HiPP Ernährungsberatung

Veronika Klinkenberg

   

 

Wie Familienkost einführen

Hallo!

Mein Sohn ist 9 Monate alt. Derzeit bekommt er morgens 230ml Folgemilch, mittags Menü-Gläschen (seit 3 Tagen ab 8.Monat - funktionierte sofort problemlos), nachmittags GOB, abends MGB. Wenn wir am Tisch essen giert er jedem unserer Bissen nach, daher würde ich gerne beginnen ihm Brot oder ähnliches anzubieten. Jedoch weiß ich nicht, ob man ihm das einfach vorsetzt oder ob man anders beginnen soll? Wie groß sollen die Stückchen sein? Wenn ich ihm Stücke anbiete habe ich Angst, dass er ersticken könnte - er kann ja auch nicht kauen und hat noch keinen Zahn. Also wie am besten starten?
Danke für Ihre Antwort!!
Beste Grüße!

von 79anin am 26.08.2013, 08:48 Uhr

 

Antwort:

Wie Familienkost einführen

Liebe „79anin“,

Ihr Söhnchen entwickelt sich langsam zu einem Kleinkind und da bleibt es nicht aus, dass das Essen der Großen immer interessanter wird. Prima, dass der Kleine mit weichen Stückchen problemlos zurechtkommt. Das sieht ja recht gut aus.

Zwischen dem 10. und 14.Monat dürfen die Kleinen langsam an das Familienessen herangeführt werden. Da es sich hier um einen Entwicklungsprozess handelt, der von Kind zu Kind unterschiedlich verläuft, tasten Sie sich am besten erst einmal vorsichtig heran und lassen sich von Ihrem kleinen Schatz leiten.

Der Kleine hat erst vor 3 Tagen Breie mit sehr weichen Stückchen kennengelernt, deshalb würde ich erst einmal kindgerechte Knabberprodukte grob zerkleinern, mit etwa Milch anweichen und als sehr griffigen Brei geben. Das kann z.B. zusätzlich zum Getreide-Obst-Brei nachmittags oder zur Morgenmilch sein. Oder Sie nehmen kleine weiche Brotstückchen und Ihr Söhnchen taucht diese mit Ihrer Hilfe vorerst in Milch und kann das so erst einmal in kleiner Menge kennenlernen.

Kinder kommen sehr unterschiedlich mit festen Stückchen zurecht. Manche schaffen es ohne Zähnchen recht gut mit den Kieferleisten und mit dem Gaumen bzw. Zunge weiches Brot zu zerkleinern. Sehr schnell können Sie feststellen, wo sich Ihr kleiner Schatz da einreiht.

Klappt das Essen dieser angeweichten Knabberprodukte oder des angeweichten Brotes 1-2 Wochen gut, dürfen Sie mutiger werden. Dann kombinieren Sie morgens und abends erst einmal ein paar Brotstückchen zur Milch bzw. zum Milchbrei und schauen was passiert.

Nehmen Sie möglichst weiches, fein gemahlenes Brot (Mischbrot, Toast) und entnehmen vorerst die Rinde. Bestreichen Sie es dünn mit Butter, Fruchtpause oder auch mal mit Frischkäse und schneiden es in mundgerechte Stückchen. Am besten Stückchen die möglichst klein sind, Ihr Junge aber gut aufpicken und in den Mund stecken kann.

Auf die 8-Monatsgläschen können ja bald die 10-Monatsprodukte folgen. Diese Mahlzeiten haben noch mehr und noch deutlichere Stückchen.

Zeigt Ihr Kind großen Spaß am richtigen Essen und kommt gut damit zurecht, dürfen dann mit der Zeit auch mittags sehr weiche Gemüsestückchen und Beilagen, die der Kleine zusätzlich zu seiner Breimahlzeit selbstständig essen kann, folgen. Bemerken Sie, dass alles doch noch recht schwierig ist, versuchen Sie Ihren Jungen noch etwas mit den eingeweichten Stückchen zu vertrösten.

Sie werden sehen, Sie bekommen ein immer besseres Auge dafür und die Kleinen lernen ja in kurzer Zeit so viel.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei diesem neuen spannenden Entwicklungsschritt

Veronika Klinkenberg

von Veronika Klinkenberg am 26.08.2013

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