Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

zufüttern, wegen Arbeit

Frage: zufüttern, wegen Arbeit

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Hallo, mein Sohn ist jetzt 5 1/2 Monate alt. Er trinkt alle 2-3 Stunden, was teilweise sehr anstrengend ist, da ich noch eine vierjährige Tochter habe. Seit ca. 3 Wochen bekommt er mittags Möhren und seit 2 Wochen abends Grießbrei, beides bekommt ihm gut und es macht ihm auch Spaß. Danach (manchmal auch vor der Mahlzeit) stille ich ihn und er trinkt auf beiden Seiten als hätte er keinen Brei bekommen. Im Dezember gehe ich wieder arbeiten, ich möchten ihn dann noch morgens und abends, wenn nötig auch nachts stillen. Wie schaffe ich es das er tagsüber mit Brei/WAsser/Saft zufrieden ist? Wenigstens 5 Stunden sollte es ohne Brust gehen. Vielleicht kannst Du mir ja einen Tip geben. Danke Liebe Grüße Martina


Biggi Welter

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? Liebe Martina, bis Dezember ist es ja noch gut sechs Wochen, da kann sich noch vieles ändern. Da dein Kleiner im Dezember etwa sieben Monate alt sein wird, ist dies ein relativ früher Zeitpunkt, um ihn nur noch morgens und abends sowie bei Bedarf in der Nacht zu stillen. Man kann eine Faustregel aufstellen, dass ein Baby mit sieben Monaten eine bis zwei zusätzliche Beikostmahlzeiten ergänzend zur Muttermilch bekommt, mit acht Monaten zwei bis drei, mit neun Monaten zwei bis vier und mit zehn bis zwölf Monaten drei bis fünf. Daneben kann und darf es so oft gestillt werden, wie es möchte. Mit sieben bis neun Monaten braucht das Kind noch mindestens drei Milchmahlzeiten, mit zehn bis zwölf Monaten noch mindestens zwei. Wird das Kind ausreichend häufig gestillt, braucht es keine andere Milchnahrung und auch keinen Milchbrei oder Flaschennahrung. Daraus ergibt sich, dass es gut wäre, wenn Du mindestens noch einmal am Tag stillen könntest, was aber nicht ausschließt, dass dein Sohn auch fünf Stunden ohne Stillen auskommen können wird. Ich würde mich an deiner Stelle auch nicht so sehr darauf versteifen, dass dein Kind ohne Brust auskommt, wenn Du da bist, denn es macht für das Kind einen deutlichen Unterschied, ob die Mutter anwesend ist oder nicht. Dein Kind weiß, dass es bei der Betreuungsperson nicht gestillt werden kann und wird dementsprechend reagieren. Wichtig ist eine langfristige und ruhige Eingewöhnungszeit bei der Person, die dein Kind während deiner Abwesenheit versorgen und betreuen wird. Du kannst also ohne großen Druck und ohne Hast versuchen, die Stillzeiten vor und nach der Beikostmahlzeit zu verkürzen und deinem Kind zu jeder Mahlzeit Wasser anbieten (Saft ist nicht notwendig und auch nicht empfehlenswert). Sobald dein Kind dann ohne dich sein wird, wird es bei der Betreuungsperson mit ziemlicher Sicherheit nicht nach der Brust suchen. Hab Vertrauen in dein Kind und dich, ihr schafft das schon. LLLiebe Grüße Biggi


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