Mitglied inaktiv
Meine Tochter (3 Wochen) hängt mir zu lange an der Brust. An schlechten Tagen hängt sie quasi den ganzen Tag über an der Brust. Sie trinkt ein paar Schlucke, nuckelt und schläft ein. Wenn ich sie dann weglege wacht sie auf und will wieder essen und das geht dann den ganzen Tag über so und wenn ich Pech habe auch die ganze Nacht. Das schlimme ist dass ich dann zu nichts komme weil sie einfach den ganzen Tag über an der Brust hängt und dann nicht schläft den ganzen Tag über ausser dass sie ein bisschen an der Brust eindöst aber richtig schlafen tut sie nicht . Der Haushalt sieht aus wie sau, ich kann selber kaum essen und trinken oder ich muss sie kurz ablegen und dann kurz was essen zu können. Auf Dauer stresst mich das dann. Ich bräuchte eine Lösung wie ich ihr beibringen kann besser zu trinken weil sie ja auch nicht vernünftig schläft. Ich weiß nicht mal ob ich genug Milch habe weil ich selber kaum was essen kann. Und dann wäre es so, dass sie dauernd Hunger hat weil ich zu wenig Milch habe, sie deshalb zu oft an der Brust ist und ich dann nicht was essen kann weil ich den ganzen Tag über sie stille. Sie muss ja nicht unbedingt jedes Mal schlafen aber sie soll auch nicht den ganzen Tag über in Dauerschleife an der Brust hängen. Kommt dann auch mal die Zeit wo sie sich mit Spielzeug ablenken können und man kurz auf Klo oder etwas essen und trinken kann ohne dass sie anfangen zu weinen?
Liebe Antaem, Dein Baby ist erst drei Wochen alt und es hat noch überhaupt keine Vorstellung davon, dass es einen Unterschied zwischen Tag und Nacht gibt. Du musst dir vorstellen, dass Dein Baby bis vor vier Wochen Tag wie Nacht ununterbrochen Nahrung bekommen hat, ganz gleich wieviel Uhr es war. Es war immer gleichmäßig warm und die Geräusche um es herum hatten auch eine gewisse Monotonie. Nun plötzlich ist alles anders und an diese riesige Veränderung muss er sich erst gewöhnen. Das braucht seine Zeit und fünf Tage sind viel zu wenig Zeit, um diese Umstellung einfach zu bewältigen. Gib dir und deinem Kind die Zeit, die ihr beide braucht, um euch an das neue Leben zu gewöhnen. Denke daran, dass Du jetzt Wöchnerin bist. Leider ist es in unserer Kultur nicht (mehr) so sehr verbreitet darauf Rücksicht zu nehmen, dass eine Frau, die gerade ein Kind geboren hat, Zeit braucht. Zeit zur Erholung, Zeit zum gemeinsamen Kennenlernen des neuen Menschleins, Zeit ums sich an die ganze Veränderung, die so ein kleiner Erdenbürger mit sich bringt zu gewöhnen. Das Dauerstillen kann sehr anstrengend und auch nervend sein, aber es hat seinen Sinn. Rein wissenschaftlich gesehen ist es so, dass das Baby durch den Stillmarathon die Prolaktinausschüttung anregt und so dafür sorgt, dass die Milchbildung angeregt wird und genügend Milch für das Kind zur Verfügung steht. Hast Du ein Tragetuch? Die Tage sind einfacher, wenn das Baby am Alltag teilnehmen kann. Dazu ist ein Tragetuch das optimale Hilfsmittel. Ein Tragetuch ist fast ein Zaubermittel. Das Baby kann die Nähe der Mutter spüren, es wird sich an ihrem Körper beruhigen, Koliken verringern sich, es wird weniger weinen, vielleicht sogar recht gut schlafen und Du hast mindestens eine Hand frei (und auch deinen Kopf, weil das Baby wieder ruhiger ist), um andere Dinge zu tun. Versuche es einmal. Liebe Grüße, ich hoffe, Du bist nicht enttäuscht von meiner Antwort. Lieben Gruß Biggi
Mitglied inaktiv
Vielen Dank für die Antwort Mein Problem ist aber auch dass sie dauernd an der Brust is(s) t aber trotzdem abnimmt bzw nicht zunimmt. Und auch ständig unruhig ist. Sie nuckelt eher als sie trinkt. Und schläft auch schnell ein bei der Brust. Deswegen ist mir das auch wichtig dass sie vernünftig an der Brust trinkt und nicht nur ein paar Schlucke und dann nur nuckeln. Oder sollte ich ihr noch die Pre Milch hinterher geben?
ImvPP
Hallo, vielleicht von mir eine Antwort, weil wir in der ganz ähnlichen Situation waren. Tagsüber Dauerstillen und ich kam zu nix - auch nicht zu richtigem Essen - ich nahm ab... und im Endeffekt nahm die Kleine nicht richtig zu. Wir haben dann mit pre zugefüttert und alles war entspannter. Seit sie ca. 6 Monate ist, gibt es Beikost und wir haben die pre weggelassen. Saugverwirrung trat bei uns nie auf und wir haben auch nicht immer mehr pre gegeben. Das muss aber nicht der einzige Weg sein. Kannst du dir Hilfe für den Haushalt suchen und dann vorkochen etc lassen - sodass du selbst gut versorgt bist? Und manchmal steckt hinter dem Dauerstille auch Nähebedürfnis und nicht nur Hunger. Vielleicht hilft ein Tragetuch? Viel Glück!
Liebe Antaem, bevor Du zufütterst, solltest Du Dich an eine Kollegin vor Ort wenden, die die Saugtechnik Deines Kindes beurteilen kann. Vielleicht helfen schon ein paar Tipps und es klappt! Lieben Gruß Biggi
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