Mitglied inaktiv
Hallo, bis vor ein paar Tagen klappte die Kombi aus Brust und Flasche bei meiner Kleinen (13 Wochen) super. Dann wollte sie nicht mehr an die Brust (außer im Halbschlaf oder nach dem Aufwachen) sondern fing nur an zu brüllen, so bald sie auch nur in die Nähe der Brust kam. Mit viel Geduld hab ich bis jetzt die Milchmenge wieder gesteigert und sie tagsüber fast alle 1 1/2 - 2 Std. angelegt. Langsam trinkt sie wieder besser an der Brust. Da sie im Fläschchen (tagsüber im Wechsel mit Stillen) bis zu 150ml getrunken hat ist jetzt meine Frage, ob sie vom Stillen satt wird und wie oft ich weiterhin anlegen sollte, damit sie auch nachts durchhält. Gestern habe ich versucht auch abends nur zu stillen (Wechselseitig so oft sie wollte) aber wir haben trotzdem noch ein Fläschchen (120ml) gebraucht. Tagsüber habe ich nur gestillt. Was mache ich, wenn ich mal tagsüber nicht da bin und mein Mann die Kleine füttern muss? Mit dem Becher klappt es leider nicht. Bringt hier der Softcup Spezial Trinkbecher von Medela Erfolg (und keine Saugverwirrung)? Die Flasche möchte ich nicht mehr geben! Vielen Dank!
Liebe Meli, ob das Stillen alleine ausreicht, kann ich nicht beurteilen. Wenn Sdu ausreichend oft anlegt und sie gut gedeiht, kannst Du es weiterhin ohne Zufüttern probieren. Hier einmal die Kriterien für ein gut gedeihendes Baby: o mindestens fünf bis sechs nasse Wegwerfwindeln hat (um zu sehen wie nass "nass" ist, kannst Du sechs Esslöffel Wasser auf eine trockene Windel geben). Diese Regel gilt aber nur für voll gestillte Kinder, das heißt das Baby bekommt nichts außer Muttermilch (kein Wasser, Tee, Saft usw.). o in den ersten sechs Wochen täglich mindestens zwei bis vier Stuhlentleerungen (später sind seltenere Darmentleerungen normal) o eine durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme von mindestens 110 g pro Woche ausgehend vom niedrigsten Gewicht o eine gute Hautfarbe und eine feste Haut, o Wachstum in die Länge und Zunahme des Kopfumfangs o ein aufmerksames und lebhaftes Verhalten des Babys in den Wachphasen. Wenn dein Baby all diese Punkte erfüllt, dann dürfte alles in Ordnung sein. Es wäre sinnvoll, dein Kind auch nachts zu stillen und am Abend nicht gleich die Flasche zu geben. Die Vorstellung, dass die Brust (ähnlich wie eine Flasche) nach dem Stillen leer ist und erst wieder aufgefüllt werden muss, ist so nicht richtig. Zwar wird zwischen den Stillmahlzeiten Milch produziert, der Hauptanteil der Milch wird jedoch erst während des Stillens gebildet. Das Saugen des Kindes gibt das entsprechende Signal zur Milchbildung, der Milchspendereflex wird dann ausgelöst. Deshalb ist es auch falsch zwischen den Stilmahlzeiten eine längere Pause einzulegen, damit sich die Milch in der Brust sammelt, sondern es muss häufiger angelegt werden, um die Milchmenge zu steigern. Eine Soft Cup ist ein Spezialtrinkbecher, sieht etwa aus wie eine kleine Flasche mit einem ganz weichen Löffelaufsatz, mit dem man ein Baby zufüttern kann, ohne dass es sich an die Flasche gewöhnen kann oder muss. Er wird genommen, damit das Baby sich nicht in Richtung Flasche hin abstillt, da das viele Kinder tun. Sie ist recht teuer, aber in Eurer Situation sicherlich sinnvoll. Zusätzlich wäre es gut, wenn Du dich an eine Kollegin vor Ort wenden könntest, die dir gezielte Tipps zur Anlegetechnik und verschiedenen Stillpositionen geben kann und dir auch zeigen kann, worauf Du achten musst, wenn Du die Milchmenge steigern möchtest Wenn Du mir deinen Wohnort mit Postleitzahl angibst, suche ich dir gerne die nächstgelegene LLL Stillberaterin heraus. LLLiebe Grüße Biggi
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