Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

Warum schläft mein Sohn nurnoch an meiner Brust ein?

Frage: Warum schläft mein Sohn nurnoch an meiner Brust ein?

GretaBerlin

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Hallo, mein Freund und ich fragen uns warum unser Sohn (fast 8Monate) seit nunmehr zwei Monaten nicht mehr allein einschläft. Zudem schläft er nur noch ein, wenn ich ihn Stille. Er bekommt seit April Brei und es hatte alles gut geklappt, er isst gut und hatte den Brei nie verweigert. Wie kann ich unseren Kleinen wieder langsam daran gewöhnen, nicht ständig die Brust zu verlangen? Vielen Dank für eine Antwort, Greta


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Liebe Greta, es ist ein ganz normales Verhalten für ein Kind in seinem Alter! Seit Jahrtausenden und in unzähligen Kulturen ist es so, dass Mütter ihre Babys in den Schlaf stillen. Das Saugen wirkt beruhigend und nicht umsonst wurden im Laufe der Zeit die verschiedensten Brustattrappen (z.B. Schnuller s.o.) erfunden. Von der Natur ist es nicht vorgesehen, dass ein Baby oder Kleinkind allein ist und alleine einschläft. Nur passt dieses „natürliche" Verhalten des Babys nicht in unsere derzeitige Zeitströmung und damit haben wir ein (von uns selbst produziertes) Problem: Babys wissen nicht, was zur Zeit „Mode" ist und benehmen sich so, wie sie es seit Anbeginn der Menschheit getan haben. Ein Baby schläft ohne Brust ein, sobald es reif genug dazu ist. Das bedeutet jetzt aber nicht, dass Du noch die nächsten Jahre damit verbringen musst, dein Baby in den Schlaf zu stillen, wahrscheinlich wird es sogar schneller vorbei sein, als Du es dir jetzt vorstellen kannst. In unserer Gesellschaft ist es üblich geworden, Babys bereits sehr früh „erziehen" zu wollen, damit sie nicht „verwöhnt" werden und ihnen ihre Grenzen gezeigt werden. Manchmal kann ich mich bei diesen Diskussionen nicht des Eindrucks erwehren, dass das ein richtiges Horrorszenario entwickelt wird, in dem Eltern und Baby sich als Feinde gegenüberstehen und einander bekämpfen (müssen). Ein so kleines Wesen kann man noch gar nicht verwöhnen. Dein Baby braucht also vor allem eines: Zeit zum Reifen. Vielleicht "schenkst" Du ihm einfach noch ein bisschen von dieser Zeit, in der du ihm gestattest, so zu sein, wie es ist. Macht bloß kein "Schlaftraining" mit ihm, außer es ist wirklich einfühlsam und liebevoll. "Dosiertes Schreienlassen" wird nicht einmal von dem Arzt, der das damals "erfunden" hat (Dr. Ferber) empfohlen!! Lieben Gruß, Kristina


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