Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Wie lernt Baby nicht nur auf dem Arm zu schlafen?

Frage: Wie lernt Baby nicht nur auf dem Arm zu schlafen?

Saskia B.

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Guten Tag, ich bin ganz neu hier und erhoffe mir ein paar gute Ratschläge. Meine Tochter ist jetzt 6 Monate alt und wird voll gestillt. Seit 2 Tagen führen wir sie an Beikost heran. Nun mein “Problem“. Alina ist schon immer beim stillen an der Brust eingeschlafen. Wenn sie dann eingeschlafen ist, kann ich sie tagsüber allerdings nicht weglegen. Sie wacht sofort auf und fängt manchmal auch an zu weinen. Es spielt keine Rolle, ob ich sie auf's Sofa, ins Bett oder in die Babyschale lege. Wenn sie dann wach aber eigentlich müde ist schafft sie es nicht wieder einzuschlafen. Abends ist es nicht so ein großes Problem. Wenn sie ihren Schlafsack an hat, ich sie im Halbdunklen gestillt habe und sie dann eingeschlafen ist, kann ich sie meist ohne Probleme ins Bett legen und sie schläft auch meistens durch (zwischen 6-9 Stunden). Aber tagsüber klappt das irgendwie gar nicht - warum? Und kann ich das trainieren? Einfach immer wieder weglegen - lernt sie das dann irgendwann? Gerade Mittags dauert das Schläfchen meist 1 Stunde oder länger und ich muss jeden Tag die ganze Zeit sitzen bleiben und darf mich nicht viel bewegen. So langsam ist das eine Belastung für mich. Vielen Dank für Ihre Meinung. Saskia Brümmer


Biggi Welter

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Liebe Saskia, es gibt einen Grund, warum Ihr Kind aufwacht, sobald Sie es hinlegen. Es wird einfach deshalb wach, weil es durch die Lageveränderung von senkrecht zu waagerecht geweckt wird. Eine solche Lageveränderung reizt das Gleichgewichtsorgan im Ohr und kann dazu führen, dass das Baby aufwacht. Wenn ein Baby liegend (an der Brust) einschläft und liegen bleiben kann, die Lageveränderung also wegfällt, sind die Chancen, dass es weiterschläft erheblich besser. Das gemeinsame Schlafen hat eine ganze Reihe von Vorteilen und verhilft der Mutter zu mehr Schlaf. Möglicherweise wird Ihr Kind auch wach, weil das Bett kälter ist als der Körper von Mutter oder Vater. Diese Temperaturunterschiede können ebenfalls zum Aufwachen führen. Hier hilft es, das Baby in eine Decke zu wickeln und in die Decke eingewickelt hinzulegen. Auch der Kopf sollte in der Decke liegen. Auch ein Tragetuch kann wirklich ein Zaubermittel sein. Ihr Baby kann Ihre Nähe spüren, es wird sich an Ihrem Körper beruhigen, Koliken verringern sich, es wird weniger weinen, vielleicht sogar recht gut schlafen und Sie haben mindestens eine Hand frei (und auch Ihren Kopf, weil das Baby wieder ruhiger ist), um andere Dinge zu tun. Versuchen Sie es einmal. Eine Autorin nennt dies so schön `Perspektive teilen“. Das Tragetuch ermöglich es dem Kind, am Leben der Familie problemlos teilzunehmen und mit dir die Perspektive zu teilen. LLLiebe Grüße Biggi


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