Annaling
Bis vor kurzem war meine Tochter was Schlaf betrifft das absolute Traumbaby. Schon mit 2 Monaten hat sie 9-10 Stunden komplett durchgeschlafen, ab 3 Monaten waren es sogar 11-12 Stunden. Erst dachte ich, das ändert sich bestimmt bald, aber sie schlief immer so gut. Selbst der Durchbruch der ersten vier Zähne hat sie nicht gestört. Auch die Einführung von Beikost hat die ersten drei Brei Mahlzeiten gut geklappt, so dass ich sie mit 9 Monaten nur noch morgens, vormittags und vor dem Schlafen gestillt habe. Kurz bevor sie 11 Monaten weiter, fing sie dann plötzlich an, nachts aufzuwachen und die Brust zu verlangen, was ich natürlich tat. Nach ein paar Tagen wachte sie schon 2 mal pro Nacht auf und wollte trinken. Jetzt, mit knapp 12 Monaten kommt es drei bis viermal die Nacht vor. Und wenn ich sie abstöpsel, bevor sie richtig tief schläft, schreit sie auch sofort wieder panisch los, als hätte sie noch nichts getrunken. Auch meine anfangs sehr erfolgreichen Versuche, ihr vormittags statt Milch Obst zu geben und sie dann für den Mittagsschlaf hinzulegen, sind nun hinfällig. Ohne gestillt zu werden, schläft sie auch tagsüber nicht ein. Es ist vor allem die schnelle Entwicklung, die mir Sorgen macht. Den Schnuller hat sie nie genommen und da sie eine Ei und Kuhmilch Allergie hat, haben wir auch nie Pre Nahrung probiert. Ich wollte eigentlich so langsam abstillen und bin nun ziemlich ratlos. Ist diese Veränderung normal und muss ich einfach hoffen, dass es sich wieder ändert oder kann ich irgendetwas ändern? Über Tipps würde ich mich sehr freuen! Vielen Dank, Anna
Liebe Anna, Dein Kind macht im Moment viele Entwicklungsschritte durch und es ist ziemlich normal, dass es zu diesem Rückschritt kommt. Du kannst jetzt einfach abwarten, bis diese Phase wieder vorbei ist, denn sie wird vorbei gehen. Ist Dein Baby denn tagsüber fit? Gedeiht es gut? Könnte es sein, dass evtl. doch die Zähne Unbehagen bereiten? Hast Du es schon einmal mit dem Kinn-Trick" probiert? Der ist oft sehr hilfreich bei Babys, die die Brust fast ein wenig aus Gewohnheit im Mund haben wollen beim Schlafen. Dabei legst du, wenn du die Brust dem schlafenden Kind aus dem Mund gezogen hast, einen Finger längs unter die Unterlippe, so dass die Lippe beim "Suchen" einen gewissen Widerstand spürt. Dieser Widerstand wirkt beruhigend auf viele Kleinen, und sie schaffen es sich zu entspannen und eine tiefere Schlaf-Ebene zu erreichen... Das geht auch, wenn das Kind im Schlaf oder Halbschlaf wieder zu "suchen" beginnt: Man drückt ganz sanft sein Kinn nach oben. Bei vielen Babys wirkt das Wunder und sie schlafen plötzlich auch ohne Brust weiter/wieder ein. Wahrscheinlich braucht Dein Baby gerade eine Extraportion Mama, aber wie gesagt, diese Phase übersteht Ihr! Herzlichen Gruß Biggi
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