Gioia_mia
Guten Abend, Ich brauche mal wieder ihren Rat. Seit einigen Wochen versuche ich nun abzustillen da ich der Meinung bin 11 Monate sind genug. Leider sieht das meine Tochter anders. Am Tag ist das gar kein Problem da möchte sie " nichts von mir wissen". Jedoch zum einschlafen und weiterschlafen möchte sie an der Brust nuckeln ( trinken tut sie sehr wenig es geht nur ums nuckeln, glaube auch dass sehr wenig Milch vorhanden ist zumindest sagt das die nicht sehr nasse Windel) Das zu Bett bringen ist für mich sehr stressig und es kostet mich viel Kraft (die ich nicht mehr habe). Wie stelle ich es am besten an abzustillen ohne dass meine Tochter jeden Abend und Nacht schreit wie am Spieß? Ich kann & will sie nicht schreien lassen :-( Danke für Ihren Rat!
Liebe Gioia_mia, auch DU hast Bedürfnisse und dein Kind kann lernen, dass auch DIESE ernst genommen werden müssen. Du kannst deinem Kind ganz klar sagen, wo deine Grenzen sind, das hat nichts mit Willen brechen zu tun! WENN Du wirklich überzeugt bist, dass Du so nicht weitermachen kannst, dann ist das OKAY!!!! Dein Baby spürt jetzt deinen Zwiespalt und da es sich nicht hinsetzen und sagen kann „Mama, ich spüre, dass Du dir nicht sicher bist, was jetzt das Richtige ist, deshalb werde ich dir jetzt bei deiner Entscheidungsfindung helfen" reagiert es auf deine Zweifel mit Unruhe, Weinen und Verunsicherung. Es hat keine anderen Ausdrucksmöglichkeiten als Weinen und (vermehrte) Anhänglichkeit. Babys sind für „geordnete Verhältnisse", Unsicherheit und Zweifel bringen sie aus dem Gleichgewicht. Wichtig ist nun, dass ihr zum einen wirklich miteinander redet und Du deinem Kind klar erklärst und sagst, was Du willst und was Du nicht mehr willst. Zum anderen muss für dein Kind deutlich erkennbar sein, wo deine Grenzen gesetzt sind. Liebevolle Konsequenz ist das Zaubermittel in der Erziehung. Sie wird vermutlich schreien, toben, treten oder dich schlagen wollen. Ist das schlimm? Nein, es ist völlig normal, denn es ist die einzige Art, wie sie in diesem Alter ihren Frust ausdrücken kann. Wie kannst du damit umgehen? Lass es zu. Lass dich nicht verunsichern, denn es geht deinem Kind ja trotzdem gut, sie bekommt kein Trauma fürs Leben, wird nicht an deiner Liebe zweifeln. Sie ist sauer, und das wird auch wieder vergehen. Bleibe bei ihr und sei du ruhig und klar, so dass sie sich an dir orientieren kann. Vielleicht wirst du sie ein wenig ablenken wollen (falls sie sich ablenken lässt), vielleicht bleibst du auch einfach nur in ihrer Nähe und versicherst ihr, dass alles ok ist, und dass ihr weiter stillen könnt (oder kuscheln), sobald sie sich etwas beruhigt hat. Wenn du konsequent bleibst, wird es klappen. Nur davon hängt es ab: Schaffst DU es... Du kannst ganz langsam anfangen und sagen, dass Du nachts nur noch zweimal oder so stillst oder eben bis der Wecker klingelt, so kann dein Kind sich orientieren. Klar gibt es ein paar harte Nächte, aber das macht nichts. Wir können unseren Kindern nicht alle Wünsche erfüllen und dein Kind KANN lernen, dass Du eine Pause und deinen Schlaf brauchst. Ich würde mich freuen, wenn Du mir in ein paar Tagen noch einmal schreibst, wie es Euch dann geht. LLLiebe Grüße, Biggi
Kadida
Hallo Gioia, ich bin gerade in der selben Lage wie du. Gleiches alter, exakt selbe Situation. Ich probiere es mit "abstillen nach Gordon" bin gespannt. Heute ist der erste Tag. Dir viel Glück. LG, Kadida
Gioia_mia
Hallo Frau Welter, Vielen vielen Dank für Ihren Rat. Sie haben mir sehr damit geholfen, bin wieder zuversichtlich dass es mit dem abstillen doch noch klappt :-) Hallo Kadida, Das müsste doch zu schaffen sein :-) Tag 1 ist schon mal, mit ein paar Tränchen, erfolgreich gewesen. Auch Dir viel Glück beim abstillen. LG
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