Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Wie lange kann ein Kind von Milch leben

Frage: Wie lange kann ein Kind von Milch leben

Mama-von-Linchen

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Hallo, Ich bin momentan sehr unschlüssig, was das Stillen angeht. Meine Kinderärztin meint (das habe ich schon mal hier geschrieben) dass ich nachts nicht mehr stillen muss/sollte, da meine Tochter (12) Monate tagsüber essen soll. Insgesamt ist sie sehr zart ( 7200g) aber das liegt in der Familie. Mein Mann wurde früher auf Kleinwnwüchsigkeit getestet und meine Schwägerin war auch immer aus den Kurven raus. Nun isst meine Tochter nie gut. Momentan aber wieder besonders schlecht. Zum Frühstück fast nur Wurst, Käse und Tomate. Zum Mittag wird alles probiert, aber nix gegessen. Heute vielleicht 3 Happen Hack einen Pommes einen Löffel Kartoffelbrei und wieder etwas Tomate (wir waren bei Ikea;) ansonsten koche ich, aber da isst sie auch nur selten besser.) Nachmittags einen Quetschi und am Abend vielleicht 3 Spätzle und wieder etwas Quetschi. Sie zeigt sehr deutlich, was sie essen will und Abendbrei will sie zum Beispiel sicher nicht. Sie dreht den Kopf weg und isst nichtmal, obwohl ich ihn extra auch gegessen habe und sie selbst löffeln durfte. Im Moment mag sie wieder hauptsächlich Milch. Sie setzt sich auf meinen Schoß, tippt auf die Brust und quietscht vor Freude, wenn sie sie bekommt. Ich würde ihr einfach immer weiter alles anbieten und sie stillen, wenn sie das eben will. Meine Kinderärztin und auch Herr Busse verunsichern mich aber. Herr Busse schreibt z. B., dass ein Kind mit eins Milch nur noch zum Müsli oder im Becher bekommen soll. Deshalb meine Frage : kann meine Tochter so ausreichend versorgt werden? Wie lange kann ein Kind denn über (hauptsächlich) Muttermilch seinen Tagesbedarf decken? Über Wurst, Obst und Gemüse bekommt sie einige Nährstoffe, aber sicher nicht viele Kalorien... Viele Grüße Linchens Mama


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Linchens Mama, ab dem ersten Geburtstag sollte schon langsam geschaut werden, warum dein Kind so gar nicht essen mag. Wurde der Eisenwert des Kindes kontrolliert? Kann dein Kind eventuell einen Zinkmangel haben? Beides kann die Ursache für ein schlecht essendes Kind sein. Wichtig ist jetzt wirklich, dass die Ursache für die Essensverweigerung gefunden wird und nicht, dass mit dem Kind eine Gewaltkur inklusive plötzlichen (und traumatischem) Abstillen veranstaltet wird. Gleichzeitig solltest Du versuchen, deinem Kind feste Nahrung anzubieten. Nicht nur Brei, denn sehr oft liegt das zögernde Essverhalten einfach daran, dass das Kind keinen Brei mag und/oder nicht gefüttert werden will. Es gibt Kinder gibt, die es geradezu hassen, wenn ihnen etwas in den Mund gesteckt wird und schon fast panisch darauf reagieren, wenn der Löffel kommt. Diese Kinder essen aber oft sehr gut, wenn man sie selbst essen lässt. Setze auf den Nachahmungstrieb des Kindes und biete ihm an, was auch ihr esst (natürlich nur, wenn es sich um etwas babygeeignetes handelt). Stillkinder sind durch die immer wieder auftretenden Geschmacksveränderungen der Muttermilch (je nach dem was die Mutter isst, schmeckt die Milch unterschiedlich) an den Speiseplan der Mutter gewöhnt und lehnen andere Nahrung dann oft ab. Wenn Du zum Beispiel nie gekochte Karotten isst, dann kennt dein Kind diesen Geschmack nicht über die Muttermilch und wird sie höchst wahrscheinlich auch vom Löffel ablehnen. Was sollst Du denn machen? Dein Kind in einen Schraubstock spannen, ihm die Nase zuhalten, damit es den Mund auf macht und ihm dann unter Zuhilfenahme eines Kartoffelstampfers feste Nahrung in den Magen zwingen? Was macht ein Mensch, den man mit Gewalt dazu zwingen will, etwas zu tun? Er blockiert oder zerbricht. Beides ist nicht wünschenswert, schon gar nicht in der Eltern Kind Beziehung. Druck und Zwang sind nicht geeignet, um ein Kind zum Essen zu bringen. Im Gegenteil: je mehr Druck, je mehr Kampf es gibt, um so schwieriger wird die Situation und zum Schluss gibt es in diesem Kampf ums Essen nur Verlierer. So schwer es auch fällt, versuche die Geduld zu bewahren und mach weiterhin keinen Kampf ums Essen. Wenn es erst einmal so ist, dass das Essen Machtkampf bedeutet, dann sind wir Eltern sehr schnell die Verlierer und viele Essstörungen haben ihre Ursache in einem krampfhaften Machtkampf ums Essen im Baby und Kleinkindalter. Probier es einfach weiterhin immer wieder aus und gib deinem Kind noch etwas Zeit. LLLiebe Grüße Biggi


Mama-von-Linchen

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Na mal sehen. Mit einer Blutuntersuchung will die Ärztin noch warten. Sie meint, dass dienkleine sehr fit und ist und es wahrscheinlich in der Familie liegt, dass sie schlecht isst. Wir waren auch so. Es ist auch nicht so, dass sie nie etwas mag. Sie bekommt alles, was wir auch essen. Den Mittagsbrei habe ich schon vor ein paar Monaten durch Familienessen ersetzt. Den habe ich sonst nämlich immer weggeworfen. Neulich gab es Weißwurst und davon hatbl sie eine ganze gegessen. Ich glaube, sie isst halt nur, wenn sie Appetit hat. Ich zwinge sie auch nie oder lenke sie ab. Sie soll ja bewusstes Essen lernen. Ich versuche es mal weiter und frage im Januar beim Impftermin nochmal nach den Blutwerten. Dann stille ich aber erstmal noch nicht ab. Am Tag trinkt sie eh kaum noch. Nur morgens, nachts und am Abend.


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