Mitglied inaktiv
Hallo Frau Welter, ich schreibe Ihnen wieder mal zu meinem "ewigen" Thema, das Abstillen. Ich habe vor einiger Zeit Ihnen geschrieben, weil mein Sohn (21 Monate) für einige Male von allein nicht mehr an der Brust einschlafen wollte, der Versuch dies so zu behlalten, hat leider gar nicht geklappt. Desahlab habe ich das dann sein gelassen und versuchte doch wenigstens den Vormittag und Nachmittag absoulut stillfrei zu bekommen, so dass ihm nur noch das Stillen zum Einschalfen und das Stillen in der Nacht bis zum endgültigen Abstillen erhalten bleiben, doch auch das erweist sich als sehr schwierig. Ich versuche ihn viel abzulenken, mit rausgehen, spielen, baden und vieles mehr, biete ihm immerwieder was leckeres zum Essen und Trinken an, versuche auch das Stillen hinauszuzögern, wenn er danach verlangt, habe unseren ganzen Tagesablauf umgestellt, so dass er dadaurch das Nuckeln-Wollen vielleicht vergisst. Doch jeglicher Versuch eine gewisse Ablösung zu erreichen, scheitert irgendwie und ich habe das Gefühl, ich komme nicht richtig weiter mit dem Abstillen. Er spürt das sofort, wenn es wieder mal einen neuen Abstill-Versuch gibt, dann klammert er wieder mehr als sonst, ich lasse es dann für eine weile und versuche es in einigen Wochen wieder, aber dann geht alles wieder von vorne los. Klammern, protestieren mit weinen und schreien. Ich spreche auch mit ihm und versuch ihm das zu erklären, er guckt mich dann so an und nuckelt heftig weiter (wenn er gerade an der Brust liegt), als wolle er mir sagen: "ich denk nicht dran, damit aufzuhören" :) Das ganze ist so anstrengend für mich, es zerrt an meine Nerven und meine Kraft so sehr, dass ich gar nicht mehr so richtig weiß, wie das weiter gehen soll und den Überblick darüber verliere. Ich habe das Stillen sehr gern getan und genossen (habe auch nur "nach Bedarf" gestillt) und ich bin eine richtige Still-Befürworterin auch für das Stillen nach dem ersten Lebensjahr , aber langsam ist der Punkt für mich gekommen, dass ich diese Stillbeziehung nun "bald" beenden will, weil es mir schon zu oft wird. Mein Sohn will das aber, wie es aussieht, noch gar nicht. Ich möchte aber nach dem zweiten Lebensjahr nicht mehr stillen. Auf der einen Seite erschöpft mich dieses ewige nuckeln-wollen am Tag, dass ich es mir nicht mehr vorstellen kann noch viele weitere Monate so weiter zu stillen. Ich kann das irgendwie nicht mehr, ich bin oft müde und erschöpft und das macht mich richtig kraftlos. Vieles an Haushalt und anderes bleibt liegen und auch die Geschwister (zwei Brüder) kommen immer wieder zu kurz dadurch. So läuft es ab in der Wochenbett-Zeit (da habe ich auch bewußt vieles liegen gelassen, weil das Stillen mir viel wichtiger war) mit einem Neugeborenen, einem 6-9 monate alten Baby, aber doch nicht mehr mit einem fast zweijährigen?? So habe ich mir das mit dem Abstillen nicht vorgestellt, es dreht sich alles nur noch um dieses Thema. Und so wie es schön war zustillen, so möchte ich auch entspannt und zufrieden abstillen. Doch wie??? Ich würde mich sehr freuen, wenn sie mir hilfreiche Tipps geben könnten! Vielen Dank schon mal!
Liebe mami2, das ist keine leichte Situation und es ist vollkommen in Ordnung, wenn Du nun bereit für eine Veränderung bist- Dein Sohn ist jetzt in einem Alter, in dem er verstehen kann, dass Du so nicht weitermachen kannst. Er wird sehr genau spüren, dass Du ihm zwar die Brust, aber nicht deine Liebe entziehst und er wird lernen, das zu akzeptieren. Dein Kleiner spürt im Moment ganz sicher deinen Zwiespalt und da er sich nicht hinsetzen und sagen kann "Mama, ich spüre, dass Du dir nicht sicher bist, was jetzt das Richtige ist, deshalb werde ich dir jetzt bei deiner Entscheidungsfindung helfen" reagiert es auf deine Zweifel mit Unruhe, Weinen und Verunsicherung. Er hat keine anderen Ausdrucksmöglichkeiten als Weinen und (vermehrte) Anhänglichkeit. Babys sind für "geordnete Verhältnisse", Unsicherheit und Zweifel bringen sie aus dem Gleichgewicht. Wichtig ist nun, dass ihr zum Einen wirklich miteinander redet und Du deinem Kind klar erklärst und sagst, was Du willst und was Du nicht mehr willst. Zum Anderen muss für dein Kind deutlich erkennbar sein, wo deine Grenzen gesetzt sind. Liebevolle Konsequenz ist das Zaubermittel in der Erziehung. WENN dein Kleiner tatsächlich "nur" aus Gewohnheit so oft an den Busen will und nicht, weil es ein wirkliches Bedürfnis hat, das befriedigt werden muss, dann ist es durchaus machbar, zumindest einen Teil der Nacht zur Stillfreien Zeit zu erklären. Man erklärt dem Kind schon bei Tag, was sich in der Nacht ändern wird, und versucht, Signale zu definieren, die es wieder erkennen kann (z.B. "erst wenn der Radiowecker angeht, dann darfst Du trinken") und die sich eventuell anpassen lassen (den Radiowecker kann man etwa jeden 2. Tag eine viertel Stunde nach hinten programmieren, so dass die Pause immer länger wird). So wird die Nacht allmählich stillfrei. Wenn sich das Kind dann beschwert, dass es nicht trinken darf (und das kann es natürlich nur durch weinen oder schreien), dann tröstet man es und gesteht es ihm auch wirklich zu, sauer zu sein, aber bleibt konsequent beim "Nein", bis der vereinbarte Zeitpunkt (z.B. der Radiowecker geht an) für das Stillen gekommen ist. Dann jedoch sollte die Mutter auch von sich aus ihrem Kind die Brust anbieten - so lernt es, dass es sich auf ihr Wort verlassen kann. Natürlich kannst Du (oder dein Mann) Noah während der Nacht einen Schluck Wasser oder auch einen Schnuller anbieten, doch das wird anfangs meist mit Wut abgewiesen, was auch ok ist. Ehrlicherweise muss ich dazu sagen, dass die ersten Nächte zwangsläufig sehr unruhig sein werden. Doch in der Regel akzeptieren Kinder relativ schnell die neuen "Spielregeln", und je älter sie sind, desto einfacher. Einen "Knacks" beim Kind braucht man nicht zu befürchten, wenn man ihm wirklich beisteht und ihn nicht "straft" für seine natürliche Reaktion auf diese Veränderung, z.B. in dem man das Kleine allein im Zimmer lässt und von ihm verlangt, nicht zu weinen. Nur wenn sich dein Kind über mehrere Tage hinweg gegen diese Stillfreie Zeit sperrt, oder gar tagsüber extrem anhänglich bzw. weinerlich wird, oder gar eine Hautreaktion zeigt, dann weiß die Mutter, dass es noch zu früh ist und sie vielleicht einfach noch ein paar Wochen warten und durchhalten sollte. Ich wünsche dir von Herzen, dass es bald wieder besser klappt und Du auch einmal Zeit für DICH, deinen Mann und die anderen Kinder hast! LLLiebe Grüße, Biggi
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