Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Wie geht abstillen?

Frage: Wie geht abstillen?

Mitglied inaktiv

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Hallo, seit letzter Woche versuche ich abzustillen, da ich Medikamente nehmen muss und lt. KA diese in die MuMi übergehen. Ich habe meinem Sohn seit Geburt die MuMi aus dem Fläschchen gegeben, da er von Anfang an die Brust verweigert hat. Habe auch ab und zu Beba Start HA Pre zugefüttert. Jetzt hab ich gedacht, es reicht wenn ich weniger abpumpe, dass die Milch zurückgeht. Hab auch die Brüste schon gekühlt nach dem Abpumpen, aber ich hab das Gefühl, es wird immer mehr (auch schmerzhaft). Wie lange dauert es denn, bis ich abgestillt habe und wie weiß ich, dass keine Milch mehr in der Brust ist??? Dumme Frage wahrscheinlich, aber ich glaub, ich hab echt keinen Plan. Zum Frauenarzt will ich auch nicht ständig rennen und die Krankenkasse hat mir gleich gesagt, ich hab keinen Anspruch mehr auf Hebammenhilfe. Bitte helft mir! Babsi und Adrian (*17.02.05)


Biggi Welter

Biggi Welter

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? Liebe Babsi, als erstes einmal haben Sie – falls Sie in einer gesetzlichen Krankenkasse sind – bei Stillproblemen Anspruch auf Hebammenhilfe bis zum Ende der Stillzeit. Bei privaten Kassen kann das anders aussehen, aber falls Sie gesetzlich versichert sind, sollten Sie da unbedingt nachhaken. Es ist auch keineswegs so, dass eine medikamentöse Behandlung prinzipiell das Abstillen verlangt. Im Gegengteil: In fast allen Fällen lassen sich stillverträgliche Lösungen finden!!!! Dass ein Medikament in die Muttermilch übergeht, bedeutet ja nicht zwangsläufig, dass dies auch negative Auswirkungen auf das Kind haben muss. Das bedeutet zwar, dass die Ärztin/Arzt sich etwas mehr informieren müssen – und nicht in der Roten Liste, sondern in der Fachliteratur wie zum Beispiel „Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit“ von Spielmann und Schaefer oder bei der Beratungsstelle für Embryonaltoxikologie in Berlin (Te.: 030-30308111). Das Team um Dr. Ch. Schaefer hat dort einen speziellen Beratungsdienst für Ärzte zu Medikamentenfragen und Fragen zu Diagnoseverfahren in Schwangerschaft und Stillzeit eingerichtet. Beim Abstillen gehen Sie am besten so vor, dass Sie allmählich zunehmend immer weniger abpumpen. So signalisieren Sie der Brust einen sinkenden Bedarf. Falls die Brust dann zu spannen beginnt, pumpen Sie gerade so viel Milch ab oder streichen von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Trinken Sie entsprechend Ihrem Durstgefühl. Was hingegen hilfreich sein kann, ist das Einschränken des Kochsalzkonsums. Auch sollten Sie keinesfalls die Brust hochbinden. Was hilfreich sein kann ist ein gut sitzender, stützender BH, der jedoch keinesfalls einengen darf. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, die zum Abstillen eingesetzt werden können. Wenn Sie sich hierfür interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder Hebamme. Medikamentöses Abstillen wird ohnehin nicht empfohlen und nach der unmittelbaren Neugeborenenperiode ist die Wirkung der Prolaktinhemmer in Bezug auf das Abstillen sehr umstritten. Besprechen Sie mit Ihrer Kinderärztin/arzt, welche Nahrung für Ihr Kind empfehlenswert ist, eine normale Pre-Nahrung oder eventuell eine HA-Nahrung. Pre-Nahrung kann das gesamte erste Lebensjahr gegeben werden. Ernährungsphysiologisch sind andere Nahrungen nicht erforderlich. Aber ehe Sie nun wirklich abstillen, sollten Sie unbedingt in Erfahrung bringen, ob das Abstillen tatsächlich notwendig ist, denn leider wird viel zu oft ohne Not bei einer Medikamenteneinnahme das Abstillen empfohlen. Gute Besserung und LLLiebe Grüße Biggi Welter


Mitglied inaktiv

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huhu! ich kann dir keine schlauen tips geben, aber wieso hast du keinen anspruch mehr auf hebammenhilfe??? dein mini ist doch gerad erst 4 monate alt. meine tochter ist 8 monate und ich hab gerad kürzlich noch mit meiner hebi telefoniert, die wär auch nochmal vorbeigekommen. aber das liess sich telefonisch regeln. lg und alles gute, tale


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