Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

Wunde Brust

Frage: Wunde Brust

Mitglied inaktiv

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Mein Baby ist jetzt schon 3 1/2 Monate alt, und seid fast 2 Monaten habe ich eine Wunde Brust, mal geht´s besser mal schlechter. Die andere ist ok, schmerzt zur Zeit aber auch, v.a. zu Beginn des Stillens. Ich vermute, dass es mit der Trinkweise zusammenhängt. Beim Saugen macht sie solche Geräusche, als würde sie Luft einsaugen und kein richtiges Vakuum zustandekriegen, sie "schnalzt". Ich war bei einer Versammlung der Liga, aber leider konnten sie mir dort auch nicht helfen, ich solle der Kleinen gut zu reden... Vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen... Vielen Dank schon mal!


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Liebe UtaMadrid, wo wohnen Sie denn? Vielleicht gibt es ja noch ein anderes Treffen in Ihrer Umgebung, manchmal passen Mutter und Beraterin nicht zusammen und dann klappt es nicht so gut mit der Beratung. Das, was Sie beschreiben, klingt ganz klar nach einem Problem mit der Trinktechnik. Wunde Brustwarzen entstehen in über 80 % der Fälle durch falsches Anlegen oder Ansaugen. Es ist extrem wichtig, korrekt anzulegen, nicht nur um wunde Brustwarzen zu vermeiden, sondern auch, damit die Brust gut stimuliert und richtig entleert wird und so die Milchbildung gut in Gang kommt bzw. aufrecht erhalten wird. Deshalb ist es entscheidend, dass Sie sich möglichst gut über das Stillen und die grundlegenden Dinge wie korrektes Anlegen und Ansaugen, das Prinzip von Angebot und Nachfrage, Stillen nach Bedarf usw. informieren. Nochmals: Ganz wichtig ist dass Sie wissen, wie korrekt angelegt ist und woran Sie erkennen, dass das Baby richtig ansaugt und effektiv an der Brust trinkt. Genaueres dazu finden Sie, wenn Sie oben in den Infobereich unter "Stillen - So klappt es" klicken. Dort gibt es, z.B. unter "Trink schön, mein Kleines.... Das richtige Anlegen" (rechts, relativ weit oben) oder "Was mache ich... wenn meine Brustwarzen wund sind (rechts unten) gute Hinweise, die Ihnen schnell Besserung bringen sollten. Überprüfen Sie, ob Ihr Sohn korrekt angelegt ist und probieren Sie auch andere Stillpositionen aus, z.B. den Rückengriff, wo die Beine des Kindes seitlich nach hinten entlang Ihrem Körper liegen. In dieser Position können Sie gut beobachten, ob Ihr Sohn sein Mündchen weit genug aufmacht. Auch wenn Ihr erster Besuch bei einem LLL-Treffen nicht viel gebracht hat, was mir sehr leid tut, ist es sehr wichtig, dass Sie jemanden in Ihrer Nähe finden, der Sie persönlich unterstützen kann. Das muss nicht eine LLL-Frau sein, auch Beraterinnen der AFS sind sehr kompetent, und dann gibt es natürlich noch die "IBCLC"s, professionelle Stillberaterinnen, die jedoch meist eine Gebühr für ihre Beratungen berechnen müssen. Stillprobleme aufgrund falscher Position bessern sich merklich innerhalb kürzester Zeit, wenn korrekt angelegt wird! Darum würde ich mich sehr freuen, wenn Sie mir Ihren Wohnort mit PLZ schreiben würden. Herzlichen Gruß, Kristina


Mitglied inaktiv

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Vielen Dank, Kristina Aber ich wohne in Madrid und hier gibt es ausser der LLL keine Stillberaterinnen. Ausserdem meinte sie, dass ich das Baby richtig angelegt hätte... dass das Problem vielleicht der Nucki sei, den ich aber nur abends zum Einschlafen gebe. Ich werde es halt nochmals bei einem anderen LLL Treffen versuchen... Liebe Grüsse Uta


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Liebe Uta, sprichst Du Spanisch? Es gibt in Madrid auch Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC. Eine von ihnen ist Dr. Carmela Baeza, Ärztin. Vielleicht findest Du sie im Branchenverzeichnis und kannst einen Termin mit ihr vereinbaren. Bei anhaltenden Schmerzen und wunden Brustwarzen trotz korrekter Stilltechnik könnte es auch ein Pilz sein, der die Beschwerden verursacht. In diesem Fall müssen Mutter und Baby gleichzeitig und lang genug behandelt werden, damit die Erkrankung wirksam bekämpft wird. Nicht immer lässt sich die Pilzinfektion durch einen Abstrich nachweisen. Sprich am besten Mal mit Deinem Hausarzt/Deiner Hausärztin darüber, ob es für Euch sinnvoll sein könnte, eine antimykotische Behandlung durchzuführen. Herzlichen Gruß nach Madrid, Kristina


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