SierraTeq
Hallo, meine kleine Tochter Mira ist bald kein Baby mehr, sie wird am 9.12. 1 Jahr alt. (Bis in den 7 Monat hinein habe ich voll gestillt und dann gleich selbst Brei zubereitet und diesen langsam eingeführt. Seit sie ihren ersten Zahn hat mag sie aber lieber weichgekochtes Familienessen mitessen, dass klappt alles super. Nebenbei habe ich natürlich weiter gestillt, Mira kann immer an die Brust wenn sie mag. Nun ist es so, dass sie seit Anfang des 11 Monats nicht mehr so häufig zum stillen ankommt. Sie hat auch eine kleine Marotte entwickelt. Sie hat inzwischen zwei Zähnchen unten und tagsüber kommt sie zwar noch an und macht deutlich wenn sie an die Brust möchte, nach kurzer Zeit lässt sie sich dann aber auch schon wieder ablenken und beendet das Stillen dann immer mit einem recht schmerzhafen zubeißen und/oder zieht die Brustwarze dann zwischen Gaumen und Zähnchen. Ist das ein Zeichen dafür das sie die Brust tagsüber eigentlich garnicht mehr braucht sondern nur noch aus Gewohnheit ein bissel an die Brust geht? Was kann ich tun damit sie aufhört mir am Ende in die Brust zu beißen oder sie zwischen Gaumen und Zähnchen zu drücken und dann zu ziehen? Wenn sie nämlich dann oben auch Zähnchen bekommt, möchte ich wetten das sie mir locker die Brustwarzen abbeißen könnte so scharf wie die Zähne sind ;). Von meiner Großen Tochter kenne ich dieses Verhalten nicht. Nachts wir sie noch immer so 1-2x wach und möchte dann an die Brust, was ich auch völlig in Ordnung finde, da trinkt sie dann auch ganz ordentlich was und beißt und zieht auch nicht die Brustwarzen. Meine Brüste sind auch nicht mehr so voll wie noch bis zum 10.Monat. Bei meiner Großen damals hätte ich, genau wie bis vor kurzem noch bei der Kleinen, locker immer noch ein zweites Baby mit Mumi satt bekommen soviel hatte ich. Wird die Milch vielleicht weniger weil ich tagsüber so Probleme habe das Mira mir zum Schluss immer an den Warzen wehtut oder ist es normal das kurz vor dem 1. Geburtstag die Brüste nicht mehr so füllig sind. (Bei meiner Großen ist es so lang her, sie ist jetzt fast 6 deswegen erinnere ich mich nicht mehr so wie es damals vor ihrem 1. Geburtstag war.) Entschuldigung für den langen Text, ;) Liebe Grüße, Sierra
Liebe Sierra, ich denke nicht, dass dein Baby sich abstillen will, sondern tagsüber einfach zu beschäftigt ist ;-). Weiche Brüste sind KEIN Hinweis auf zu wenig Milch, im Gegenteil, nach den ersten Wochen ist es absolut normal, dass die Brust wieder weich (und oft auch kleiner wird). Das bedeutet nicht, dass die Milch weniger geworden ist, sondern ist ein Hinweis darauf, dass sich die Stillbeziehung eingespielt hat. Babys können nicht GLEICHZEITIG an der Brust trinken und zubeißen. Aber sie können aufhören zu saugen und dann beißen. Und das macht deineTochter . Wenn deine Tochter dich beim Stillen beißt, kannst Du ihr durchaus vermitteln, dass dir das weh tut. Ein Baby verbindet das Gefühl der Beruhigung und der Sicherheit ebenso wie das Stillen des Hungers mit seiner Mutter. Es versteht nicht, dass es der Mutter Schmerzen verursacht, wenn es seine Zähne auf ihre Brustwarze drückt. Babys beißen nicht aus Boshaftigkeit. Ein Baby muss lernen, was es beim Stillen mit neuen Zähnen tun muss. Oft lernt es durch Ausprobieren und dem, was darauf folgt. Daher kann ein plötzliches Aufschreien der Mutter dazu führen, dass das Baby entweder so erschrickt, dass es anschließend die Brust verweigert oder aber, dass es das Aufschreien sehr interessant findet und deshalb probiert, ob es diese Reaktion noch einmal hervorrufen kann. Die folgenden Strategien haben sich in dieser Situation als erfolgreich erwiesen: das Baby ohne großes Aufheben von der Brust nehmen, damit es nicht versucht ist zu probieren, ob es die Mutter nochmals zusammenzucken lassen kann. etwas Angemessenes zum Beißen anbieten. Sobald es zu einem Biss oder einem Beinahe Biss kommt, bietest Du dem Baby einen Beißring oder ein Spielzeug an, damit es weiß, wo es seine Zähne einsetzen darf. das Baby schnell auf den Boden legen. Einige Mütter wollen auf das Beißen strenger reagieren. Nach ein paar Schrecksekunden für das Baby, die dem Ablegen folgen, sollte es beruhigt werden und die Rückmeldung bekommen, dass Beißen unangenehme Folgen hat. einen Finger in die Nähe des Mundes des Babys legen, um den Saugschluss schnell zu unterbrechen, wenn es seinen Kopf dreht. Manche Babys lieben es, die Brustwarze nicht loszulassen, wenn sie abgelenkt werden und ihren Kopf drehen. Dies kann verhindert werden, wenn die Mutter einen Finger bereit hält, um den Saugschluss zu unterbrechen. Es wird nicht lange dauern, bis das Baby gelernt hat, dass sich wegdrehen bedeutet, die Brustwarze zu verlieren. mit dem Baby reden und ihm erklären, dass Du das Beißen nicht lustig findest (klingt vielleicht noch verfrüht bei einem Baby, aber es funktioniert vielfach tatsächlich). Versuche es doch einmal damit. LLLiebe Grüße Biggi
SierraTeq
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Es beruhigt mich sehr zu hören, dass das Verhalten von Mira kein Vorbote des Abstillens sein muss. Die Tipps wie ich das beißen nach dem Stillen oder gar das festhalten der Brustwarze mit den Zähnen verhindern kann werd ich gleich morgen ausprobieren. Ich war ein wenig erschrocken denn vor 1 Monat noch tröpfelte immer auch noch etwas Milch aus der Brust an der meine Mira grade nicht trank und das ist nun nicht mehr so ;). Kann es echt an die 10 Monate dauern bis sich die Milchbildung soweit eingepegelt hat das eben nicht mehr die andere Seite "ausläuft" wärend das Baby an der einen trinkt? Ich hoffe ich darf noch ne gaaaanze Weile stillen :) Liebe Grüße, Sierra
Liebe Sierra, keine Sorge, bei mir hat es damals auch ewig gedauert und dann lief keine Milch mehr aus, einige Wochen später ging es dann wieder los ;-). LLLiebe Grüße, Biggi
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