Mitglied inaktiv
Hallo, meine Tocher (12 Tage alt) lässt sich, wenn sie schreit, immer schnell an der Brust beruhigen. Sie trinkt unregelmäßig und schläft nach ca. 5 Minuten Sillen an der Brust ein. Ich weiß oft nicht genau, weshalb sie schreit, ich kann sie aber an der Brust meist sofort beruhigen. Meine Frage ist, ob es sinnvoll ist, ihr in diese Fall immer gleich die Brust zu geben? Man soll Kinder ja auch nicht zB. mit Schokolade trösten. Die Hebamme meint, ich soll meine Tochter mit einem kalten Waschlappen an der Brust wachhalten, so dass eine Mahlzeit länger ausfällt und ich sie nicht so oft anlegen muss. So soll sie auch zu einem Trinkrhythmus finden. Ich bin da etwas skeptisch, was meinen sie? Danke und viele Grüße
Kristina Wrede
Liebe Steffinchen, du hast ja schon richtig tolle Antworten bekommen - das macht meinen Beitrag fast schon überflüssig. Dennoch möchte auch ich noch kurz meinen "Senf" dazugeben: Ein so kleines Baby hat weder einen Rhythmus, noch ein Bewusstsein für das, was ihm geschieht. Es ist jedoch ausgestattet mit Instinkten, die sein Überleben sichern. Dazu gehört, dass es so viel wie möglich im Körperkontakt mit seiner Hauptbezugsperson sein möchte (denn das gibt ihm das Gefühl der Sicherheit), dass es bei Hunger, Angst, Müdigkeit, Überreiztheit, Unsicherheit ... an Mamis Brust saugen möchte (denn da findet es Geborgenheit, Wärme, Energie, Nahrung, Trost, Ruhe). Ganz ganz allmählich wird es lernen, sich selbst zu regulieren, aber das wird noch viele Monate in Anspruch nehmen. Du kannst deiner Tochter dabei helfen, in dem du ihr ohne Vorbehalte und Angst das bietest, was sie braucht. Und momentan ist das im Prinzip tatsächlich in erster Linie deine Brust und deine Milch. Da wir selbst als Babys meist recht streng "erzogen" wurden und es in Deutschland noch immer Gang und Gäbe ist, davor zu warnen, dass Babys verwöhnt werden (im Gegensatz dazu sollte man sich als Erwachsener möglichst viel verwöhnen lassen...), haben wir -vor allem beim ersten Kind- oft Angst davor, unser Kind falsch zu behandeln und ihm "schlechte Gewohnheiten" anzuerziehen. Dabei ist das Bedürfnis nach Nähe (also häufigem Stillen in den ersten Wochen, Schlafen möglichst nah bei Mama, viel getragen werden) absolut normal - ganz im Gegensatz zu unserer Vorstellung davon, wie ein Baby "zu funktionieren" hat. Langer Rede, kurzer Sinn: Du machst nichts falsch, verlass dich auf deine mütterliche Intuition, lies "richtige" Bücher (z.B. von William Sears, La Leche Liga, Carlos González) und ansonsten lass dich bloß nicht verunsichern von Menschen, die es meist überhaupt nicht besser wissen als du... denen es nur extrem schwer fällt, ein Baby so zu nehmen, wie es ist und ihm zu gönnen dass es bekommt, was es am nötigsten braucht. Lieben Gruß und schönes Wochenende, Kristina
Mitglied inaktiv
Hallo! Du kannst Dein Kind nicht mit Deiner Brust verwöhnen ( wie mit Schoki). Du kannst es noch gar nicht verwöhnen. Was Du kannst, ist auf seine Bedürfnisse zu achten und sie erfüllen- dabei wird Dein Kind lernen, dass es sich auf Dich verlassen kann. Am Anfang müssen die Babies häufig trinken- ihr Magen ist noch klein, die Milchmenge muss sich ncoh steigern,sie werden schnell müde oder wollen einfach "nur" beruhigt werden- die Welt ist doch noch so neu für sie! Nun mit einem kalten Waschlappen zu kommen ist doch echt gemein. Ich möchte mal die Hebamme sehen, wenn sie z. B. mit einem kalten Waschlappen vorm einschlafen gehindert wird- was sind denn das für Methoden??? Deine Skepsis ist gut angebracht- mach weiter so! Höre auf DICH und Dein Kind. In den bishereigen Antworten von anderen Fragestellern findest Du gute Tips wie man ein schläfriges Baby weckt. Viele Grüße Käsemoppel
Mitglied inaktiv
Hi, also das mit dem Waschlappen geht wohl überhaupt nicht !!! Nicht das es es äußerst unangenehm ist sondern kann sie dadurch auch richtig krank werden und eine Lungenentzündung sollte man wohl nicht riskieren. Sorry aber wer solche Methoden empfielt hat den Beruf verfehlt. Mein Sohn ist mittlerweile 4 Wochen und macht genau das gleiche mit mir. Nur an der Brust ist er zu beruhigen. So schlecht ist das noch nichtmal denn das funktioniert immer auch wenn sonst nix mehr geht ! Deine Kleine wird ihren Schlaf-und Trinkrhytmus noch finden. Noch ist sie aber viel zu jung dazu um überhaupt zu unterscheiden wann es Tag oder Nacht, früh oder spät ist. In unserer Klinik hängt z.B. ein schöner Schaukasten,da ist genau beschrieben wir groß das Magenvolumen eines Neugeborenen ist. Bis zum 3.Tag ist es gerade mal so groß wie eine Murmel, erst ab am 10. Tag passt soviel rein wie in einen Tischtennisball. Nicht gerade viel wenn man bedenkt das Muttermilch sehr schnell verdaut wird (oben rein unten raus). Wenn mein Sohnemann immer wieder eingeschlafen ist habe ich ihn an der Wange oder an den Füßchen gestreichelt oder spätestens wenn ich die Brust wegnehmen wollte ist er aufgewacht. Es gibt wirklich liebevollere Wachhalte- besser gesagt Aufweckmöglichkeiten. LG cooni
Mitglied inaktiv
Hallo! dein BAby wurde bis vor 12 Tagen noch tag und Nacht mit Nahrung versorgt, es kannte keinen Hunger. Und hatte deine Nähe und Wärme. Daher ist NORMAL, dass dein Baby wenn es weint sich von deiner Brust trösten lässt. Weinen ist bei Neugeborenen schon ein sehr spätes Hungersignal und weinen macht auch sehr müde, weil dein baby beim Weinen viele Energie verbraucht. Achte mal auf die frühen Hungerzeichen: * lecken der Lippen * schmatzende Geräusche * Hand zum Mund * suchende Bewegungen - hin und herdrehen des Kopfes * Sauggeräusche * Herausstrecken der Zuge * die Augen schnell bewegen Wenn du dein Baby stillst, wenn es diese Zeichen gibst, wird es sicher länger und besser saugen. Ein Baby sollte nur dann beim Stillen wach gehalten werden, wenn es nicht gut zunimmt. Dann sind die Massnahmen wie feuchter Waschlappen und Wirbelsäulenspaziergang... notwendig. Nicht jedoch bei einem Baby das gut zunimmt. JA es ist sinnvoll dein Baby an der Brust zu beruhigen, der Schnuller der als Brustnachbildung erfunden wurde, dient ja auch dazu das Baby zu beruhigen (ruhig zu stellen). Daher ist der Vergleich mit der "Schokolade" nicht richtig. Stillen ist für ein Baby viel mehr als nur Nahrungsaufnahme, es ist Nähe und Geborgenheit; es kann dich schmecken, riechen, und fühlen. Daher machst du NICHTS falsch wenn du dein Baby mit Stillen beruhigst (stillen kommt ja auch von "still werden" - schön nicht :-)) Der Magen deines BAbys ist noch sehr klein, so gross wie seine Faust, oder ein Teebeutel, da passen noch keine grossen Mengen hinein. Das ist auch wichtig um den noch unreifen Verdauungsapparat nicht zu überfordern. Der Organismus eines Baby ist auf viele kleine Mahlzeiten eingestellt - und Muttermilch ist sehr leicht verdaulich daher braucht dein Baby öfters Nahrung. Du kannst dir einen sehr guten Infotext zum Stillen eines Neugeborenen mit dem Vergleich wie gross sein Magen ist unter www.afs-stillen.de (Neugeborenes stillen) kostenlos bei den Faltblättern herunterladen. Auf jeden Fall solltest du dir zusätzlich Rückenstärkung durch eine Stillberaterin holen. www.lalecheliga.de oder www.afs-stillen.de oder www.bdl-stillen.de LG susa
Mitglied inaktiv
hallo ! Ging mir am Anfang ählich, trinkfaul und wieder eingeschlafen. Ich musste sie auch wach halten damit sie was getrunken hat. Habe Hände und Füsse "geknetet", am Ohr gezuppelt, am Kinn gewippt und auch dem Kopf etwas fester gestreichelt oder leicht massiert. So hats ganz gut geklappt! Vielleicht klappts bei Dir auch! Gruss kati
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