Maria2020
Liebe Stillberaterinnen! Meine Tochter ist 10 Monate und ich möchte schön langsam mit dem Abstillen beginnen. Ich würde gerne die Milchmahlzeiten am Tag reduzieren und wenn sie ein Jahr ist auch in der Nacht. Muss ich ihr da zusätzlich Milch geben? Derzeit stille ich sie morgens, vor ihren beiden Schläfchen und abends. Sonst isst sie brav Brei, Familienkost, Fingerfood... Vielen Dank für Ihre Hilfe! Herzliche Grüße
Kristina Wrede
Liebe Maria2020, ich musste über das Wort "brav" schmunzeln. Ist ja nicht so, dass ein Baby, was mit 10 Monaten noch nicht viel Beikost mag, nicht auch "brav" wäre. Im gesamten ersten Lebensjahr sollte die Milch (egal ob deine oder Pre) Grundlage der Ernährung eines Säuglings sein, und alles andere ist BEI-Kost (nicht ANSTATT-Kost). Mit zehn bis zwölf Monaten braucht ein Baby noch mindestens zwei Milchmahlzeiten, das ist das absolute Minimum. Nach dem ersten Geburtstag benötigt ein (ungestilltes) Kind etwa 350 ml Milch (oder etwas mehr als einen kleinen Joghurt) und 20 g Käse, um seinen Milchbedarf zu decken. Es geht aber nicht nur um die Milch: Wenn du ihn abstillst, braucht er einen Saugersatz (Schnuller), um sein natürliches Saugbedürfnis zu befriedigen. Dies ist ein wichtiges Element für die gesunde neurologische Reifung eines Kindes. Und schau, auf welche Weise du die körperliche Nähe aufrecht erhältst, denn auch die braucht es, um sich gesund zu entwickeln. Lieben Gruß, Kristina
Maria2020
Vielen Dank für die rasche und hilfreiche Antwort. Mit "brav" meinte ich dass sie die Beikost gerne isst, es sollte keine Wertung dabei sein. Dass sie Milch, Nähe und etwas für ihr Saugbedürfnis braucht, ist mir natürlich klar. Ich versuche für uns beide nur einen langsamen und guten Übergang zu finden, da ich wieder arbeiten gehe, wenn sie 14 Monate alt ist. Herzliche Grüße
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