Betzi2018
Ich habe meinen Sohn zunächst mit Stillhütchen gestillt (dafüe gab es keinen Grund,habe es aber im Krankenhaus bekommen). Zunächst hat er nicht gut zugenommen,so dass wir ein paar Tage zufüttern mussten,was wir dann aber wieder weglassrn konnten. Er hat dann zugenommen, aber nur langsam. Nach 3 1/2 Wochen habe ich das Stillhütchen einfach mal weggelassen und er hat dann viel besser getrunken und direkt 300 g in einer Woche zugenommen. Leider haben wir dann beide eine Erkältung bekommen und ich hatte wunde Brustwarzen,so dass er schlechter getrunken hat und ich ihn auch seltener wahrscheinlich angelegt habe. Leider hat er dann über 2 Wochen fast nichts zugenommen. Seit einer Woche lege ich ihn sehr häufig an, weil er einfach nicht mehr satt wird und sich ständig beschwert. Vermutlich wird er nicht satt. Zusätzlich nehme ich Bockshornkleesamen,um meine Milchmenge zu steigern. Aufgrund des Gewichtes haben wir ihm diese Woche etwas zugefüttert (erst 200 ml), woraufhin er direkt 150 g zugrnommen hat in einem Tag. Ich habe für 24 Stunden ihn jedes Mal vor und nach dem stillen gewogen und er bekommt ca 800 ml von mir. Damit nimmt er aber leider ab,weshalb er 80 ml pre Nahrung zusätzlich bekommen hat. Damit nimmt er zu. Allerdings trinkt er spätestens alle 30-60 Minuten. In der Regel schläft er dann ein und wacht dann wieder auf. Wie lange dauert es, bis meine Milchproduktion sich wieder anpasst, so dass er keine Pre Nahrung mehr braucht? Und wie lange dauert es, bis meine Milchproduktion sich so anpasst, dass er tatsächlich wieder satt wird und es auch mal stillfreie Intervalle gibt? Aktuell stille ich wirklich fast durchgängig der Zeit als er gut getrunken hat, hat er alle 4 Stunden ca 160-200 ml getrunken. Meine Anlegetechnik wurde bereits von einer Stillberaterin überprüft.
Kristina Wrede
Liebe Betzi2018, wie alt ist dein Kleiner jetzt, ca. 6 Wochen? Wenn ein Baby beim Stillen nicht genug zunimmt liegt es meist daran, dass die Anlegetechnik nicht optimal ist. Wenn er in einer Woche 300 Gramm allein durchs Stillen zugenommen hatte weißt du schon mal, dass du genug Milch bilden kannst, um ihn voll zu stillen. Du schreibst nicht, wie viel er zugenommen hatte, als du letzte Woche angefangen hast, ihn häufiger zu stillen. Wenn es deutlich unter 160 Gramm waren, dann hat er in der Tat zu wenig getrunken. Dann solltest du zusätzlich zu unserer Beratung hier eine Stillberatung in eurer Nähe suchen und sie um Unterstützung bitten. Sie kann dann auch z.B. im Rahmen eines Stillgruppentreffens schauen, wie die Anlegetechnik optimiert werden kann. Ich empfehle dir jetzt gleich, beim Stillen die Brustkompression anzuwenden, da sie dazu führt, dass ein Stillkind bei gleicher Stillzeit mehr Milch abbekommt. Die Beschreibung hänge ich unten an. 150 Gramm am Tag ist eine eher unwahrscheinliche Zunahme an einem Tag. Wenn du eine bessere Methode möchtest als das vorher-nachher-Wiegen, dann mach den Windeltest. Dabei sammelst du alle Windeln von 24 Stunden (am besten in einer Plastiktüte...) und wiegst sie dann. Danach wiegst du die gleiche Anzahl trockener Windeln. Der Gewichtsunterschied gibt Auskunft über die Menge an Milch, die dein Baby getrunken hat. Ganz wichtig ist, dass sie dabei nur gestillt werden sollte. Wenn du auch zufütterst, dann notiere bitte ganz genau, wie viel sie wann getrunken hat, so dass wir ausrechnen können, wieviel Muttermilch getrunken wurde. Wenn er tatsächlich 800 ml Milch trinkt und trotzdem abnimmt, dann würde ich dir empfehlen, bei eurem Kinderarzt vorbei zu schauen. Dass er stündlich trinken will ist an sich nicht unnatürlich, spricht aber dafür, dass er vermutlich nicht effektiv trinkt, wenn er stillt. Manchmal kommt das auch vom Flasche geben, weil die Kleinen dafür eine ganz andere Trinktechnik benötigen, und nicht immer gut damit klarkommen, dass die dann an der Brust nicht mehr funktioniert. Das ist ein weiterer Grund, dass du gleich morgen mal bei einer Stillberaterin anrufen solltest. Sie kann dich dann Schritt für Schritt hin zum erfolgreichen Stillen begleiten. Lieben Gruß, Kristina Brustkompression "Der Zweck der Brustkompression ist den Muttermilchfluss zum Baby weiter zu erhalten, auch wenn das Baby selber nicht mehr so produktiv trinkt ("weit geöffneter Mund Pause dann Schliessen des Mundes"). Auf diese Weise wird das Baby länger weiter trinken. Die Brustkompression simuliert einen Milchspendereflex ("Letdown reflex") und oft stimuliert sie sogar tatsächlich das Auftreten eines natürlichen Milchspendereflexes. Diese Technik kann bei schlechter Gewichtszunahme eines Babys hilfreich sein. Die Brustkompression setzt den Milchfluss fort, wenn das Baby nicht mehr richtig von der Brust trinkt, sondern nur noch daran nuckelt, und bewirkt beim Baby folgendes: 1. Es bekommt mehr Muttermilch. 2. Es bekommt mehr fettreiche Milch (Hintermilch). Die Brustkompression Wie funktioniert sie? 1. Halten Sie das Baby mit einem Arm/einer Hand. 2. Halten Sie die Brust mit der anderen Hand, den Daumen auf der einen Seite der Brust (am einfachsten ist es, wenn der Daumen auf der oberen Seite der Brust positioniert ist), die anderen Finger auf der anderen, unteren Seite (C Griff). Alle Finger sollten ziemlich weit weg von der Brustwarze sein. 3. Schauen Sie wie das Baby trinkt (zu Ihrem Verständnis können Sie folgenden Video anschauen unter: www.thebirthden.com/Newman.html). Machen Sie sich keinen Stress, sie brauchen nicht jeden Schluck zu erwischen. Das Baby bekommt eine nahrhafte Menge Muttermilch, wenn es mit der Technik "Weit geöffneter Mund Pause dann Schließen des Mundes" trinkt. 4. Wenn das Baby nur noch an der Brust nuckelt und nicht mehr richtig mit der oben beschriebenen Technik trinkt, dann ist es Zeit, die Brustkompression einzusetzen. Rollen Sie nicht ihre Finger über die Brust zum Kind, sondern drücken sie nur. Aber nicht so sehr, dass es schmerzt und versuchen Sie, die Form des Brustwarzenhofes nicht zu verändern. Mit der Kompression sollte das Baby wieder anfangen effektiv zu saugen und schlucken, d.h. mit dem Typus "Weit geöffneter Mund Pause dann Schließen des Mundes". Benutzen Sie die Brustkompression nur dann, wenn das Kind nuckelt, nicht aber wenn es richtig trinkt! 5. Belassen Sie den Druck so lange, bis das Baby auch mit der Kompression nicht mehr richtig trinkt, dann lösen sie den Druck. Oft hört das Baby ganz auf zu saugen wenn der Druck wegfällt, aber es wird bald wieder damit anfangen, nämlich sobald die Milch wieder fließt. Falls das Baby nicht aufhört zu nuckeln warten Sie einen kurze Zeit, bevor Sie wieder mit der Brustkompression beginnen. 6. Die Gründe, wieso Sie den Druck lösen sollen sind einerseits, dass Sie Ihre Hand etwas ausruhen können und anderseits, damit die Muttermilch wieder zum Kind fließen kann. Das Baby wird, falls es aufgehört hat zu saugen als Sie die Kompression gelöst haben, nun wieder damit beginnen, wenn es die Milch wieder schmeckt. 7. Wenn das Baby wieder zu saugen beginnt kann es sein, dass es effektiv trinkt mit dem Typus "Weit geöffneter Mund Pause dann Schließen des Mundes". Falls dies nicht der Fall ist, d.h. das Kind nur nuckelt, benutzen Sie wieder die Brustkompression wie oben erklärt. 8. Fahren Sie so an der ersten Brust fort bis das Baby auch trotz der Kompression nicht mehr trinkt. Sie sollten dem Baby erlauben, noch eine kurze Weile länger an dieser Seite zu bleiben, da Sie manchmal einen erneuten "Let down" Reflex (Milchspendereflex) bekommen können. Das Baby würde dann von selber wieder zu trinken beginnen. Falls es jedoch nicht mehr trinkt, erlauben Sie ihm sich selbst von der Brust zu lösen oder nehmen sie es von der Brust. 9. Falls das Baby mehr möchte, offerieren Sie ihm die andere Seite und wiederholen den Prozess." (Quelle: Handout Nr. 15. Breast Compression. Revised Januar 2005 Verfasst von Dr. Jack Newman, MD, FRCPC. ©2005; www.BreastfeedingOnLine.com; Übersetzung von: Anke Käppeli Tinnes, IBCLC in Ausbildung, Zollikerberg, April 2006)
Kristina Wrede
Nachtrag: Eine Stillberaterin in deiner Nähe findest Du im Internet unter http://wwwlalecheliga.de (La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Lieben Gruß, Kristina
Betzi2018
Seitdem ich ihn öfters angelegt habe, hat er trotzdem nicht zugenommen. Deshalb glaube ich ja, dass meine Milch viel weniger geworden ist und er deshalb so lange trinkt und nicht satt und zufrieden wird und nicht zunimmt. Wie lange dauert das jetzt in der 8. Woche, bsi meine Milch wieder deutlich mehr wird. Ich denke, es müssten 60-80 ml peo Mahlzeit mehr werden, da er ja eig nur alle 4 Stunden trinken möchte und sein Magen so groß ist, dass er das braucht.
Betzi2018
Die Anlegetechnik wurde bereits von einer Stillberaterin kontrolliert. Wieviel Urin müsste er denn in 24 Stunden ausscheiden, damit ich weiß, dass er genug getrunken hat?
Kristina Wrede
Liebe Betzi2018, Du weißt, dass der Magen eines Babys so groß ist wie seine geschlossene Faust? Wenn du bereits Kontakt zu einer Stillberaterin hast, bitte sie erneut um Unterstützung. Sie kann es in persönlichem Kontakt viel besser als wir hier übers Netz. Wenn du die Windeln wiegst gilt folgendes: die Urinmenge entspricht nicht der Trinkmenge, denn dann wäre ja ausgeschlossen, dass das Baby zunimmt. Ein Teil der Flüssigkeit, die das Baby mit der Muttermilch aufnimmt geht über die Atmung verloren, ein Teil wird als Schweiß ausgeschieden, das Baby wächst und nimmt zu und auch der Stuhl wird letztendlich aus den unverwertbaren Resten der Muttermilch gebildet. Die Urinmenge ist also generell geringer, als die Trinkmenge. Für die Ausscheidungen bei einem ausschließlich gestillten Baby gelten die folgenden Anhaltswerte: Urin: 1. + 2. Tag: 15 - 60 ml pro Tag 3. - 10. Tag: 50 - 300 ml pro Tag 2. Monat: 250 - 400 ml pro Tag 3. - 12. Monat: 400 - 500 ml pro Tag Du wiegst am besten alle Windeln von 24 Stunden und vergleichst ihr Gewicht mit dem der gleichen Anzahl frischer Windeln. Ich hoffe das hilft. Du kannst uns auch gern am Montag wieder schreiben. Lieben Gruß, Kristina
Betzi2018
ALso seine Windel haben ohne zufüttern Zwischen 400-500 gewogen. Gestern mit 100 ml zufüttern 630 g. das müsste ja dann eigentlich mehr als genug sein. Trotzdem dockt er sich nie selber ab und ist satt. Wenn er nicht mehr viel bekommt, dann trinkt er nicht mehr wirklich und ich docke ihn ab. Meistens gibt er sich dann zufrieden. Mittags und abends ist er unzufrieden und da geben wir jeweils 40-50 ml hinterher, nachdem ich ihn mind. Eine Stunde angelegt habe und es ihm nicht reicht. Wie lange dauert es denn, bis sich meine Milchproduktion wieder angepasst hat? Und wie lange dauert es, bis die einzelnen Portionen wieder größer werden? Prinzipiell würde er wahrscheinlich sogar noch mehr trinken, wenn er könnte. Zugenommen hat er jetzt seit letzten Montag ca 300 g. Zufüttern tun wir seit Mittwoch. Ich nehme Bockshornklee, mache Wechselstillen Und lege ihn ca 11-12 mal an. Beim Stillen mache ich Brustkompression. Sollte ich noch irgendwelche zusätzlichen Massnahmen machen?
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