Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Wie kann ich in der Nacht abstillen?

Frage: Wie kann ich in der Nacht abstillen?

olka734

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Hallo, meine Tochter ist fast 9 Monaten. Bis 6Monaten habe ich sie nur gestillt. Dann hat sie Mitagsbrei bekommt, dann Abendbrei und jetzt bekommt sie auch Nachttisch, also ein Obst. Mitsgsbrei isst sie nicht so gerne. Jetzt bekommt sie eigentlich Essen in Stück. Gemüse oder so, es ist ein bisschen besser mit essen. Nachttisch isst sie gut und Abendbrei isst sie 200ml Haferbrei mit Apfel. Dann in eine Stunde bekommt sie Brust. Dann schläft sie ca.3 Stunde. Sie einschläft am Brust. Ich habe probiert ohne Brust sie zum Schlafen bringen und manchmal das klappt, aber jetzt wieder nicht. Und in der Nacht ist sie ständig wach. In jeder Stunde. Sie will weder Schnuller noch Flasche. Ich weiß nicht ob sie nicht zu viel Milch bekommt. Morgens bekommt sie auch Brust. Ich weiß nicht, ob ich das alles gut mache. Vielleicht braucht sie noch so viel Milch? Sie bekommt Zähne. Vielleicht soll ich abwarten bis sie Zähne bekommt und dann wieder ohne Brust einschlafen? Ich weiss nicht was soll ich in der Nacht machen, wenn sie wach ist und möchte nur Brust. Ist es in Ordnung wenn sie so viel Essen bekommt. Früher hat die ganze Nacht durchgeschlafen. Liebe Grüße olka


Biggi Welter

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Liebe olka, der Wunsch von uns Großen, dass ein Baby ab sechs Monaten (oder einer anderen Altersgrenze) nachts nicht mehr aufwachen darf und nachts keine Nahrung mehr braucht entspringt in keinster Weise dem natürlichen Verhalten und den Bedürfnissen eines Babys oder Kleinkindes, sondern er entstammt dem (verständlichen) Wunsch der Erwachsenen, die gerne ihre Nachtruhe hätten. (Und sicher ja auch brauchen.) Also, ganz klar: Du hast nichts falsch gemacht, und es liegt auch nicht an dir, dass deine Kleine sich verhält, wie er sich verhält! (wäre es anders, warum glaubst du gibt es soooo viele Ratgeber zum Thema??) Du kannst jetzt mit vielen Tricks versuchen, die Situation zu verändern, aber es wird nur Stress und Tränen geben, denn dein Kind IST einfach in der Phase, in der es dich so viel braucht. Ein Baby muss eine gewisse Reife erreichen, um längere Zeit schlafen zu können. Wann dieser Zeitpunkt erreicht wird, ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Eine Flasche mit künstlicher Säuglingsnahrung (oder ein Abendbrei) verbessern das Schlafverhalten nicht (das wurde in Studien nachgewiesen). Es gibt nicht wenige Kinder, die dann sogar noch weniger schlafen. Auch wenn das Kind am Tag viel isst, schläft es nicht besser, denn es wacht ja nicht nur wegen dem Hunger auf, sondern sucht Nähe und Geborgenheit! Die unruhigen Tage und Nächte sind furchtbar anstrengend, daran kann ich mich auch noch gut erinnern. Trotzdem: Sie sind normal und werden garantiert irgendwann vorbei sein. Wann, kann ich leider nicht sagen. Aber sie gehen wirklich vorbei! Bis dahin kannst du probieren, dir den Alltag so einfach wie möglich zu machen, so dass auch du tagsüber mal ein kurzes Nickerchen machen kannst. Vielleicht hilft euch der Kinn-Trick. Der ist oft sehr hilfreich bei Babys, die die Brust fast ein wenig aus Gewohnheit im Mund haben wollen beim Schlafen. Dabei legst du, wenn du die Brust dem schlafenden Kind aus dem Mund gezogen hast, einen Finger längs unter die Unterlippe, so dass die Lippe beim "Suchen" einen gewissen Widerstand spürt. Dieser Widerstand wirkt beruhigend auf viele Kleinen, und sie schaffen es sich zu entspannen und eine tiefere Schlaf-Ebene zu erreichen... Das geht auch, wenn das Kind im Schlaf oder Halbschlaf wieder zu "suchen" beginnt: Man drückt ganz sanft sein Kinn nach oben. Bei vielen Babys wirkt das Wunder und sie schlafen plötzlich auch ohne Brust weiter/wieder ein. Manche Mütter berichten, dass es sogar geholfen hat, wenn sie ein kleines Kuscheltier ans Kinn des Kindes gelegt haben... Da ist es natürlich wichtig darauf zu achten, dass die Atemwege nicht blockiert werden :-). Ich hoffe, es ist etwas dabei, das dir weiterhilft! Überlege dir auch einmal zu einem Stillgruppentreffen zu gehen und tausch dich dort mit den anderen Müttern aus. Vielleicht hast Du sogar das Glück so wie ich vor Jahren, dass Du dort Mütter oder eine Stillberaterin kennen lernst, die bereits ältere Kinder haben und Du kannst miterleben, dass es sich lohnt noch etwas durchzuhalten. LLLiebe Grüße Biggi


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