dem kalten Wasser stellen Sie die Schüssel dann hinein und schlagen die Masse richtig luftig auf. Wenn die Masse an Volumen zugenommen hat, geben Sie langsam den Frucht-Joghurt dazu, zum Schluss heben Sie noch 500 g steif geschlagene Sahne unter. Zerbröseln Sie jetzt 100 g Mandelmakronen. Schon geht`s ans Einschichten: Kleiden Sie zuerst eine Kastenform mit Backpapier aus oder verwenden Sie gleich eine Silikonform. Füllen Sie dann etwas von der Crememasse ein, eine Hälfte von den Gebäck-Bröseln und die Hälfte vom restlichen Fruchtmus. Nun die restliche Creme, das restliche Gebäck und den Rest vom Fruchtpüree einfüllen. Decken Sie die Form ab und stellen Sie das Parfait in den Tiefkühler. Dort muss die Creme mindestens sechs Stunden gefrieren. Damit die Süßspeise eine sahnige Konsistenz aufweist, sollte man sie etwa 20 bis 30 Minuten vor dem Essen heraus nehmen, in Scheiben schneiden und auf Tellern mit einzelnen Beeren und Kakao-Dekor anrichten. Wer mag kann auch noch gehobelte Mandeln darüber streuen und mit einem Blatt Minze dekorieren.

Für den Frühstückstisch oder zum Naturjoghurt: Stachelbeer-Johannisbeer Marmelade

Selbst gemachte Marmelade schmeckt am besten, außerdem ist sie einfach und schnell zuzubereiten: Waschen Sie je 500 g Stachelbeeren und Johannisbeeren, entfernen Sie die Stiele und pürieren Sie das Kilo Beeren in einem großen Topf mit 500 g Gelierzucker (2:1). Dann lassen Sie die Masse aufkochen und etwa drei bis vier Minuten sprudeln, bevor Sie die Garprobe machen. Dazu gibt man etwas von der Marmelade auf einen Teller, lässt sie abkühlen und schaut wie die Konsistenz ist. Nun füllt man die Marmelade mit der Suppenkelle und einem Trichter in fünf heiß ausgespülte Marmeladengläser. Die Gläser werden verschlossen und für 5 bis 10 Minuten auf den Kopf gestellt – schon hat man wieder neuen fruchtig süßen Vorrat, ganz ohne Zusatz- und Konservierungsstoffe.

Beeren – Auflauf: süßes Hauptgericht oder ein fruchtiges Dessert

Dieser Auflauf schmeckt mit verschiedenen Beeren gut. Sehr lecker ist er wie hier beschrieben auf jeden Fall mit Brombeeren! Fetten Sie eine Auflaufform ein und stellen Sie den Backofen auf 180 Grad. Waschen Sie ein Pfund Brombeeren und mischen Sie die Beeren in einer großen Schüssel mit vier, fünf Esslöffel Zucker. Wer mag kann hier ganz nach Geschmack auch mehr oder weniger Zucker verwenden. Wenn frische Beeren nicht erhältlich sind, eignen sich auch tiefgekühlte Beerenfrüchte, diese kann man auch gleich tiefgekühlt verwenden. Die Beeren werden einfach in die Form gelegt. Darüber kommt ein Rührteig: Dazu verrühren Sie ein Ei mit 75 g braunem Zucker, geben Sie sechs Esslöffel geschmolzene Butter und acht Esslöffel Milch dazu und verrühren Sie alles kräftig. Messen Sie 125 g Mehl ab, in welches Sie einen Viertel Teelöffel Backpulver mischen, und sieben Sie das Mehl dazu und rühren Sie alles gut durch. Den Teig streichen Sie einfach über die Beeren glatt und schieben die Auflaufform für eine knappe halbe Stunde in den Ofen. Wenn der Beeren-Auflauf eine schön hellbraune Kruste hat und die Küche himmlisch duftet, holen Sie ihn aus dem Ofen, streuen noch mal zwei Esslöffel Zucker darüber und servieren ihn. Guten Appetit!

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