Ernährungsberaterin Birgit Neumann

Kochen für Babys und Kinder

Ernährungsberaterin Birgit Neumann

   

Antwort:

Wie viel Brot und Obst darf es am Tag sein?

Hallo mk2012
ja, das ist doch pima, dass sich dein Baby so gut weiter entwickelt hat.
Wie wäre es, wenn du auch nachmittags (weiches und gefahrenfrei verzehrbares) Gemüse und Obst bereit hältst und dein Baby ergänzend zum Brot davon nascht? Oder wie wäre es mit neuen Variationen, die Brot und Brei ebenso sinnvoll ersetzen?
Das könnten (Gemüsewaffeln, Pfannkuchen, Fruchtmuffins,Grießschnitten, oder andere Köstlichkeiten sein. So ermöglichst du deinem Sohn noch mehr prägende Essrlebnisse, die auch seine Eigenständigkeit beim Essen sowie das Kauen fördern. Den GOB kannst du, da ihn dein Baby ohnehin nicht mehr gut annimmt, einfach durch adäquate Snacks ersetzen. Ein paar Vorschläge habe ich oben genannt. Fällt dir spontan noch etwas ein, was du vielleicht selbst gerne magst? Backe doch einmal leckere Waffeln, dazu etwas (weiches) Obst-Fingerfood. Die Grundrezeptur deiner Lieblingswaffeln kannst du im weiteren Verlauf immer weiter verändern und verschiedentliche Zutaten nach Wahl einarbeiten. Du kannst bspw die Mehlsorten tauschen oder nur einen kleinen Teil des Mehles durch bspw Hafermehl, Vollkornmehl oder andere Sorten austauschen.
Mit den Butterhörnchen hast du schon eine Alternative gefunden.
Von der Familienkost darf dein Baby ebenfalls mitessen. Langsfristig wird dein Baby das essen, was du isst. Denn das was du bzw Papa isst, das wird er haben wollen und im besten Fall auch mögen und dann wiederum auch zukünftig einfordern - so funktioniert der Übergang vom Brei zum Familientisch. Dein Baby sollte immer und immer wieder die Gelegenheit haben, einfach mitzuessen. Wenn du nicht willst, dass dein Sohn Fertigsosse isst, dann serviere keine. Zugegeben im hektischen und ausgefüllten Alltag mit Baby ist das Selberkochen manchmal gar nicht leicht unterzubriingen und der Griff zu Fertigprodukten ist oft viel einfacher. Aber wenn du auch für die Zukunft möchtest, dass dein Kind bessere Produkte, andere Produkte essen soll(te), dann beginne bereits jetzt damit, ihn an diese Produkte (selbstgekochte Gerichte) zu gewöhnen. Und das klappt am besten, wenn ihr alle zusammen das Gleiche esst.

Noch ein Wort zu den Mengenempfehlungen. Sie sind immer nur grobe Richtwerte und dienen als Orientierung. Sie zeigen ggf ob es für den Speiseplan eventuelle Verbesserungsvorschläge gibt, auf die du als Mama beim täglichen/wöchentlichen Speisenangebot achten könntest. Dein Kind isst momentan gerne Brot. Was in eurem Plan dagegen eher nicht enthalten ist, das ist Fleisch/Fisch. Oder hast du das nur nicht explizit erwähnt? Versuche beim Familientisch die Speisen so zu kochen und aufzubereiten, dass dein Baby unkompliziert mit essen kann.
Von stark gewürzten und gesalzenen Speisen kannst du zuvor eine kleine Portion für dein Baby entnehmen. Das Gericht wird sich dadurch optisch kaum von eurem Essen unterscheiden und deinem Baby das Gefühl geben, das Gleiche zu essen wie ihr. Den typischen Geschmack der Speise lernt es kennen. Und daran wird sich dein Kind gewöhnen und später auch die stärker gewürzte Variante mit essen.
Dein Kleiner ist durchaus neugierig und isst neue Speisenangeboten bereitwillig und gerne mit, wie du schreibst. Nutze das aus. Vielleicht kannst du mit deinem großen Sohn zusammen backen und schlägst damit zwei Fliegen mit einer Klappe. Dein Sohn ist beschäftigt und ihr könnt auf Vorrat backen und Reste einfrieren und bei Bedarf zusammen essen.

Bspw:
süßes Hefegebäck (Phantasiefiguren)
du brauchst:
100 ml lauwarme Milch
ca 1/ 3 W frische Hefe
40g Zucker
vermischen und kurz stehen lassen.
40g weiche Butter,1/2 verquirltes zimmerwarmes Ei, 250g Weizenmehl (405), 1 TL Zitronenschalenabrieb, 1 Prise Salz.
Alle Zutaten zusammen mischen und zum Vorteig geben. Aus allen Zutaten einen Teig kneten. Solange kneten bis der Teig super elastisch und nicht klebrig ist. Abgedeckt stehen lassen bis er größer geworden ist. Hefeteig eben.
Den Teig teilen ( ca 4 Stücke) und nach Wunsch formen und nochmals gehen lassen.
Die Gebäckstücke vorher mit dem restlichen Ei ( mit Milch) bestreichen.
Bei 190 Grad ca 15 - 20 min backen.


Möhren-Vollkorn-Muffins
2 Stück
250g fein geriebene Möhre
180g weiche Butter oder Margarine (oder halb/halb)
120g (braunen) Zucker
1 P Vanillezucker
1 Prise gemahlene Vanille
1-2 Eier
200g Mehl (Weizenmehl 550)
100g Vollkornmehl (Weizen- oder Dinkel) und 1/2 P Backpulver
100g gemahlene Mandeln
1 gute großzügige ordentliche Prise Zimt
ca 8 EL Milch
Zubereitung
Möhren schälen, waschen und ganz fein raspeln.
Butter, Zucker und Vanillezucker, 1 Prise ger. Vanille schaumig rühren.
Eier unterrühren.Mehl, Backpulver und Mandeln (mit Zimt vermischt) mischen und unterrühren.Milch und Möhren unterrühren.
Die Konsistenz ist eher fest, reißend vom Löffel.
Den Teig in vorbereitete Muffinformen (am besten Silikon- oder die Formen fetten) füllen.
Im vorgeheizten Backofen (175 Grad) 25-30 Minuten backen. Herausnehmen, abkühlen lassen.
Nach Belieben verzieren.
Zuckerguss oder Schokoguss


Schokoladenschnecken französischer Art:
1 Blech
125 ml Milch (ggf mehr)
1/3 Würfel Hefe
50g Butter, geschnitten in Stückchen
250g Mehl
50g Zucker
1/2 P Vanillezucker
Prise Salz
alle Zutaten zu einem Hefeteig verarbeiten. Ausreichend lange kneten und mindestens 20 min zugedeckt ruhen lassen.
Den Teig anschliessend ausrollen. In ca 3 Stück teilen. Den Teig und mit flüssiger Butter (im Wasserbad schmelzen) bepinseln.
¾ P Schokoladentropfen (oder Schokocreme oder Rosinen (oder anderes Trockeobst) auf den Teigstücken verteilen. Die Teigstücke rollen und schliesslich Stücke abschneiden:
Den Teig von der jeweils längeren Seite aufrollen (ca 2-3 Schichten). Dann jeweils ca 4-5 cm dicke Scheiben abschneiden und auf ein Backblech (Backpapier) setzen.
Das Gebäck im Ofen bei 50° ca 30 min gehen lassen und anschliessend bei 180° Ober/Unterhitze * ca 20 min backen.
Nun wieder mit flüssiger Butter bepinseln. Weiterbacken und schliesslich Garprobe machen. Wenn fertig, dann freuen, weil sie bald nach dem Auskühlen essbar sind und sooo lecker :-)
Erinnern an „echte“ pains au chocolats.
Man kann auch auf Vorrat zubereiten und einfrieren. Nach dem Auftauen sind sie zwar nicht mehr knusprig, aber natürlich trotzdem noch gut essbar :-)

Quiche Lorraine

Quiche
Für den Teig:
200g Mehl
100g Butter oder Margarine
½ TL Salz
5 EL Wasser
Für den Belag:
2 Eier
200ml Sahne
100g Edamer oder Gouda (gerieben)
ca 3 mittelgrosse Stangen Lauch
1 Pr Pfeffer
Salz
Paprika edelsüß
ggf
etwas Macis
Eine Handvoll Speckwürfel oder 100g Schwarzwälderschinken, wenn gewünscht
Aus den angegebenen Zutaten einen Teig kneten. Zuerst mit den Knethaken des Handrührgerätes bearbeiten und dann von Hand weiterkneten. Kühl stellen.
Lauch gut waschen und in Ringe schneiden. Diese mit den Gewürzen in wenig Wasser andünsten.
Die Eier trennen. Das Eiweiß steif schlagen und das Eigelb mit der Sahne verquirlen. Würzen.
Ofen auf 175° vorheizen.
Den Teig zu einem Kreis auswellen und in die ausgemehlte Springform (mind 28 cm) geben. Überstehende Ränder wegschneiden.
Den wieder etwas abgekühlten Lauch auf dem Teigboden verteilen. Die Speckwürfel oder den Schinken darüber geben und einen Teil des Käses darauf verteilen. Die kräftig gewürzte Eiersahne darübergiessen und restlichen Käse aufgeben.
Ab in den Ofen und ca 30-40 min backen.

mit weniger Fett:
Quiche
Teig:
225g Dinkelmehl Type 630
80g Butter
1 Eigelb
1 Prise Salz
ca 40 ml Wasser
Teig kneten
ruhen lassen, in Pizzablech (Backpapier) , bei 200° ca 10 min vorbacken
Belag:
1 Becher Schmand, 1/4 Becher Sahne 2 Eier, Gewürze verquirlen, kräftig würzen
Gemüse:
ca 500g (oder mehr) Gemüse (2 kleine Pak Choi, 1 Möhre, 1 Stange Lauch, etc nach Wahl)
Gemüse putzen, waschen, klein raspeln, oder schneiden, in etwas Butter dünsten, bis es weich aber noch nicht zu weich ist. Gewürze zugeben, würzen und kräftig abschmecken (Salz, Pfeffer, Paprikapulver).
Den vorgebackenen Quicheteig mit dem Gemüse belegen, 1 Handvoll Mozzarella und Gouda gerieben darauf verteilen, die Eier-Milch darüber giessen. Käseflöckchen darauf verteilen.
Und im Ofen für weitere ca 30 min backen.

Also dann
Hast du noch Fragen oder suchst du noch Anregungen?
Bis dann
Grüße
Birgit Neumann

von Birgit Neumann am 09.05.2019

 
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