nic29
Hallo, Unser inzwischen einundzwanzig Monate alter Sohn wurde von Anfang an sehr häufig und nach Bedarf gestillt und ist bis heute sehr auf das Stillen zum Einschlafen und nachts fokussiert. In der Kita jedoch klappt der Mittagsschlaf ohne Probleme. Unser Sohn schläft Zuhause täglich abends an meiner Brust ein und schläft dann zunächst etwa drei Stunden in seinem eigenen Bett bevor er das erste Mal erwacht und erneut gestillt werden möchte. In der Regel hole ich ihn dann auch zu mir ins Bett und wir schlafen zusammen bis zum nächsten Morgen (Papa schläft im Nebenzimmer). In dieser Zeit wird er noch zwischen zwei und fünf mal wach und dann gestillt, teilweise dabei mehrfach hintereinander, da er sich nicht von der Brust lösen lassen möchte bzw mit der Hand die Brustwarze festhält. Hinzu kommt eine verbale Nachfrage seinerseits nach der Brust ("mehr") nachts und weinen wenn ich dem nicht nachgebe. Wenn ich eine Wasserflasche anbiete sagt er entweder "nein" oder wirft sie weg. Inzwischen bin ich leider zunehmend genervt vom Stillen und möchte daher gerne damit aufhören. Deshalb habe ich folgende Fragen an Sie : - Sollte der kleine Mann erst in ein eigenes Zimmer umziehen, damit er mich nicht hört oder riecht, oder erst abgestillt werden? - Sollte das Abstillen komplett erfolgen oder ist es möglich weiterhin abends zum Einschlafen zu stillen, aber nicht mehr nachts? - Falls wir auch das Einschlafen / Zubettgehen abends ohne Brust einführen möchten, sollte dann der Papa an den ersten zwei oder drei Abenden das Zubettgehen übernehmen? Auch wenn ich als Mama dies bisher ausschließlich gemacht habe? Oder sollte ich das Zubettgehen weiter übernehmen, dann aber ohne Stillen? Ich danke Ihnen für Ihre Antwort. VG
Liebe nic29, ich würde nicht zu viel auf einmal unternehmen, denn wenn das Kind nicht mehr mit ins Bett darf UND auch nicht an die Brust, wird es das als Liebesentzug empfinden. Wenn Sie nun abstillen wollen, dann sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, dass eure Stillzeit nun langsam zu Ende geht und zeigen Sie ihm, dass Sie es selbstverständlich noch genau so lieb haben wie schon immer. Sie entziehen ihm die Brust aber nicht Sie selbst und Ihre Liebe. Dazu können Sie die Stillzeiten immer weiter verkürzen. Viele Mütter haben festgestellt, dass es wirksam und relativ wenig belastend ist, ein Kind so oft anzulegen, wie es möchte, aber es nicht so lange zu stillen. Sie können Ihr Kind eine kleine Weile anlegen und es dann ablenken oder ihm etwas zu essen oder zu trinken anbieten. Eine andere Möglichkeit ist es, dass statt Ihnen, Ihr Partner die Nachtschicht bzw. das zu Bett bringen zum Teil übernimmt. Also nicht Sie wenden sich jedes Mal Ihrem Kind zu, sondern ihr wechselt euch ab und da ein Mann keine Brust zum Stillen hat, wird er euer Kind auf andere Weise beruhigen müssen. Sie können Ihr Kind ja zuerst (kurz) stillen und dann Ihrem Partner übergeben. Das Verändern von Ritualen kann helfen. Das kann auf verschiedene Art und Weise möglich sein. Ihr könnt ein festes Ritual mit Kuscheln und Vorlesen oder Geschichte erzählen einführen. Viele Eltern beginnen auch bereits bei einem wenige Monate alten Baby damit, den Tag am Abend noch einmal Revue passieren zu lassen und so ein Gespräch (das sich im Laufe der Zeit dann entwickeln wird) über die Erlebnisse, Freuden, aber auch Sorgen und Nöte des Kindes zu führen. Durch solch ein Gespräch bleiben Eltern dann auch in engem Kontakt mit ihrem Kind und der leider viel beobachtet Sprachlosigkeit zwischen Eltern und Kind kann entgegengewirkt werden. Wenn Ihr Partner nicht einspringen kann, bleibt es an Ihnen, Ihr Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist ein Nachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. Wichtig ist, dass Ihr Kind weiterhin Ihre Liebe und Zuneigung spürt und Sie nicht gleich die Geduld verlieren, wenn es nicht so schnell klappt mit dem Abstillen. Viele Frauen glauben, dass sie sich beim Abstillen vom Kind distanzieren müssen, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Deshalb halte ich auch nicht viel von der Lösung, dass die Mutter einige Tage alleine verreist. Diese plötzliche Trennung kann das Kind in tiefe Trauer und Verzweiflung stürzen und vor allem: Was macht die Mutter, wenn das Kind nach der Rückkehr doch wieder an die Brust will? Probieren Sie es einmal mit immer kürzerem Stillen und viel Kuscheln. LLLiebe Grüße Biggi Welter
Vampirchen
Ich hoffe, ich darf dir auch antworten :-) Ich stillte unsere Große (High-need-Baby, Tragekind, Familienbett - das volle Programm *gg*) mit 22 Monaten ab. Zu diesem Zeitpunkt stillte sie aber nur noch zum Ein- und Weiterschlafen. Mir wurde es dann aber zu blöd, da sie oft rumzappelte, nach ihren Kuscheltieren suchte etc und mir das dauernde An/Abdocken auf die Nerven ging. Mir war aber klar, dass ich für klare Verhältnisse sorgen musste, sprich wenn abstillen, dann komplett, denn ein Beibehalten des nächtlichen Stillens bei Abschaffung des Einschlafstillens hätte nur für Diskussion (jaaa, die Große war damals schon sehr wortgewandt) gesorgt. Also erklärte ich ihr klipp und klar, dass nun nicht mehr gestillt wird, da mir das nicht mehr gut täte. Verständlicherweise wurde geschimpft und gemotzt, aber andauernde nächtlichw Wutanfälle (vor denen ich Angst hatte), blieben aus. Nach einer Woche ca war die neue Situation akzeptiert (das Schimpfen wurde immer weniger) und unser Mädel schlief zum 1. Mal durch. Hätte ich vorher einen Abstillversuch gestartet, wäre ich wohl gescheitert. Aber ich erwischte den richtigen Zeitpunkt: KiGaeingewöhnung war abgeschlossen, Tochter daran gewöhnt, dass ich wieder arbeitete, alle Zähne durch und kein Infekt (war damals im Sommer). In ihr Zimmer ging sie dann übrigens mit 2,5 Jahren auf eigenen Wunsch. LG und alles Gute euch :-)
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