Sandra1224
Liebe Biggi! Erst vor kurzem hab ich geschrieben, dass meine Tochter, 14 Wochen, nicht mehr ordentlich an der Brust trinkt. Du warst die Einzige die mir geraten hat den Schnuller wegzulassen und siehe da, es ist viel besser geworden, wenn auch noch immer nicht ganz ok. Vielen Dank für den Tipp, alle anderen haben gesagt, so etwas wie eine Saugverwirrung gibt es kaum. Aber auch ich hatte im Gefühl, dass es eine Saugverwirrung ist. Nun aber zu einem anderen Problem. Wir hatten beide Corona und meine Tochter hat fast gar nichts mehr getrunken, waren dann im Spital. Auch während meiner Infektion hat das Stillen theoretisch super geklappt, genügend Milch, nur die Maus hat nicht gut getrunken. Als wir wieder nachhause kamen, hat das Trinken wieder nur sehr mühselig funktioniert. Ich habe das Gefühl sie möchte einfach nicht trinken. Jedenfalls habe ich dann die Nerven verloren und nur noch geheult, ich stille sie doch so gerne und möchte nicht zum Fläschchen greifen. Leider ist seit diesem Tag die Milch weniger geworden, der Milchspendereflex setzt nur noch zaghaft und kurz ein und meine Tochter hat innerhalb einer Woche nicht zugenommen, einmal 10 , 20 g weniger, dann wieder mehr. Wenn sie trinkt nur 1 Minute, dann hört die Milch auf. Biggi, was kann ich denn jetzt tun? Muss ich jetzt wirklich zufüttern? Kann ich noch ein paar Tage probieren, ob sie zunimmt? Und vor allem was kann ich tun, um die Milch wieder mehr werden zu lassen und den Milchspendereflex schneller und länger zu aktivieren? Leider trinkt sie eben auch nicht lange an der Brust, weshalb das Wechselstillen nur bedingt klappt.... Leider hab ich das Vertrauen in die 2, 3 Stillberaterinnen in meiner Umgebung verloren, die mir alle sagten es sein keine Saugverwirrung und mich animierten ihr das Fläscheb zu geben :(. Bin sehr verzweifelt. Danke für deine Hilfe Viele liebe Grüße Sandra
Liebe Sandra, ich würde abgepumpte Muttermilch zufüttern und zwar mit dem Brusternährungsset. Das Brusternährungsset regt zu gutem Saugen an der Brust an, stimuliert die Milchproduktion und vermeidet den Einsatz von Flaschen. Das Brusternährungsset besteht aus einem Behälter für die zugefütterte Flüssigkeit (einem Plastikbeutel oder einer Flasche), der an einer Kordel um den Hals der Mutter hängt und zwischen ihren Brüsten ruht. Eine dünne Schlauchverbindung geht von dem Behälter zur Brust der Mutter, wo der Schlauch so befestigt wird, dass sein Ende etwa sechs Millimeter über die Brustwarze hinausragt. Bei einigen Modellen besteht die Möglichkeit, den Schlauch im Deckel abzuklemmen, um zu verhindern, dass die Milch bereits fließt, bevor das Baby saugt. Es gibt über verschieden dicke Schläuche je dicker der Schlauch, umso schneller fließt die Milch. Welcher Schlauch zum Einsatz kommt, hängt davon ab, wie wirkungsvoll das Baby saugt und welche Zufütterung es benötigt. Ein Brusternährungsset kann in der Apotheke bestellt werden oder über eine Stillberaterin oder die La Leche Liga bezogen werden. In Deutschland wird nur das Brusternährungsset der Firma Medela vertrieben. Es ist es wirklich wichtig, dass du professionelle Hilfe bekommst, Du solltest dich unbedingt an eine ausgebildete Still und Laktationsberaterin IBCLB wenden. Schau mal unter: http://www.bdl-stillen.de Pumpst du im Moment zusätzlich ab, um die Milchmenge zu steigern? Lieben Gruß Biggi
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